Warum sind die Laufzeiten heute länger als früher?

  • Goldagengarden ist ein eher schlechtes Beispiel, denn durch die Box-VÖ 2 Jahre später auf 5 CD, war klar, das es nicht all zu viele Gründe gab, es auf 9 CDs aufzuteilen. Und auch bei kurzen Hörspielen gibt es Möglichkeiten, diese auf CD zu…

    Interessantes und vielschichtiges Thema, bei dem es ja durchaus verschiedene Aspekte zu beleuchten gibt. Ich finde DeLorca hat das schon sehr gut auf den Punkt gebracht.

    Grundsätzlich: ich finde auch, dass viele Geschichten heute hinsichtlich Laufzeit viel zu aufgebläht sind. Allen voran natürlich die schon oft genannten ???, aber auch das Gruselkabinett fällt hier für mich mit drunter. Das Besondere dabei: es sind Einzelgeschichten. Und ich finde die muss man hinsichtlich Veröffentlichungsstrategie der Labels nochmals deutlich von Mehrteilern oder einer größeren Geschichte unterscheiden. Bei den Einzelgeschichten würde ich mir in der Tat auch wünschen, wenn man eher schaut was die Geschichte hergibt und nicht versucht auf Teufel komm raus die Laufzeiten auszureizen. Durch den Wandel des Mediums in Richtung Streaming dürfte auch der Aspekt wie viel Unterhaltungszeit man für sein investiertes Geld zurückbekommt auch nicht mehr so relevant sein wie früher. Ich bin da durchaus auch der Meinung: lieber ein wirklich gutes Hörspiel mit weniger Laufzeit, das ich mir dafür mehr als einmal anhöre, als eines das künstlich gestreckt wurde. Aber man muss halt auch sehen, dass es mehr als das Medium Hörspiel gibt und Leute im Zweifel dann schon mal schauen: aha, hier habe ich ein audible-Hörspiel eines bekannten Autors für 10 Euro und hier eine Einzelepisode eines Newcomer-Labels mit 40 Minuten Laufzeit auf CD für den gleichen Preis. Da würde ich im Zweifel auch zur audible Produktion greifen. Wie gesagt durch das Streaming stellen sich solche Fragen aber aktuell bereits weniger.
    Wenn man dann das Ganze noch mit Blick auf Geschichten richtet, die gesplittet über mehrere CDs veröffentlicht werden, dann kann ich durchaus nachvollziehen, dass die Labels hier natürlich versuchen den Umsatz und Gewinn zu erhöhen. Aus Konsumenten-Sicht würde ich mir aber doch ein wenig verschaukelt vorkommen, wenn z.B. audible jetzt anfangen würde seine Staffeln von der Laufzeit zu halbieren und dafür den gleichen Preis nimmt. Und nicht viel anders ist ja das Beispiel auf CD. Künstlerische Gründe mögen da möglicherweise auch eine Rolle spielen, ich behaupte aber mal die sind eher untergeordnet - DeLorca hat ja bereits Gegenbeispiele angeführt, dass man später auch auf weniger CDs veröffentlicht hat.

    Um es mal aus meiner Sicht nochmals zusammenzufassen: die Laufzeit spielt auf dem Hörspielmarkt insofern eine Rolle, als dass ich schon glaube dass Käufer hier schauen, was sie für das gleiche Geld ggf. bei anderen Medien an gleichwertiger Unterhaltung für ggf. längere Zeit bekommen würden. Das ist aber am Ende weniger ein Problem der Laufzeit an sich als vielmehr der Preis. Und durch die Möglichkeit des Streamings zeigt sich ja, dass zu kurze Laufzeit hier bei weitem nicht mehr als Problem wahrgenommen wird wie es bei CDs sonst der Fall war/ist.

  • Als Resümee könnte man sagen, dass eigentlich das Hörspiel im Vordergrund stehen sollte, nicht die technisch mögliche Ausreitzung eines physikalischen Datenträgers.

    Auch wenn es von einigen hier gefordert wird, würde die Mehrheit es überhaupt gut finden, wenn die drei ??? wieder in knackig kurzen 40 Minuten erscheint? Wird da nicht sowieso viel zu sehr nur der Stimmen wegen gehört? Was ist mit Hörern, die nach 40 Minuten noch nicht eingeschlafen sind? ^^

  • Ich bin da durchaus auch der Meinung: lieber ein wirklich gutes Hörspiel mit weniger Laufzeit, das ich mir dafür mehr als einmal anhöre, als eines das künstlich gestreckt wurde.


