Das wiederum empfinde ich als stark übertrieben. Exklusivität bedeutet für nicht, dass es für alle Zeiten in Stein gemeißelt ist. Exklusiv bedeutet für mich dass es zum aktuellen Zeitpunkt exklusiv ist und für die nächste Zeit exklusiv bleibt. Niemand kann sagen was in 5, 10 oder 20 Jahren sein wird. Ich persönlich befürworte die „aktuelle“ Exklusivität, hab aber kein Problem damit wenn zum Beispiel die neue MotU-Serie nach Abschluss in den Stream wandert. Ich fände hier zum Beispiel einen weiteren exklusiven Deal in einigen Jahren mit der Holy-App eine tolle Sache! Oder wenn wir einige der großartigen AUDIBLE-Hörspiele in einem Jahrzehnt auf CD oder im Stream bei einem anderen Anbieter hören könnten. Ich würde dies sogar begrüßen.
Wie steht Ihr zur Exklusivität in der Hörspielszene?
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Genau da sehe ich das eigentliche Problem von "Exklusivität".
Es kommt auf die getätigten Aussagen an.
Gibt es eine "Limitierte Auflage" dann erwarte ich als Käufer eigentlich, das man es eben im Anschluss nicht im Stream "für lau" erhältlich ist. Ausnahme wäre das es von vorne herrein kommuniziert wird.
Und da ist der Knackpunkt, das es Transparenz dann "Verlaufsschädigend" sein könnte.Naja wenn alle CDs weg sind, das Produkt sich refinanziert hat und eine gewisse Zeit vergangen ist. Darf man schon ruhig es anders neu veröffentlichen. Man darf auch nicht die Kunst dahinter vergessen und ein Künstler will ja das sein Werk bewundert wird und freut sich sicher über soviel Hörer wie möglich.
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Man darf auch nicht die Kunst dahinter vergessen und ein Künstler will ja das sein Werk bewundert wird und freut sich sicher über soviel Hörer wie möglich.
Ja, das Kunst bewundert werden soll ist klar, nur was macht dann die Aussage einer "Exklusivität" oder gar "Limitierung" für einen Sinn? Keinen!
Und seien wir ehrlich. "Exklusivität" und "Limitierung" verkommt zu reinen Verkaufsargumenten wenn sie im nachhinein, wie auch immer, umgangen wird. -
Egal wie man es betrachtet, „Exklusivität“ ist IMMER ein Verkaufsargument und tut dem Label gut. 👍
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Ja, das Kunst bewundert werden soll ist klar, nur was macht dann die Aussage einer "Exklusivität" oder gar "Limitierung" für einen Sinn? Keinen!
Und seien wir ehrlich. "Exklusivität" und "Limitierung" verkommt zu reinen Verkaufsargumenten wenn sie im nachhinein, wie auch immer, umgangen wird.es gibt immer eine Hintertür. Man könnte es dann so darstellen; „Exklusiv auf CD und sonst keinem anderen Optischer Datenträger… Streaming war nie die Rede“ oder „Jub die CD war limitiert, es wird keine nachpressungen geben, daher nun im Stream“.
Jetzt nicht auf MOTU bezogen, waren aber bereits gängige Aussagen von bekannten Filmfirmen. Wenn es darum ging das ein Film als exklusiv verkauft wurde und später kam doch noch ne andere Version. Oder „Exklusiv nur auf Amazon Prime“ zack aufeinmal steht die Blu-Ray im Laden. Jub war halt nur zeitlich begrenzt exklusiv. -
Eine exklusive LP- oder Kassettenpressung nehme ich gern mit, dafür zahle ich auch mehr. Aber ich habe auch kein Problem damit, wenn es gleichzeitig oder später im Stream und/oder Download erscheint. Ich finde es immer wichtig, dass so viele Menschen wie möglich die Chance haben, das Hörspiel zu hören, auch wenn sie nur wenig Geld zur Verfügung haben. Mir wird dadurch doch auch nichts weggenommen.
