Welche Filme/Serien habt ihr zuletzt geschaut?

  • Was aber de facto eine kommerzielle Auswertung unmöglich macht.

    Nicht nur in dem Genre, Hollywood produziert doch seit so vielen Jahren nur mehr Schrott. Eigentlich jeden Hollywood Mainstream Film hab ich ziemlich zügig abgebrochen.

    Citizen Vigilante will ich mit deutscher Synchro schauen und warte auf die Blu-Ray im Oktober, die es bei unseren Nachbarn zu kaufen gibt:

    https://www.gameware.at/info/space/Citizen+Vigilante+kaufen

    Dort habe ich sie Anfang der Woche vorbestellt. Mir geht es auch so wie Chris: Unabhängig von den ganzen, subtilen Hinweisen, die in aktuelle Hollywood-Produktionen eingebaut werden, finde ich aktuelle Produktionen einfach ungenügend und verschwende damit meine Zeit auf alle Fälle nicht mehr. Lust zum Schauen aktueller Streifen kommt sowieso nicht auf. Den letzten guten Film den ich sah war MICHAEL. Und da davor war ich im ELVIS Film und davor im dritten DOWNTON ABBEY im Kino.

    Den neuen MASTERS OF THE UNIVERSE schaue ich mir nach reifer Überlegung im Heimkino an. Irgendwie komme ich mit dem He-Man (Darsteller wie Optik) nicht klar. Ich freue mich sogar noch mehr darauf, den Film mit Dolph Lundgren in der nächsten Zeit wieder zu schauen.

    Uwe Boll hat es in einem Interview richtig gesagt: Filme wie Good Fellas, Der Pate, The French Connection, Death Wish, Dirty Harry, uva. werden einfach nicht mehr gedreht. Weil solche Filme keine Unterstützung mehr erfahren bei der korrupten Jury der Oscars. Geschweige denn, als Macher verweigert man die Umsetzung diverser Quoten bei der Crew vor und hinter der Kamera. Dann wird man von Hollywood gemobbt und kalt gestellt. Wie es u.a. Mel Gibson und James Caviezel widerfahren ist.

  • Piranha

    Piranha gehört für mich zu den Filmen, die man leicht unterschätzen kann. Auf den ersten Blick wirkt er wie einer der vielen Nachahmer, die nach dem riesigen Erfolg von Der weiße Hai entstanden sind. Tatsächlich orientiert sich der Film deutlich an Spielbergs Klassiker, doch Joe Dante macht daraus etwas Eigenes. Statt den Versuch zu unternehmen, Der weiße Hai einfach zu kopieren, verbindet er Horror, Satire, schwarzen Humor und Science-Fiction zu einem herrlich unterhaltsamen B-Movie, das bis heute erstaunlich gut funktioniert.

    Die Geschichte beginnt mit dem Verschwinden zweier Jugendlicher, die in einer verlassenen Militäranlage auf tödliche Kreaturen stoßen. Die Privatdetektivin Maggie McKeown und der raubeinige Naturführer Paul Grogan gehen der Sache nach und entdecken schon bald das erschreckende Geheimnis. Im Rahmen eines geheimen Militärprojekts wurden genetisch veränderte Piranhas gezüchtet, die selbst kaltes Wasser überleben und sich unaufhaltsam vermehren können. Durch einen folgenschweren Fehler gelangen die Raubfische in einen Fluss und steuern direkt auf ein Ferienresort und ein Sommercamp zu, in denen hunderte Menschen ahnungslos ihren Urlaub verbringen.

    Was mir an Piranha besonders gefällt, ist die ungewöhnliche Mischung aus ernstem Horrorfilm und augenzwinkernder Satire. Joe Dante nimmt das gesamte Szenario nie vollkommen ernst. Immer wieder baut er kleine Seitenhiebe auf Militär, Bürokratie und Behörden ein, ohne dabei die Spannung zu vernachlässigen. Gerade dieser lockere Umgang mit dem Stoff hebt den Film von vielen anderen Tierhorrorfilmen der damaligen Zeit ab.

    Bradford Dillman überzeugt als Paul Grogan. Seine Figur ist kein klassischer Actionheld, sondern ein bodenständiger Familienvater, der mehr oder weniger unfreiwillig in die Katastrophe hineingerät. Heather Menzies ergänzt ihn als engagierte Maggie hervorragend. Gemeinsam bilden sie ein sympathisches Gespann, das glaubwürdig gegen eine Bedrohung kämpft, die längst außer Kontrolle geraten ist.