    Sehe ich absolut genauso und für mich zurück betrachtet landeten überdurchschnittlich viele kurze Hörspiel mehrmals in meinen Player. Für den Stream gesehen, ein nicht unwichtiger Aspekt für die Verlage, wenn ein Hörspiel freiwillig sehr oft gehört wird.
    Aber heutzutage spielt natürlich auch die „Marke“ eine große Rolle. Ist die SEHR bekannt und beliebt, kann es dem Verlag eigentlich egal sein, denn gehört wird trotzdem, auch wenn die Spielzeit „aufgebläht“ ist. Die Befürchtung habe ich da zumindest ein wenig.

  • Quote

    Wenn man dann das Ganze noch mit Blick auf Geschichten richtet, die gesplittet über mehrere CDs veröffentlicht werden, dann kann ich durchaus nachvollziehen, dass die Labels hier natürlich versuchen den Umsatz und Gewinn zu erhöhen. Aus Konsumenten-Sicht würde ich mir aber doch ein wenig verschaukelt vorkommen, wenn z.B. audible jetzt anfangen würde seine Staffeln von der Laufzeit zu halbieren und dafür den gleichen Preis nimmt.

    @DiStefano Was ist aber die Konsequenz? Labels wie CONTENDO veröffentlichen ihre Serien/Reihen wie Lovecraft5 oder Midnight Tales gar nicht mehr auf CD, weil man sonst so oder so eine üble Nachrede wegen der kurzen Laufzeit und dem „nicht-ausnützen-der-Speicherkapazität“ hätte. Ob damit der ursprünglich wegen dem schlechten Preis/Leistungsverhältnis Laufzeit/Speicherplatz unzufriedene CD-Käufer nun glücklicher ist? Ich würde eher sagen er hat sich damit ins eigene Knie geschossen.

    Und die Kritik, dass Goldagengarden später dann auf weniger CDs heraus kam, lasse ich nicht gelten. Denn das war im Zuge einer Zweitverwertung der Fall. Faith oder Larry Brent gab es später dann auch als MP3-CD Box. Hätte man deshalb die Serie auch gleich vom Start weg verramschen sollen?

    Ich bin da ganz bei @hoerspiel. Das Hörspiel sollte im Mittelpunkt stehen und der Unterhaltungswert. Aber keinesfalls 30 Minuten ungenützter Speicherplatz. Hörspiel ist ein künstlerisches Werk und keine Fliessbandproduktion.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Auch wenn es von einigen hier gefordert wird, würde die Mehrheit es überhaupt gut finden, wenn die drei ??? wieder in knackig kurzen 40 Minuten erscheint?

    Es müssen ja nicht direkt nur 40 Minuten sein. Darf natürlich auch mal sein, wenn es inhaltlich so passt. Aber in den 2000er Jahren waren die Folgen ja zumeist auch eher im Bereich von 50 bis 60 Minuten unterwegs, und die waren auch skripttechnisch ganz gut verarbeitet. Und damals war ja auch schon Minninger am Werk. Insofern verstehe ich halt nicht so ganz, warum ihm das scheinbar heute nicht mehr so richtig gelingen mag.

    DiStefano Was ist aber die Konsequenz? Labels wie CONTENDO veröffentlichen ihre Serien/Reihen wie Lovecraft5 oder Midnight Tales gar nicht mehr auf CD, weil man sonst so oder so eine üble Nachrede wegen der kurzen Laufzeit und dem „nicht-ausnützen-der-Speicherkapazität“ hätte. Ob damit der ursprünglich wegen dem schlechten Preis/Leistungsverhältnis Laufzeit/Speicherplatz unzufriedene CD-Käufer nun glücklicher ist? Ich würde eher sagen er hat sich damit ins eigene Knie geschossen.

    Im Falle des Beispiels Contendo würde ich in den Fall einfach auf eine MP3-CD-Box setzen - wenn man den Schritt zur CD wagt. Allerdings muss ich hier halt auch sagen, dass mir persönlich da der Stream auch völlig ausreicht und ich die CD hier nicht brauche. Insofern finde ich persönlich die Strategie wie sie Contendo hier mit den Serien fährt auch sehr gelungen. Und es scheint ja auch aufzugehen, sonst würde man gerade die Midnight Tales nicht derart massig veröffentlichen. Aber klar, die CD-Fans schauen da in die Röhre. Ist aber ja bei den audible Produktionen halt auch so.

    Quote

    Und die Kritik, dass Goldagengarden später dann auf weniger CDs heraus kam, lasse ich nicht gelten. Denn das war im Zuge einer Zweitverwertung der Fall. Faith oder Larry Brent gab es später dann auch als MP3-CD Box. Hätte man deshalb die Serie auch gleich vom Start weg verramschen sollen?


