Und auf Erden Stille [FOLGENREICH]

  • Auch mit Staffel 2 bin ich durch und in Sachen Produktion war sie wie gewohnt stark. Auch die Story hat mir gefallen, auch wenn ich andere Schwerpunkte gern ausführlicher gehabt hätte

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    Der Angriff der Wallianer auf das Bergwerk ist ja die Rahmenhandlung, allerdings war das der Strang, der mich am wenigsten gepackt und interessiert hat. Toll war, dass man über das Virus aufgeklärt wurde, das die Hyperakusis ausgelöst hat, auch wenn ich noch nie auf die Idee gekommen bin, dass wir das Klima retten könnten, wenn wir den Testosteron-Spiegel der Männer senken :D eine sehr eigenwillige Idee. Meine persönlichen Highlights waren immer, wenn eine Figur den Gehörschutz abgenommen hat. Ganz stark, man leidet richtig mit und merkt, wie unangenehm diese Hyperakusis ist. Auch toll finde ich die Rolle der Rihannon - wie naiv sie bei Begriffen nachfragen muss, die für uns völlig selbstverständlich sind, wie Schule oder Psychologin. Das zeigt einfach, wie sehr diese Welt kaputt ist. Dem Ende nach zu urteilen, sollte doch eine dritte Staffel drin sein - mindestens :) ich würde mich freuen.

  • Ich hab aktuell 3 Folgen gehört. Es hat schon was. Ich befinde mich dabei nur auf einen Hör-Terrain, der mir eher nicht so liegt.


    Hmm. Ich hatte schon mal bei Teil 11 und 12 große Probleme, reinzukommen. Beide Male fragte ich mich, ob ich da falsch geklickt hab und was ausgelassen hab vorher.

    Gut, kann schon ein bewusstes Stilmittel sein, bei der ersten Staffel war der Beginn ja auch nicht wirklich meines.

    Passt halt eigentlich nicht so ganz zur ansonsten sehr stringenten Erzählweise. Ist aber jetzt nur ein erster Zwischeneindruck, muss alles noch nichts heißen.

    “Life can't just be about solving one miserable problem after another, that can't be the only thing, they need to be things that inspire you and that make you glad to wake up in the morning and be part of humanity”

  • Zitat von Markus G.: „Ich hab aktuell 3 Folgen gehört. Es hat schon was. Ich befinde mich dabei nur auf einen Hör-Terrain, der mir eher nicht so liegt.“
    Hmm. Ich hatte schon mal bei Teil 11 und 12 große Probleme, reinzukommen. Beide Male fragte…

    Aber die zweite Staffel knüpft doch sehr nahtlos an die erste an?

  • Ich bin aktuell bei Episode 16 angelangt. Ich denke ich werde heute bei der Heimfahrt noch 16 und 17 hören. Bin jetzt besser drinnen. Die fast Gegenwart gefiel mir wieder sehr gut. Schade, dass sich fast alles in der ferneren Zukunft abspielt. Aber Ja, ich und das Hörspiel raufen uns schon zusammen. Ich bin gespannt auf das was noch auf mich wartet.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ich ha noch nicht mal die erste Staffel gehört. Wird also wohl noch etwas dauern bis die Zweite drankommt.

  • Ich bin bis Mitte der 18. Der Rest wird wohl am Sonntag gehört werden. Das eigentliche Hören geht angenehm flott von der Hand.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Aber die zweite Staffel knüpft doch sehr nahtlos an die erste an?

    Findest Du?

    Direkt in Folge 11 kommt eine zweite Hauptfigur ins Spiel, die vorher noch gar nicht vorkam. Aus dem Nichts, aber es wirkt als wäre es doch völlig klar, dass der Ranger weg ist und dieser Junge, der in Staffel 1 gar nicht vorkam, an seine Stelle getreten ist. Und was die beiden machen bzw. vorhaben, das erschließt sich recht langsam, zumindest für meine begrenzten intellektuellen Fähigkeiten. Und in der 12 beginnt ein ganz anderer Handlungsstrang, der aber so präsentiert wird, als müsste man die Figuren schon kennen. Tu ich aber nicht :)

    Das ist schon ein großer Unterschied zur ersten Staffel, die doch meiner Erinnerung nach eine sehr stringente Erzählweise hatte. Muss freilich noch nix heißen, mal sehen, was da noch kommt.