    Besonders interessant finde ich den Hintergrund der Piranhas. Anders als gewöhnliche Raubfische stammen sie hier aus einem geheimen Militärprojekt mit dem Namen "Operation Razorteeth". Während des Vietnamkriegs wurden sie genetisch verändert, um selbst in kalten Gewässern überleben und als biologische Waffe eingesetzt werden zu können. Dadurch erhält der Film eine deutliche Science-Fiction-Komponente, die ihn zusätzlich von anderen Tierhorrorfilmen unterscheidet.

    Natürlich merkt man dem Film sein vergleichsweise kleines Budget an. Die Piranhas bestehen überwiegend aus Gummimodellen, und manche Effekte wirken aus heutiger Sicht etwas schlicht. Trotzdem besitzt gerade diese handgemachte Machart ihren ganz eigenen Charme. Vieles wird nicht direkt gezeigt, sondern entsteht im Kopf des Zuschauers durch geschickte Schnitte, hektische Unterwasseraufnahmen und die panischen Reaktionen der Opfer. Gerade dadurch wirkt der Film häufig wirkungsvoller als manche moderne CGI-Produktion.

    Für die Spezialeffekte war unter anderem Phil Tippett verantwortlich, der später mit Filmen wie Star Wars, Jurassic Park und Mad God Filmgeschichte schreiben sollte. Auch Chris Walas arbeitete an den Make-up- und Gore-Effekten mit. Besonders schön ist außerdem ein kleiner Stop-Motion-Moment mit einer bizarren Fisch-Mensch-Kreatur, der eine Hommage an Ray Harryhausen darstellt und zeigt, wie kreativ selbst ein Low-Budget-Film sein kann.

    Die Musik von Pino Donaggio trägt viel zur Atmosphäre bei. Seine Kompositionen wechseln geschickt zwischen spannungsgeladenem Horror und beinahe ironischer Abenteuerstimmung. Dadurch unterstützt der Soundtrack genau den Ton, den Joe Dante für seinen Film gewählt hat.

    Interessant ist auch die Geschichte hinter der Veröffentlichung. Universal Pictures dachte zunächst darüber nach, den Film gerichtlich stoppen zu lassen, weil zeitgleich Der weiße Hai 2 in die Kinos kam. Doch ausgerechnet Steven Spielberg selbst äußerte sich positiv über Piranha und bezeichnete ihn später sogar als den besten aller Der weiße Hai-Nachahmer. Damit war die Diskussion praktisch beendet und der Film konnte regulär erscheinen.

    Heute besitzt Piranha längst Kultstatus. Viele spätere Tierhorrorfilme orientierten sich an seinem Mix aus Horror und Humor. Es folgten eine Fortsetzung, ein Fernsehremake von 1995 sowie Alexandre Ajas äußerst blutiges Remake Piranha 3D aus dem Jahr 2010, das wiederum eine eigene Fortsetzung erhielt.

    Für mich bleibt allerdings das Original von 1978 der interessanteste Film der Reihe. Er besitzt genau diesen Charme vieler Roger-Corman-Produktionen: wenig Geld, dafür jede Menge Ideen, Humor und Kreativität. Joe Dante zeigt bereits hier viel von dem Stil, der später auch Filme wie Gremlins oder Meine teuflischen Nachbarn so besonders machen sollte.

    Natürlich ist Piranha kein perfekter Horrorfilm. Manche Effekte sind sichtbar gealtert, einige Figuren bleiben eher einfach gezeichnet und die Handlung ist stellenweise vorhersehbar. Doch genau das gehört für mich zum Reiz des Films. Er nimmt sich nie wichtiger, als er ist, unterhält durchgehend und verbindet Spannung, Satire und Monsterfilm auf äußerst sympathische Weise.

    Für mich ist Piranha deshalb weit mehr als nur ein billiger Der weiße Hai-Abklatsch. Es ist ein intelligenter, selbstironischer und äußerst unterhaltsamer Tierhorrorfilm, der bis heute zu den besten Vertretern seines Genres gehört und völlig zurecht den Status eines echten Kultfilms genießt.