    Verramschen ist sicherlich ein hartes Wort. Aber ja: warum nicht eine Staffel-Veröffentlichung, wie sie ja inzwischen auch von anderen immer mehr gefahren wird? Wobei ich das auch eher bei einer Serie wie Faith denn bei Larry Brent als passendes Format sehen würde. Bei einem Download-Preis von bis zu 5 EUR pro Einzelepisode schaue ich als Käufer ehrlich gesagt auch überhaupt nicht großartig auf die Laufzeit. Wenns dann aber in Richtung 10 Euro geht, überlegt man halt schon eher mal. Da ist am Ende dann auch nicht entscheidend, ob jetzt 70 Minuten oder nur 50 Minuten, wenns dann aber vielleicht doch nur 35 sind, werden vermutlich schon einige mit den Mundwinkeln zucken und vielleicht am Ende eher die audible-Seite ansteuern und sich da was für die 10 Euro holen.
    Aber ich weiß natürlich auch, dass es am Ende vermutlich nicht genug Mehrkäufer bei günstigeren Preisen geben würde, als dass man sich eine entsprechende Preissenkung erlauben könnte, ohne am Ende mit Verlust rauszugehen. Insofern durchaus ein gewisser Teufelskreislauf.

    Wie gesagt: ich sehe halt, dass das Hörspiel nicht für sich steht, sondern in starker Konkurrenz zu anderen Unterhaltungsmedien. Vielleicht nicht bei den Hardcore-Fans wie hier im Forum, aber sicherlich bei der breiteren Masse.

  • Es gibt aber da draußen doch immer noch Kurzhörspiele - 1 Minütige, fünf Minuten usw. - teils für Wettbewerbe produziert oder auch als zwischendurch Einspieler im Radio. Natürlich gibt es da auch die längeren Hörspiele - einfach weil man dem zugrunde liegenden Buch / Werk auch die entsprechende Bühne bieten und den Respekt zollen möchte. Früher hat das Medium der Kassette oder LP die Lauflänge eingeschränkt, aber dann gab es halt einfach mehr Kassetten oder LPs in der Verpackung. Heute ist es nun mal einfacher alles in einer MP3 zu verpacken - losgelöst vom Medium weil unsere Speicher / Festplatten kaum mehr eine Beschränkung bieten was die Dateigröße angeht. Ich finde das überhaupt nicht dramatisch- wer kurze Hörspiele hören möchte findet genug - letztlich empfinde ich das aber positiv, wenn Hörspiele länger laufen und viel mehr erzählen als das was man in z.B. 60 Minuten unterbringen kann.

  • Aus Konsumenten-Sicht würde ich mir aber doch ein wenig verschaukelt vorkommen, wenn z.B. audible jetzt anfangen würde seine Staffeln von der Laufzeit zu halbieren und dafür den gleichen Preis nimmt.

    Nun ja - genau das passiert gerade bei Audible schleichend:

    Auris St1: 6 h 42m
    Killer by Nature St1: 4h 30m
    Die Stimme der Toten St1: 7h 21m
    Sieben Siegel St1: 6h 51m
    Kohlrabenschwarz St1: 8h 26m
    Imperator St1: 8h 35m
    Imperator St2: 8h 35m

    Anders ausgedrückt könnte man aber auch sagen, dass man jetzt dazu übergeht, das Dumping etwas zu regulieren oder der Geschichte genauso viel Raum zuzugestehen, wie sie eben braucht.


    Eins und eins ist zwei - von London bis Shanghai!

  • Ich hab Hörspiele wie Hui Buh von Europa, und Angriff der H.Ameisen mit ca 33 oder 35 Minuten im Kopf. Das ist natürlich recht kurz.
    Die TSB Sinclair Folgen liefen aber damals auch schon ca 60 Minuten...?!?
    Wahrscheinlich wollte man aber irgendwann die Hörspiele auf Spielfilm-Niveau bringen, das wäre meine Erklärung dazu gewesen...

    The Jokes on you!

  • Wenn es das eigene Lieblingshörspiel nicht auf CD gibt, man es aber unbedingt haben möchte muss man halt selbst Geld und Zeit in die Hand nehmen und selbst eine CD/MC davon basteln.
    Cover selbst erstellen und ausdrucken und wenn man es öfter macht vielleicht auch bedruckbare CDs und zugehörigen Drucker anschaffen. Nicht günstig aber man bekommt was individuelles und am Ende genau das was man möchte :)

    mfg
    warbird

    Life is a journey not a destination.