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  • Staffel 1 endete ja damit, dass

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    sich Rihannon und ihr Vater getrennt und einen Treffpunkt ausgemacht hatten. Zu dem ist Rihannon jetzt unterwegs. Klar der neue Begleiter wird nicht erst vorgestellt, aber es wird relativ schnell klar und der Vater kommt auch direkt ins Spiel. In Staffel 1 wurde man auch direkt in die Handlung hinein geworfen, das ist denke ich ein gewolltes Stilmittel. Aber in den kommenden Folgen wird es alles wieder geordneter.

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    sich Rihannon und ihr Vater getrennt und einen Treffpunkt ausgemacht hatten.

    Ah, OK, das hab ich nicht mehr gewusst. Meiner Erinnerung nach endete es mit der Begegnung mit dem Vater und dessen Rechtfertigungssermon.

    Und was hab ich in Sachen Folge 12 nicht mehr gewusst? ;)

    “Life can't just be about solving one miserable problem after another, that can't be the only thing, they need to be things that inspire you and that make you glad to wake up in the morning and be part of humanity”

  • War da auch ein größerer Sprung zwischen 11 und 12?

    Nicht Sprung, das ist ein ganz anderer Handlungsstrang. Rhiannon kommt ja gar nicht vor, ich weiß nicht, ob in einer früheren Folge die Wallianer schon mal erwähnt wurden. Ich konnte jedenfalls keine einzige Figur zuordnen.

    Aber ich betone, das allein ist jetzt weder Kritik noch Beschwerde. Folge 12 hat mir allgemein nicht zugesagt in Sachen Handlung und Dialoge.

    “Life can't just be about solving one miserable problem after another, that can't be the only thing, they need to be things that inspire you and that make you glad to wake up in the morning and be part of humanity”

  • Ich habe heute Staffel 2 beendet. @Mittagshoerer hat in seinem Spoiler, den ich nun nachgelesen habe, alles geschrieben, wie ich es auch sehe. Hat mir gut gefallen. Ich brauchte wieder etwas um emotional rein zu kommen, aber dann fand ich es gelungen. Wie geschrieben, ich bin kein Fan solcher Dystopien, aber es hat schon „was“. Zu erfahren wie es dazu gekommen ist und parallel die Auswirkungen zu erleben. Beide zeitlichen Handlungsstränge wurden wunderbar miteinander verbunden. Tolle akustische Aufbereitung, gute Sprecherleistungen und wie gewohnt ein perfekter Soundtrack! INTERPLANAR hat mich bis dato, bis auf den Ausflug ins Grusel/Mysterygenre, noch nie enttäuscht. Auch oder gerade weil sie Genre und Themen behandeln, von denen ich sonst kein Fan bin. So war dies bei Mark Brandis der Fall, genial, beim Raumkadett der Fall, gut, bei den Göttern der Fall, genial und auch hier, gut. Die relativ kurzen Laufzeiten der Folgen erinnern mich an die Cliffhanger-Tales von Konkurrent CONTENDO. Allein von daher unterscheidet sich die Serie von anderen herkömmlichen Serien.

    Ich hätte da Fragen an @Martin Seebeck:

    Warum habt ihr Folgenlaufzeiten von knapp 25 Minuten konzipiert? War das vom Start weg als Du das Skript geschrieben hast schon klar oder hat es sich erst ergeben?

    Stand die gesamte Geschichte, also Staffel 1 und 2, schon beim Produzieren von Staffel 1 fest? Hörte sich jetzt zumindest so an. Oder stand nur Staffel 1 fest?

    Und gibt es auf Papier oder zumindest im Kopf schon eine fertige Staffel 3? Oder nur eine Idee?