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Ist eine Exklusivität heutzutage wo mit Streaming das (große ?) Geld gemacht wird überhaupt noch praktikabel?
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Ich denke das Exklusivität heute deutlich schwieriger geworden ist als noch vor einigen Jahren.
Die meisten Hörer möchten ein Hörspiel unkompliziert hören und machen sich wenig Gedanken darüber, ob etwas exklusiv, limitiert oder nur auf einem bestimmten Vertriebsweg erhältlich ist. Für viele zählt vor allem, dass die nächste Folge ihrer Lieblingsserie verfügbar ist.
Exklusivitäten sprechen meiner Meinung nach vor allem Sammler an. Das ist eine leidenschaftliche, aber eben auch vergleichsweise kleine Gruppe. Deshalb stellt sich natürlich die Frage, ob der zusätzliche Aufwand und die Kosten in einem vernünftigen Verhältnis zur tatsächlichen Nachfrage stehen.
Und man darf nicht vergessen: Nach Exklusivitäten wird oft laut gerufen, aber ob sie am Ende auch in ausreichender Zahl gekauft werden, ist noch einmal eine ganz andere Frage. Zwischen dem Wunsch nach etwas Besonderem und der tatsächlichen Kaufentscheidung liegen manchmal Welten. 😊
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Geht es hier nur um Exklusivität bei Datenträger? Ich denke, die geht langsam dem Ende zu, weil es jährlich weniger Hardwaresammler gibt. Aber im digitale Bereich gibt die Exklusivität immer noch. Audible und Holysoft haben sehr viele Titel exklusiv nur über das eigene Portal / die eigene App. Aber auch bei anderen Hörbücher-Portalen lese ich von Zeit zu Zeit über exklusiven Titel.
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Geht es hier nur um Exklusivität bei Datenträger? Ich denke, die geht langsam dem Ende zu, weil es jährlich weniger Hardwaresammler gibt. Aber im digitale Bereich gibt die Exklusivität immer noch. Audible und Holysoft haben sehr viele Titel exklusiv nur über das eigene Portal / die eigene App. Aber auch bei anderen Hörbücher-Portalen lese ich von Zeit zu Zeit über exklusiven Titel.
Da würde ich tatsächlich unterscheiden. Bei Datenträgern sehe ich das ähnlich wie du. Die klassische Exklusivität für CD, Kassette oder Vinyl spricht heute vor allem noch Sammler an und diese Gruppe wird vermutlich eher kleiner als größer.
Im digitalen Bereich sieht das aber anders aus. Da gibt es Exklusivität nach wie vor und teilweise sogar sehr erfolgreich. Audible ist dafür wahrscheinlich das bekannteste Beispiel, aber auch Holysoft oder andere Plattformen setzen darauf.
Die Frage ist für mich eher, wie lange eine Exklusivität bestehen bleibt. Dauerhaft nur auf einer Plattform verfügbar zu sein, schränkt die Reichweite natürlich ein. Für einen gewissen Zeitraum kann das aber durchaus funktionieren, wenn die Plattform groß genug ist oder den Hörern einen echten Mehrwert bietet.
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Ich denke wenn man seine CDs, Vinyl an Frau oder Mann bringen möchte, dann macht es schon Sinn exklusiv zu veröffentlichen. Wobei man unterscheiden muss. Ich denke bei einem Einzelhörspiel oder einer Mini-Serie kann dies schon eine praktikable Sache sein, zumindest temporär nur auf dem Medium oder nur auf einer App zu veröffentlichen. Manchmal kann man auch nur zum Teil exklusiv veröffentlichen, wie es der Ohrenkneifer macht, in dem es die Extras nur exklusiv auf der CD gibt. Für Endlosserien, die im Fliessbandverfahren produziert werden, macht eine exklusive VÖ wohl wenig Sinn.