  • Sieht halt dann doch nicht so gut wie das Original aus. Aber im Grunde vollkommen richtig! So kann man es eigentlich immer machen :thumbup:

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • 3 Jahre alter Thread... Darf man dann noch was dazu schreiben ?


    Habt Ihr bezüglich der Länge schon einmal folgendes bedacht:

    Früher wurden Hörspiele überwiegend vom ÖRR produziert. Da aber zu jeder vollen Stunde Nachrichten gesendet wurden, waren die Hörspiele immer etwas kürzer.

    Die Standard-Länge ist so 55-56 min. (auch heute noch bei Radio-Hörspielen (z.B. Radio-Tatort)).

    Längere Hörspiele wurden auf mehrere Folgen aufgeteilt (aber auch dann immer 56 min.).


    Mich nerven Hörspielserien, bei denen die Folgen sehr unterschiedlich lang sind (habe jetzt z.B. NYPDead durch; dort variiert es zwischen 45 min. und 75 min.)

    Ich höre wie schon erwähnt fast ausschließlich beim Walken. Meine Standard-Runde dauert auch genau 55 min. (Zufall ? Nö !)


    Apropos nerven: Ein Hörspiel (insbesondere vorher) zu besprechen geht gar nicht ! Deshalb höre ich den Podcast "Kein Mucks" mit Bastian Pastewka niemals.

    (Alte) Filme werden doch vorher auch nicht besprochen (Ausnahme: Dinner for one)

  • Beim kommerziellen Hörspiel lag es in erster Linie am Medium. Die Kassette oder Vinyl gaben nicht so viel Laufzeit her. Die CD durfte schon mal 80 Minuten lang sein. Und mit Download und Stream sind der Länge nun keine Grenzen mehr gesetzt (wie früher).

    Ich bin grundsätzlich bei Dir, Collector , eine Serie oder Reihe sollte schon die meiste Zeit über ungefähr die selbe Lauflänge haben. Ich mag es auch lieber unter 60 Minuten. Aber am Ende hängt die Lauflänge von der Geschichte ab. Gibt die sehr gute Story nur 35 Minuten her, dann bitte bei 35 Minuten belassen und nicht in die Länge ziehen. Braucht man jedoch 70 Minuten, dann bitte 70 Minuten und nicht zu Tode kürzen.

    Apropos nerven: Ein Hörspiel (insbesondere vorher) zu besprechen geht gar nicht ! Deshalb höre ich den Podcast "Kein Mucks" mit Bastian Pastewka niemals.

    (Alte) Filme werden doch vorher auch nicht besprochen (Ausnahme: Dinner for one)

    Bei mir ist es da anders. Ich finde solche Vorbesprechungen, so sie gut und interessant gestaltet sind, sogar unglaublich motivierend. Ein Kinobesuch ohne Werbung und Trainer davor, wäre für mich kein guter Kinofilm. Und als ich mir vor Jahren eine Handvoll Stan Laurel und Oliver Hardy DVDs gekauft habe, war ich wirklich sehr enttäuscht, als ich bemerkt habe, dass die wunderbare Einleitung vom von mir so geschätzten Theo Lingen nicht zu finden waren. Diese gehörten für mein „Kinderauge“ aber einfach dazu. „Ohne“ fehlte mir da einfach etwas. Fand und finde ich fürchterlich. Deshalb greife ich hier immer noch zu meinen von Videokassetten überspielten DVDs.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Aber am Ende hängt die Lauflänge von der Geschichte ab. Gibt die sehr gute Story nur 35 Minuten her, dann bitte bei 35 Minuten belassen und nicht in die Länge ziehen. Braucht man jedoch 70 Minuten, dann bitte 70 Minuten und nicht zu Tode kürzen.

    #mod#:D:saint::thumbup:

    Das ist der Nachteil der starren 56-min.-Vorgabe im Radio: Entweder die fehlende Zeit im Radio überbrücken, oder doch Zeit im Hörspiel "schinden".

  • Ich denke es hängt auch viel damit zusammen, wie sich Serien in Film und Hörspiel allgemein gewandelt haben. Früher waren Fernsehserien ziemlich einheitlich was die Länge angeht, 45 Minuten und nicht länger. Doch heutzutage kannst du eine Serie produzieren wo ne Folge auch mal locker Filmlänge haben kann, dafür sind die Folgen pro Staffel weniger geworden. Und ich denke Audible war hier auch ein wenig der Vorreiter, mehr Qualitätstorys, dafür wird weniger auf die Länge geachtet und kann auch mal zu 10 Folgen mit 12 Stunden Gesamtlaufzeit führen. Es ist ein Konzept das sehr erfolgreich ist und Amazon ordentlich Geld geschäffelt hat.