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ganz witzig fand ich, dass bei drei oder vier Szenen schlafende, um nicht zu sagen leicht schnarchende Personen vorkommen. Das war für mich dann schon so etwas wie ein Running Gag, ähnliche wie das ständig essende Duo Groeger/Rode bei den Holmes-Hörspielen :D

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Wie hat Euch Staffel 2 gefallen? 11

    1. Sehr Gut (5) 45%
    2. Gut (3) 27%
    3. Durchschnitt (1) 9%
    4. Ich muss es noch hören (1) 9%
    5. Ich werde es nicht hören (1) 9%
    6. Nicht Besonders (0) 0%
    7. Überhaupt nicht (0) 0%

    Machen wir auch hier eine kleine Umfrage…

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ich hätte da Fragen an Martin Seebeck:

    Warum habt ihr Folgenlaufzeiten von knapp 25 Minuten konzipiert? War das vom Start weg als Du das Skript geschrieben hast schon klar oder hat es sich erst ergeben?


    Hat sich beim Konzipieren der Folgen ergeben. Eine wesentliche Entscheidungshilfe war, dass die Erzählerinstanz (die erwachsene Rhiannon) nur über ihr jüngeres Ich erzählen sollte. Wenn ein Perspektive- und/oder Zeitwechsel anstehen würde (Episoden 3, 6, 9, 12, 15 und 18), hätten wir ohne den Schnitt einer neuen Folge ein Problem gehabt, denn dann wäre ein "meanwhile elsewhere"-Kommentar Pflicht gewesen. So stellt sich jede/r Hörer/in mit dem Ende einer Folge automatisch drauf ein, dass mit der nächsten Folge etwas neu beginnt.

    Stand die gesamte Geschichte, also Staffel 1 und 2, schon beim Produzieren von Staffel 1 fest? Hörte sich jetzt zumindest so an. Oder stand nur Staffel 1 fest?


    Der wesentliche Fluss und das Ende von Staffel 2 standen von Anfang an fest. Details kamen erst beim Schreiben; auch die ART der Auflösung.

    Und gibt es auf Papier oder zumindest im Kopf schon eine fertige Staffel 3? Oder nur eine Idee?


    Es gibt Gedanken und ein paar Ideen. Das würde aber erst konkret, wenn es labelseits heißt "na, wie sieht's aus? Die Zahlen sprechen dafür, aber fällt Euch noch was Gutes ein?"

    Wichtig war mir, Staffel 2 so zu beenden, dass eine Staffel 3 in dieser Welt ein KANN wäre, kein MUSS.

    -- I teach writing courses and first of all, I teach my students what prosody is. (Theodore Sturgeon)

  • Aus dem Hintergrundinterview zu Staffel 2 des Ringboten:

    Quote

    Um unter Wallianern zu überleben, musst du ohne Mitgefühl härter und grausamer als deine Gegner sein (Freunde gibt es in dieser Welt nicht). Um in Wallace zu überleben, musst du ebenso hart und empathiefrei sein, damit du das, was du als Vorrat an Lebensmitteln hast, für dich alleine sicherst, ohne am schlechten Gewissen zu zerbrechen. Die Episoden sollten zeigen, wohin welcher Weg führt. Wie reagieren Wallianer wie Jen darauf, wenn es einem dreijährigen Kind beim Zündeln mit Benzin ein Bein abreißt? Wie reagiert Lois darauf, wenn ein zwölfjähriger Junge versucht, über die Mauer von Wallace zu kommen und die Selbstschussanlage anschlägt? Der Weg von Jen führt in eine Richtung, der Weg von Lois in eine andere. So etwas erzählt sich nicht in einer Diskussion zwischen zwei Charakteren, sondern im Handeln. Und so entstanden diese Szenen.

    -- I teach writing courses and first of all, I teach my students what prosody is. (Theodore Sturgeon)

    Edited once, last by Martin Seebeck (April 28, 2022 at 10:25 PM).

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