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  • Den Film habe ich in der Tat noch nie gesehen. Das werde ich aber bestimmt nachholen. Danke für die Infos. Klingt sehr gut.

    Mit Barbara Steele...👍 Ich hoffe, die »Hexe Asa« wird nicht von den Flossenviechern vertilgt...🤣

  • Das war damals in den 70 ern bestimmt noch eine spannende Zeit, mit Kino-Filmen wie Jaws (1975), Orca der Killerwal (1977), Piranha(78) oder die Höllenfahrt der Poseidon(1972). Da hat man im Kino bestimmt noch gezittert, und CGI gab es noch nicht. Oder Erdbeben (1974) muß auch für die Kinobesucher aufregend gewesen sein! ich meine mich aber noch erinnern zu können, als 1978 im Radio für Piranha Werbung gemacht wurde.

    The Jokes on you!

  • Das war damals in den 70 ern bestimmt noch eine spannende Zeit, mit Kino-Filmen wie Jaws (1975), Orca der Killerwal (1977), Piranha(78) oder die Höllenfahrt der Poseidon(1972). Da hat man im Kino bestimmt noch gezittert, und CGI gab es noch nicht. Oder Erdbeben (1974) muß auch für die Kinobesucher aufregend gewesen sein! ich meine mich aber noch erinnern zu können, als 1978 im Radio für Piranha Werbung gemacht wurde.

    Erdbeben fand ich auch immer schon recht heftig.

    Die Szene, als die Mutter von den herabfallenden Glassplittern getroffen wird... und ihr Kind das mit ansehen muss...😩

    Oder auch wie die den Fahrstuhl an der Sperrmauer öffnen und der Ertrunkene denen entgegen fällt...🤔

    Ansonsten Spannend ohne Ende.👍

    Top-Film - sollte ich mir wieder mal anschauen... und ein-, zweimal die Augen kurz zumachen... dann geht's.

  • Uwe Boll hat es in einem Interview richtig gesagt: Filme wie Good Fellas, Der Pate, The French Connection, Death Wish, Dirty Harry, uva. werden einfach nicht mehr gedreht.

    Die Liste könnte man so, so, so, so lang weiterführen.

    Hab Citizen Vigilante jetzt fertiggeschaut, jede Wette, da wird es einen zweiten Teil geben ^^

    Guter Artikel dazu: https://www.nzz.ch/feuilleton/kin…det-ld.10012693

    "wenig subtiler Film" ist sensationelle Untertreibung, ich glaube Dr. Boll hat in all seinen Filmen noch keine einzig subtile Szene gedreht ^^

    “Life can't just be about solving one miserable problem after another, that can't be the only thing, they need to be things that inspire you and that make you glad to wake up in the morning and be part of humanity”

    Edited once, last by Chris (June 28, 2026 at 12:51 PM).

  • Gremlins

    Gremlins gehört für mich zu den Filmen, die sich bis heute einfach nicht in eine Schublade stecken lassen. Er ist Weihnachtsfilm, Horrorfilm, Komödie, Fantasy und Satire zugleich. Genau diese ungewöhnliche Mischung macht seinen ganz besonderen Reiz aus. Als Kind faszinieren einen vor allem Gizmo und die frechen Gremlins, später entdeckt man immer mehr von dem schwarzen Humor und den bissigen Anspielungen, die Joe Dante in den Film eingebaut hat. Für mich gehört Gremlins deshalb bis heute zu den originellsten Filmen der Achtzigerjahre.

    Die Geschichte beginnt eigentlich ganz harmlos. Der etwas tollpatschige Erfinder Randall Peltzer entdeckt in einem kleinen Laden in Chinatown ein geheimnisvolles Wesen namens Gizmo und nimmt es als Weihnachtsgeschenk für seinen Sohn Billy mit nach Hause. Doch mit dem niedlichen Mogwai sind drei einfache Regeln verbunden: Er darf keinem hellen Licht ausgesetzt werden, niemals mit Wasser in Berührung kommen und vor allem niemals nach Mitternacht gefüttert werden. Natürlich dauert es nicht lange, bis diese Regeln gebrochen werden und aus dem liebenswerten Gizmo eine ganze Horde chaotischer und äußerst gefährlicher Gremlins entsteht, die an Heiligabend das beschauliche Kingston Falls ins totale Chaos stürzen.