  • Mir fällt da spontan die Schulstunde ein, welche ja auch nur 45 Minuten hat... also etwa die Länge eines Hörspiels der »Drei ???« der ersten 30 Folgen.🤔

    Sicherlich wurde die Spielzeit durch die LP begrenzt, wobei es beispielsweise (wie schon geschrieben) auch Ausnahmen gab, z.B. Europas »Schatzinsel« oder auch »Siegfried«.

    Ich glaube aber, dass man sich schon einfach Gedanken darüber gemacht hat, wie lange ein Hörspiel dauern sollte (oder auch besagte Schulstunde, welche ja bestimmt auch nicht zufällig 45 Minuten hat).

    Nach einer dreiviertel Stunde ist dann auch irgendwann mal die Aufmerksamkeit dahin.😌

    In der Kürze liegt halt die Würze. Das wüsste auch schon H.G. Francis, der ja ein Genie im Packen von Vorlagen war.👍

    Und Hand auf Herz: Hätte uns beispielsweise »Die drei ??? und der rasende Löwe« gefallen - dies ist das kürzeste Hörspiel der ersten 30 Folgen - wenn es von etwa 36 auf satte 80 Minuten ausgewalzt worden wäre?🤣

  • Da ist schon was wahres dran. Wobei die Laufzeiten damals noch wegen der Medien zustande gekommen sind. Auf Vinyl und dann auch Kassette haben einfach keine längeren Hörspiele drauf gepasst. Deshalb musste HG Francis oft radikal kürzen. Heute ist es umgekehrt, steigen die Einnahmen mit der Lauflänge und Trackanzahl.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Also ich liebe dicke Bücher wie zum Beispiel der Herr der Ringe. Genauso verhält es sich mit Hörbüchern oder Serien wie Game of Thrones. Wo ist das Problem bei Hörspielen nach 30 Minuten einfach zu pausieren und am nächsten Tag weiterzuhören? Das macht man bei anderen Sachen doch auch? Oder hat jemand bei Rufus Becks Harry Potter verlangt, daß es kürzer gehen soll. Ich verstehe so etwas überhaupt nicht, solange keine Langeweile aufkommt, versteht sich. Wer zwingt einen denn die Folge an dem Tag zu ende zu hören?

  • Ist das wirklich so, dass die Einnahmen mit der Spielzeit bzw. der Anzahl der Tracks steigen?

    Wieder was gelernt, auch wenn es mir unlogisch erscheint. Die Anzahl der Tracks? Wer kauft sich denn einzelne Tracks? Ich meine, es wird ja so bei Amazon angeboten, aber wer kauft die einzeln? Die Spielzeit? Ein ödes und künstlich in die Länge gezogenes Hörspiel bringt einem mehr Einnahmen, als ein gutes, kurzweiliges?

    Gibt es da Beispiele?

  • Ist das wirklich so, dass die Einnahmen mit der Spielzeit bzw. der Anzahl der Tracks steigen?

    Wieder was gelernt, auch wenn es mir unlogisch erscheint. Die Anzahl der Tracks? Wer kauft sich denn einzelne Tracks? Ich meine, es wird ja so bei Amazon angeboten, aber wer kauft die einzeln? Die Spielzeit? Ein ödes und künstlich in die Länge gezogenes Hörspiel bringt einem mehr Einnahmen, als ein gutes, kurzweiliges?

    Gibt es da Beispiele?

    Ich denke Markus bezog sich auf den Stream. Je mehr Tracks, desto mehr Einnahmen weil jeder Track einzeln gewertet wird.

  • Also ich liebe dicke Bücher wie zum Beispiel der Herr der Ringe. Genauso verhält es sich mit Hörbüchern oder Serien wie Game of Thrones. Wo ist das Problem bei Hörspielen nach 30 Minuten einfach zu pausieren und am nächsten Tag weiterzuhören? Das macht man bei anderen Sachen doch auch? Oder hat jemand bei Rufus Becks Harry Potter verlangt, daß es kürzer gehen soll. Ich verstehe so etwas überhaupt nicht, solange keine Langeweile aufkommt, versteht sich. Wer zwingt einen denn die Folge an dem Tag zu ende zu hören?

    Ist wohl Macht der Gewohnheit.

    Ein Hörspiel von TKKG hat man sich doch früher (also ich jedenfalls) in einem Rutsch angehört.

    Es kommt ja auch immer drauf an für welches Klientel das Hörspiel gedacht ist.

    Tolkien und Verne dürfen und müssen natürlich Überlänge haben...👍

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!