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Für Endlosserien, die im Fliessbandverfahren produziert werden, macht eine exklusive VÖ wohl wenig Sinn.
Kommt, wie immer, auf den Standpunkt an.
z.B. die Sinclair Sammelboxen finde ich ziemlich gelungen, hat natürlich das Risiko das die "normalen Folgen" sich evtl. nicht so gut verkaufen, weil man auf die Box wartet.
Aber z.B. könnte man einen Teil einer haptischen Auflage bei Endlosserien exklusiv mit Autogrammen, Rabattgutscheinen, Sammelkarten etc. versehen.
Gerade wenn man es eben in Kooperation mit einem Seller wie Amazon, JPC oder Pop macht. -
Lustig. Früher hätte ich bei exklusiven Boxen, Vinyl, etc. immer direkt zugegriffen. Heute nervt mich Exklusivität tatsächlich. Ich finde es geradezu diskriminierend, wenn Inhalte nicht für alle verfügbar sind.
Ich hab kein Problem damit, wenn die regulären Streamer x Wochen nach CD Release erst beliefert werden, wenn dann (gerade innerhalb einer Serie) Folgen aber gar nicht eingestellt werden, dann nervt das nur, animiert mich aber sicher nicht zum Kauf... -
Wenn es dem Label gut tut, dann ist es letztlich auch gut für die Hörspielfans. Von daher begrüße ich Exklusivität, auch weil sie den immer mehr in der Komfortzone befindlichen Hörspielfan vom All-You-can-eat-Buffet wegholen und er das Galadinner wieder zu schätzen lernt.
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Ich denke, dass da die Ohrenkneifer einen gesunden Mittelweg gehen. Exklusivität nein, aber für CD-Käufer direkt beim Label gibt es z.B. signierte Skriptseiten. Also ein ganz besonderes Goodie für Fans und Sammler. Oder mal ein Making Of. Also nichts vom Hauptprodukt, was allen Anderen normalen Käufern vorenthalten wird, aber ein "I-Tüpfelchen" für die direkten Unterstützer.
Eine andere Idee wären exklusive Sammelschuber als Dreingabe für Abo-Kunden, die es ja bei Comics/Büchern auch schon gab. Eine bessere Idee, als im Nachhinein nochmal günstiger eine Sammelbox zu verkaufen.
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Heute nervt mich Exklusivität tatsächlich. Ich finde es geradezu diskriminierend, wenn Inhalte nicht für alle verfügbar sind.
Puhhh, das ist eine harte Aussage.
Warum sollten Inhalte für alle verfügbar sein und sind sie das etwa nicht?
Jeder kann wenn er möchte die CD etc. erwerben. Bei "Limited Editions" muss man halt schnell sein
Das bedeutet für mich verfügbar.
Wenn du allerdings meinst "kostenlos" oder "frei" verfügbar, dann bin allerdings eindeutig anderer Meinung.
Auch wenn ich "links-grün-versifft" bin, muss es doch klare Grenzen beim Eigentum geben.
Sprich, ich sehe Streaming als absolut negativ für Kunstschaffende an, denn die Bezahlung an die "Einzelnen" ist unter aller Sau.
Und da ist es mir egal ob per Bezahl-Abo oder kostenlos. Es muss für alle Kunstschaffenden auskömmlich sein.
Erst dann kann man von fairer Entlohnung sprechen.Ich denke, dass da die Ohrenkneifer einen gesunden Mittelweg gehen. Exklusivität nein,
Doch, die Werkstattberichte sind exklusiv auf CD. Und das finde ich recht gut.
Wenn ich mich nicht irre, gab es das bei Sinclair Folge 75 z.B. umgekehrt, da gab es den Prolog nur auf Apple Music.
Und selbst das bedeutet für mich "verfügbar" denn wenn ich den Inhalt unbedingt hören möchte, dann buche ich das eben entsprechen. -
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