    Was mir an Gremlins besonders gefällt, ist dieser ständige Wechsel zwischen Niedlichkeit und Bedrohung. Gizmo gehört für mich bis heute zu den sympathischsten Filmfiguren überhaupt. Man möchte ihn am liebsten sofort mit nach Hause nehmen. Gleichzeitig zeigt der Film, wie aus denselben Wesen innerhalb kürzester Zeit bösartige kleine Monster werden können. Gerade dieser Kontrast funktioniert hervorragend und sorgt dafür, dass der Film bis heute seinen ganz eigenen Charakter besitzt.

    Joe Dante gelingt dabei etwas, was nur wenige Regisseure schaffen. Er verbindet Horror und Komödie so selbstverständlich miteinander, dass beides perfekt funktioniert. Es gibt Szenen, die wirklich spannend und teilweise sogar überraschend düster sind, direkt gefolgt von herrlich absurden Momenten voller Slapstick und schwarzem Humor. Besonders die Gremlins selbst entwickeln im Laufe des Films immer mehr eigene Persönlichkeiten. Sie trinken, rauchen, feiern, schauen Filme im Kino oder treiben in der Stadt ihren völlig verrückten Unsinn. Gerade dadurch wirken sie viel lebendiger als gewöhnliche Filmmonster.

    Auch die Besetzung überzeugt mich. Zach Galligan spielt Billy als sympathischen Durchschnittshelden, der unfreiwillig in dieses Chaos hineingerät. Phoebe Cates ergänzt ihn hervorragend als Kate, deren berühmte Weihnachtsgeschichte über den Tod ihres Vaters bis heute zu den ungewöhnlichsten und gleichzeitig makabersten Szenen des Films gehört. Diese Mischung aus Tragik und schwarzem Humor zeigt sehr deutlich, wie mutig Gremlins damals erzählt wurde.

    Besonders beeindruckend finde ich die handgemachten Spezialeffekte. Sämtliche Mogwais und Gremlins entstanden durch aufwendige Puppen, Animatronics und praktische Tricks. Gerade deshalb besitzen die Figuren bis heute eine enorme Persönlichkeit. Man merkt, wie viel Liebe und Detailarbeit in jeder Bewegung steckt. Moderne Computeranimation hätte wahrscheinlich vieles einfacher gemacht, aber kaum denselben Charme erzeugt. Gizmo wirkt auch heute noch erstaunlich lebendig.

    Ein weiterer großer Pluspunkt ist die Musik von Jerry Goldsmith. Seine Kompositionen wechseln mühelos zwischen märchenhaften Klängen für Gizmo und hektischen, fast schon verspielten Melodien während des Gremlins-Chaos. Dadurch bekommt der Film eine ganz eigene Atmosphäre, die sofort wiedererkennbar ist. Auch die Songs der Achtzigerjahre passen perfekt zu diesem verrückten Weihnachtsabenteuer.

    Interessant finde ich außerdem, dass Gremlins weit mehr ist als bloße Unterhaltung. Hinter dem Monsterchaos verstecken sich zahlreiche satirische Seitenhiebe auf Konsum, Technik und die amerikanische Vorstadtidylle. Joe Dante nimmt den Weihnachtsrummel ebenso aufs Korn wie den sorglosen Umgang der Menschen mit Dingen, die sie eigentlich gar nicht verstehen. Dadurch gewinnt der Film eine zusätzliche Ebene, die man als Kind oft noch gar nicht wahrnimmt.

    Bei seiner Veröffentlichung sorgte Gremlins allerdings auch für Diskussionen. Viele Eltern erwarteten aufgrund des niedlichen Gizmos einen harmlosen Familienfilm und waren überrascht, wie düster und teilweise brutal manche Szenen tatsächlich ausfielen. Zusammen mit Indiana Jones und der Tempel des Todes trug der Film schließlich sogar dazu bei, dass in den USA die neue Altersfreigabe PG-13 eingeführt wurde. Allein das zeigt, welchen Einfluss Gremlins auf die Filmgeschichte hatte.

    Der riesige Erfolg führte später zu Gremlins 2 – Die Rückkehr der kleinen Monster, der allerdings noch deutlich verrückter und satirischer ausfiel als das Original. Dennoch bleibt für mich der erste Film der stärkere, weil hier Horror, Humor und Weihnachtsstimmung noch wunderbar ausgewogen miteinander harmonieren.

