Was stört Euch bei Hörspielen?

  • Was geht Euch inhaltlich beim Hörspielhören so richtig auf den Zeiger? Was löst bei Euch einen Impuls aus, dass Ihr auf Stopp drückt, den Autoren/Produzenten verflucht oder dies den Charakter so unsympathisch macht, dass Ihr ihm die Pest an den Hals wünscht. Hier mal meine Topp-Fünf:

    • Mit vollem Mund sprechen
    • “... wollen Sie ein Glas Wasser ...“
    • “... ist da Jemand ...“
    • “... wenn Sie mit DIES UND JENEM nicht aufhören, rufe ich die Polizei ...“
    • “... ich habe doch gar nichts getan ...“
    • ...
  • Solche furchtbaren Dialoge, die etwas erklären, was man auch sehr gut mit Geräuschen darstellen kann und dem Hörer zumuten, das auch selbst zu erkennen.

    Sowas wie:
    - "Ich mache jetzt die Tür auf."
    - "Es gewittert draußen."
    - "Er hat geschossen."

    ___________________________________________________________________________________________________

    Ich bin heute so farbenfroh, ich habe fünf verschiedene Schwarztöne an.

  • Die "asiatischen Dialekte" in den älteren Europa-Hörspielen, wo erwachsene Menschen besonders weich sprechen und aus dem r ein l machen. Das klingt so unglaubwürdig und stört mich bei jedem Hören.

  • Mich „stört“, dass mir für dieses Hobby die Euphorie und Begeisterung innerhalb der Jahre [irgendwie] verloren gegangen ist.
    Für mich ist es nur noch ein Unterhaltungs/Zeitvertreib bei Autofahrten zur Arbeit oder sonst wo geworden...
    Sprich, so euphorisch wie bei Markus, wird es bei mir nie (mehr)sein...
    [Deshalb kann ich seine Euphorie emotional nicht nachempfinden( aber zumindest verstehen)]. :)

    The Jokes on you!

  • @Evil Ich denke ich bin auch so euphorisch weil ich auf Grund von Audible, Streaming und Downloads in Hörspiele hören kann, die Du leider nie zu Ohr bekommst, weil Du Dich denen ja als reiner CDler verschließt. :P Trotzdem sind es gerade meine CDs und MCs, die ich endlich wieder in Regalen stehen habe, die meine Hörspielfreude noch einmal steigen ließen ^^

    Back to topic - Allgemein gesprochen stört mich eventuell an Hörspielen, dass die Lobby und die dahinter stehende Finanzkraft dafür so klein ist, dass gewisse Themen aus der Literatur einfach zu kostspielig sind, als dass man diese vertonen könnte. Ich denke da an Miss Marple, Stephen King oder Harry Potter, um Beispiele zu nennen.

    Im Speziellen stört mich in Hörspielen wenn der „Täter“ gegen Ende der Geschichte lang und breit erklärt warum er seine Tat gemacht hat. Oder wenn überhaupt zu viele Szenen mit zu langen Erklärungen vorhanden sind.

    Ansonsten fällt mir jetzt nix was mir nicht gefällt.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Doch, doch ich weiß was - dazu hatten wir auch schon mal einen thread - und zwar ärgert es mich, wie @Chiara wenn mit grauenhaften Dialekt oder Akzent gesprochen wird. Gerade wenn ich an so manche Versuche denke Wienerisch zu sprechen, stellt es mir die Haare auf, Stichwort Marotsch der Vampirkiller oder Dämonenkiller Folge 2. Und wenn von Seiten des Skriptautors so gar nicht auf Kultur und Namen des Handlungsortes Rücksicht genommen wird. So geschehen im Hörspiel DAS MAL (eine Hörspiel-Triologie von Hurst Media) ...

    Damals hatte ich folgende Kritik geäußert:

    Quote

    Für mich als Österreicher und Kenner von Land und Leute wirken aber Namen wie Josephine, Jenny, Kim oder Jost als störend. Hier hätte man doch besser recherchieren können. Ebenso tut es meinen Ohren weh, wenn Einwohner eines kleinen niederösterreichischen Städtchens Brötchen (statt Semmeln) verlangen und ein Kommissar (statt einem Gendarm oder einem Inspektor) ermittelt. Einem deutschen Hörer wird dies vielleicht nur bedingt auffallen, einem Österreicher reißen solche Kleinigkeiten (sind sie das?) aber aus dem Geschehen.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • @Evil
    Du bist einfach ein "Grantler" :P
    Ne Spaß beiseite ich kenne es. Ich höre fast nur altes Zeug, weil ich zu 95% abends höre.

    Ansonsten wurde das meiste schon genannt. Falsche Aussprache, Akzente, ablesen, Overacting (drei ??? Seit erster Tour), immer gleichen alten Geräusche, ellenlange Monologe, zb O23 Folge 13 Wissen der Menschheit.

  • Wurde in der Tat schon einiges genannt. Ergänzen möchte ich an der Stelle Action-Szenen, bei denen man das Gefühl hat, dass einfach nur der Klang-Teppich eines Films umgesetzt wurde, man komplett auf einen Erzähler verzichtet und man als Hörer nur dasitzt und denkt: äh, und was passiert da jetzt eigentlich gerade? Kann mal bitte jemand das Bild dazu schalten...

  • Was mir auch gerade einfällt, mich stört es wenn ein Name von den Sprechern im gleichen Hörspiel unterschiedlich ausgesprochen wird, z.B. in dem 2. Teil von der Hörsturz Gruselserie.

    Da ist ein Deutscher (oder Österreicher) namens Tobias. Die Protagonisten sprechen den Namen richtig in deutsch aus, der Erzähler verenglischt ihn aber, also Tobeiäääs.

    Das geht gar nicht, sowas muss der Regie auffallen!

  • Stimmt daran kann ich mich auch erinnern. Die ganze Zeit spricht man von Tobias und in einer der letzten Szenen nennt ihn der Erzähler Ernst Meincke Tobaies. Das verwundert insofern, dass ich meine dass Meincke ihn auch bereits Tobias genannt hatte...

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

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