Wenn sich Hörspielcharaktere komplett verändern...

  • Was haltet ihr davon, wenn sich lieb gewonnene Charaktere in ihrem Wesen plötzlich völlig verändern?

    Weiche Charaktere im Hörspielbereich fallen euch ein die eine solche „Wesensveränderung“ durch gemacht haben? Worin ist diese begründet?

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Bestes Beispiel Steven/ Gabriel ( Burns).
    Oder Will Mallmann in Dracula (2) [Roman].

    Eine bessere Idee gibts für mich gar nicht, wenn eine Figur, eine solche Metamorphose durchlebt und der Hörer damit überrascht wird...

    The Jokes on you!

  • Manchmal passt eine solche Veränderung und geht Hand in Hand mit der Geschichte, die er durchlebt. Manchmal gibt es aber keinen plausiblen Grund für diese Veränderung und es stört, weil man dies nur schwer nachvollziehen kann. @Fader war ja immer auf der Suche nach solchen Hörspielen in denen der Protagonist eine solche Wandlung durchleben muss. Er hat dann immer Mark Brandis als Paradebeispiel für solch eine Metamorphose und Charaterweiterentwicklung angeführt. Vielleicht kann @Fader dies hier noch einmal anführen, wieso und weshalb. Ich habe seinen thread nicht mehr gefunden.

    Mir selbst fallen 2 Beispiele ein wo ich es als störend empfinde und wo der genaue Werdegang dieser Wesensveränderung nicht wirklich nachvollziehbar ist.

    Da wäre einerseits Tim aka Tarzan aus TKKG. Er war früher das Rauhbein, der Frechdachs, der auch mal seine Fäuste und Judokenntnisse zu Hilfe nahm, wenn nichts anderes mehr half. Heute ist er weichgespült, spiegelt eine heutige political Correctness dar, die zwar als aktueller Zeitgeist angesehen werden darf und kann. Warum er sich jedoch in der Geschichte so verändert hat, eventuell weil er mal eine zu viel aufs Maul bekommen hat, weil er sich nun mehr fernöstlichen Tugenden wie Zen-Buddhismus oder Yoga zu gewendet hat, wird niemals erklärt.

    Ganz ähnlich verhält es sich bei der Serie Lady Bedfort mit Max und der Lady selbst. Max kam zu Beginn immer als einfältiger, ja fast etwas zurück gebliebener schüchterner junger Mann daher. Dieses Rollenbild ändert sich im Laufe der Serie komplett. Es mag durchaus sein, dass man seine Veränderung durch die vielen Erlebnisse erklären kann. Aber in dieser Vehemenz wirkt es doch überraschend und unglaubwürdig, man vergleiche Folge 1-10 mit der 99. Das ist wie Tag und Nacht. Ganz ähnlich verhält es sich bei der Lady selbst. Sie ist zu Beginn unter Barbara Ratthey eine überaus resolute, selbstbewusste, teilweise arrogante und von sich eingenommene und zu Max manchmal sogar bösartige Lady, die sich dem Standesunterschied durchaus bewusst. Ich erinnere nur daran wo sie Max gleich zwei Mal mit dem Fahrrad 20km hin und her fahren ließ damit er telefoniert. Je nachdem welche Sprecherin gerade die Lady Bedfort sprach, änderte sich auch ihr ganzes Wesen und mal überwog jene mal die andere Charaktereigenschaft. Das wirkt schon störend und ist wohl auch nicht nur durch die Sprecherwechsel sondern auch durch die Autorenwechsel zu begründen. Hier hätte man seitens der Macher aber durchaus etwas strengere Kriterien an den Tag legen können, ja manchmal müssen.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Mir würde Foster aus der titelgebenden Serie einfallen. Zu Anfang ist er ja schon irgendwie ein Arsch, hat aber sein Herz noch am rechten Fleck, durch die schlimmen Erfahrungen die er durchlebt wird er aber zum herzlosen Arschloch.

    Die Wandlung ist logisch auch wenn sie mich traurig stimmt. :)

  • Manchmal passt eine solche Veränderung und geht Hand in Hand mit der Geschichte, die er durchlebt. Manchmal gibt es aber keinen plausiblen Grund für diese Veränderung und es stört, weil man dies nur schwer nachvollziehen kann. @Fader war ja immer auf der Suche nach solchen Hörspielen in denen der Protagonist eine solche Wandlung durchleben muss. Er hat dann immer Mark Brandis als Paradebeispiel für solch eine Metamorphose und Charaterweiterentwicklung angeführt. Vielleicht kann @Fader dies hier noch einmal anführen, wieso und weshalb. Ich habe seinen thread nicht mehr gefunden.


    Naja, hier war das ja weniger ein Bruch
    im Erzählen durch Autorenwechsel o.ä., sondern eher ein Älterwerden des Charakters. Und damit dann auch Erfahrungen in der Vergangenheit, die auf die Gegenwart Einfluss haben.

    Brandis wird zum Alki, befreit sich mal zeitweise, hat Rückfälle, bis er dann den Dienst bei der VEGA quittiert und seinen eigenen Laden leitet - ab dem Moment ist Ruhe an dieser Front. Er wird abgeklärter und müder in der Serie. Aber eigentlich ist diese Art Veränderung ja nicht das, was gemeint ist, oder?

    They call me the Fader. Which is what I'm about to do.

    Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, d.h. man darf sie kostenlos nutzen.
    Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. man darf sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.

  • @Fader Warum soll das nicht gemeint sein? #gruebel# Ich denke Brandis passt da schon recht gut hinein #jaja# Du hast die Gründe ja schön angeführt.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Das wirkt schon störend und ist wohl auch nicht nur durch die Sprecherwechsel sondern auch durch die Autorenwechsel zu begründen. Hier hätte man seitens der Macher aber durchaus etwas strengere Kriterien an den Tag legen können, ja manchmal müssen.


    Irgendetwas, was dir in meinen Folgen aufgefallen ist und hätte strenger kontrolliert werden müssen? ;)

    "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

    Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver

  • Um dies ganz speziell von Folge zu Folge sagen zu können, müsste ich wirklich mal eine Serien-Rezi machen und alle Folgen am Stück hören. Ich habe nur gerade die ersten 10 Folgen gehört und danach 4 spätere Folgen inklusive der 99 und da war das dann schon auffällig. Die Namen der Protagonisten waren die selben, ihr Verhalten aber doch anders als zu Beginn.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ah, verstehe. Wobei man über 90 Folgen hinweg natürlich durchaus auch schon so etwas wie Entwicklung durchlaufen kann als Charakter. :)

    "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

    Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver

  • Auf Max bezogen Ja, womöglich von einem schüchternen, fast leicht zurück gebliebenen hin zu einem extrovertierten und bestimmenden Charakter ist zwar ein weiter weg, aber dass ist möglicher Weise denkbar. Bei einer älteren Frau hingegen wird sich der Charakter in den letzten 10 Jahren ihres Lebens wohl schwerlich so stark ändern.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Gibt es weitere Beispiele von Charaktere, die sich im Laufe ihres Seriendaseins stark geändert haben? Und wenn Ja ist dies immer nur auf Grund der Geschichte passiert, in der sich die Figur bewegt oder hat es manchmal auch damit zu tun dass sich die Zeiten einfach geändert haben, Stichwort Tarzan in den 80igern und Tim in den 20igern dieses Jahrtausends?

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

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