    Für mich ist Gremlins bis heute ein echter Klassiker der Achtzigerjahre. Der Film schafft etwas, das nur wenige Weihnachtsfilme oder Horrorfilme erreichen: Er funktioniert in beiden Genres gleichzeitig hervorragend. Mit seinem einzigartigen Mix aus niedlichen Figuren, anarchischem Humor, handgemachten Spezialeffekten und überraschend bissigem Horror besitzt er einen Charme, der auch nach über vierzig Jahren nichts verloren hat.

    Gremlins ist für mich deshalb weit mehr als nur ein Monsterfilm. Er ist ein liebevoll gemachtes, wunderbar verrücktes Weihnachtsmärchen für Erwachsene und Jugendliche, das bis heute zeigt, wie kreativ, mutig und originell das Unterhaltungskino der Achtzigerjahre sein konnte. Gizmo gehört für mich längst zu den unvergesslichen Filmikonen dieser Zeit – und Stripe zu den unterhaltsamsten kleinen Bösewichten, die das Kino je hervorgebracht hat.

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  • Flesh Gordon 2- Schande der Galaxies [1989/Trash-Erotik-Comedy-Weltraum-Abenteuer mit Vince Murdocco, Robyn Kelly etc-]

    Ultra trashige Flash Gordon Verarsche, die ihr besser nicht anschauen solltet! :evil:

    The Jokes on you!

  • Habe mir gestern den Film "Angelica" angesehen. Ein Gothic-Horrorfilm, der im viktorianischen Englang spielt, hat mich doch recht gut unterhalten. Allerdings würde ich ihn eher unter leichtem Grusel einordnen.

    Die Verkäuferin Constance begegnet dem attraktiven Wissenschafter Joseph Barton. Nach kurzer Zeit heiraten die beiden und bekommen eine Tochter, Angelica. Da eine weitere Schwangerschaft aber den Tod für Constance bedeuten würde, müssen die beiden nun enthaltsam leben. Constance flüchtet sich in die Erziehung der Tochter und entdeckt etwas seltsames in dessen Zimmer, das jedoch nicht real zu sein scheint. Bis auch die kleine Angelica von nächtlichen Ereignissen berichtet.

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    Ich bin heute so farbenfroh, ich habe fünf verschiedene Schwarztöne an.

  • Flesh Gordon 2- Schande der Galaxies [1989/Trash-Erotik-Comedy-Weltraum-Abenteuer mit Vince Murdocco, Robyn Kelly etc-]

    Ultra trashige Flash Gordon Verarsche, die ihr besser nicht anschauen solltet! :evil:

    Die beiden Teile sind mir letztens beim Filmregal umräumen ins Auge gefallen und liegen seitdem auf dem To-Watch Stapel ;)

  • Rocketeer

    Rocketeer gehört für mich zu den Filmen, die viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätten, als sie damals bekommen haben. Obwohl er an den Kinokassen hinter den Erwartungen blieb, besitzt er bis heute einen ganz besonderen Charme. Er erinnert an die klassischen Abenteuer-Serials der Dreißiger- und Vierzigerjahre, verbindet Superheldenfilm, Luftfahrt-Abenteuer, Spionagethriller und nostalgisches Hollywood-Flair auf eine Weise, die heute fast einzigartig wirkt. Für mich ist Rocketeer deshalb einer der sympathischsten und unterschätztesten Disney-Filme überhaupt.

    Die Geschichte spielt im Los Angeles des Jahres 1938. Der junge Stuntpilot Cliff Secord träumt davon, als Kunstflieger groß herauszukommen. Durch Zufall entdeckt er jedoch einen geheimnisvollen Raketenrucksack, der ursprünglich von Howard Hughes entwickelt wurde. Plötzlich kann Cliff fliegen, ohne ein Flugzeug zu benötigen. Seine spektakulären Rettungsaktionen machen ihn schnell als geheimnisvollen "Rocketeer" bekannt. Doch mit dem Raketenrucksack interessieren sich plötzlich nicht nur das FBI und Howard Hughes für ihn, sondern auch skrupellose Gangster und ein gefährlicher Nazi-Spion, der das Fluggerät für das Dritte Reich in die Hände bekommen will.

    Was mich an Rocketeer immer begeistert, ist seine Atmosphäre. Joe Johnston fängt das Amerika kurz vor dem Zweiten Weltkrieg wunderbar ein. Die Art-déco-Architektur, die Flugshows, die klassischen Automobile, die eleganten Nachtclubs und das goldene Hollywood ergeben zusammen eine Welt, in der man sich sofort verliert. Der Film wirkt wie ein liebevoll zum Leben erwecktes Abenteuerheft aus längst vergangenen Zeiten.

    Billy Campbell ist als Cliff Secord vielleicht kein typischer Actionheld, gerade das macht ihn aber so sympathisch. Er ist kein unbesiegbarer Superheld, sondern ein ganz normaler junger Mann, der durch Zufall in eine außergewöhnliche Situation gerät. Cliff macht Fehler, handelt oft aus dem Bauch heraus und wächst erst nach und nach in seine Rolle hinein. Dadurch wirkt seine Figur angenehm menschlich.

    Jennifer Connelly gehört für mich ebenfalls zu den großen Stärken des Films. Als Jenny Blake bringt sie Charme, Wärme und Selbstständigkeit mit. Anders als viele weibliche Figuren ähnlicher Abenteuerfilme ist sie keineswegs nur das klassische Opfer, sondern greift selbst aktiv in die Handlung ein und spielt eine wichtige Rolle bei der Entlarvung des eigentlichen Bösewichts.

    Besonders viel Spaß macht Timothy Dalton als Neville Sinclair. Seine Figur ist eine offensichtliche Anspielung auf Errol Flynn und verbindet eleganten Hollywood-Star mit skrupellosem Nazi-Agenten. Dalton genießt diese Rolle sichtlich und verleiht Sinclair genau die richtige Mischung aus Charme, Arroganz und Bedrohlichkeit. Für mich gehört er zu den unterhaltsamsten Schurken der Neunzigerjahre.

    Auch Alan Arkin als Mechaniker Peevy sorgt immer wieder für sympathische Momente. Seine väterliche Freundschaft zu Cliff bildet das emotionale Fundament der Geschichte. Dazu kommen Paul Sorvino als Gangsterboss Eddie Valentine und Terry O'Quinn als Howard Hughes, die beide ebenfalls hervorragend besetzt sind.

    Visuell ist Rocketeer bis heute beeindruckend. Joe Johnston legt großen Wert auf praktische Effekte, Miniaturmodelle und klassische Stuntarbeit. Industrial Light & Magic sorgt zwar für spektakuläre Spezialeffekte, doch sie stehen nie im Vordergrund, sondern unterstützen lediglich die Geschichte. Gerade deshalb altern die Flugszenen erstaunlich gut und besitzen bis heute eine ganz eigene Glaubwürdigkeit.

    Besonders gelungen finde ich auch das Design des Rocketeer-Anzugs. Der glänzende Metallhelm, die Lederjacke und der Raketenrucksack wirken gleichzeitig futuristisch und vollkommen passend zur Zeit der Dreißigerjahre. Dieses ikonische Erscheinungsbild gehört für mich zu den schönsten Superheldenkostümen überhaupt und orientiert sich erfreulich eng an der Comicvorlage von Dave Stevens.

    Ein weiterer Höhepunkt ist die Musik von James Horner. Sein kraftvoller, heroischer Soundtrack vermittelt genau jenes Gefühl von Abenteuer und Aufbruch, das den gesamten Film trägt. Sobald Cliff mit dem Raketenrucksack durch die Luft fliegt, entwickelt die Musik eine mitreißende Dynamik, die diese Szenen noch eindrucksvoller macht.

    Erzählerisch ist Rocketeer bewusst klassisch aufgebaut. Es geht nicht um düstere Superhelden oder komplizierte moralische Konflikte, sondern um Mut, Freundschaft, Liebe und den Kampf gegen das Böse. Genau diese altmodische Erzählweise macht für mich einen großen Teil seines Charmes aus. Der Film erinnert an eine Zeit, in der Abenteuerfilme vor allem Spaß machen wollten.

    Leider blieb der große Erfolg an den Kinokassen aus. Obwohl Kritiker den Film überwiegend positiv bewerteten und Disney ursprünglich sogar eine ganze Trilogie plante, wurden sämtliche Fortsetzungen nach dem enttäuschenden Einspielergebnis gestrichen. Das finde ich bis heute sehr schade, denn die Welt des Rocketeer hätte problemlos Stoff für weitere Abenteuer geboten.

    Mit den Jahren hat sich Rocketeer jedoch zu einem echten Kultfilm entwickelt. Viele Zuschauer entdeckten ihn erst auf Video oder später auf DVD und Blu-ray. Heute genießt der Film einen deutlich besseren Ruf als noch Anfang der Neunzigerjahre und wird oft als einer der unterschätztesten Comicfilme seiner Zeit bezeichnet.

    Für mich bleibt Rocketeer ein liebevoll gemachtes Abenteuer voller Nostalgie, großartiger Figuren und klassischer Heldengeschichten. Joe Johnston gelingt hier eine Hommage an das alte Hollywood, an die Luftfahrtpioniere und an die großen Abenteuer-Serials vergangener Jahrzehnte. Gerade weil der Film nicht versucht, größer oder spektakulärer zu sein als nötig, besitzt er bis heute einen ganz eigenen Zauber.

    Rocketeer ist für mich deshalb einer jener Filme, die man immer wieder gern anschaut. Er verbindet Herz, Humor, Spannung und Abenteuergefühl auf wunderbare Weise und erinnert daran, dass ein guter Held manchmal nichts weiter braucht als Mut, einen Raketenrucksack und den Traum, einfach fliegen zu können.

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  • The Game

    The Game ist für mich einer dieser Thriller, die einen von Anfang an in ein unangenehmes Gefühl der Unsicherheit ziehen. Man schaut nicht einfach nur zu, sondern beginnt selbst zu zweifeln: Was ist echt, was ist inszeniert, wer spielt mit wem, und wo endet dieses Spiel eigentlich?

    Im Mittelpunkt steht Nicholas Van Orton, ein reicher Investmentbanker aus San Francisco, gespielt von Michael Douglas. Er ist erfolgreich, kontrolliert, kühl und innerlich einsam. An seinem 48. Geburtstag erhält er von seinem Bruder Conrad ein ungewöhnliches Geschenk: die Teilnahme an einem geheimnisvollen Spiel der Firma Consumer Recreation Services. Was zunächst wie ein exklusiver Zeitvertreib wirkt, greift bald immer tiefer in Nicholas’ Leben ein.

    Gerade Michael Douglas passt perfekt in diese Rolle. Er kann diese Mischung aus Arroganz, Kontrolle, Verletzlichkeit und wachsender Panik hervorragend spielen. Nicholas ist kein besonders sympathischer Mensch, aber gerade deshalb funktioniert seine Reise so gut. Der Film nimmt ihm nach und nach alles, worüber er sich definiert: Geld, Macht, Sicherheit, Würde und Kontrolle.

    David Fincher inszeniert das mit einer eiskalten Präzision. San Francisco wirkt hier nicht romantisch oder offen, sondern dunkel, elegant und bedrohlich. Die alten Gebäude, die noblen Restaurants, die nächtlichen Straßen und die kühle Farbgebung erzeugen eine Atmosphäre, in der hinter jeder Tür eine neue Falle lauern könnte. Man spürt ständig, dass Nicholas beobachtet wird.

    Besonders stark ist für mich, wie der Film mit Paranoia spielt. Der Clown vor dem Haus, der Nachrichtensprecher, der plötzlich direkt mit Nicholas spricht, die verlassene CRS-Zentrale, die manipulierten Situationen, der Absturz mit dem Taxi ins Wasser – all diese Szenen wirken wie Stationen eines Albtraums. Das Spiel wird immer größer, absurder und bedrohlicher, bis Nicholas selbst nicht mehr weiß, ob er Opfer eines perfiden Plans oder nur Teil einer makabren Inszenierung ist.

    Sean Penn bringt als Conrad eine nervöse, unberechenbare Energie in den Film. Man weiß nie genau, ob er Nicholas helfen will, ob er selbst Opfer ist oder ob er mehr weiß, als er zugibt. Deborah Kara Unger als Christine bleibt ebenfalls bewusst schwer greifbar. Sie ist Helferin, Verführerin, Gegnerin und Teil des Rätsels zugleich.

    Natürlich lebt The Game stark von seiner Konstruktion. Der Film verlangt dem Zuschauer einiges an Bereitschaft ab, besonders im letzten Drittel. Nicht jede Wendung ist vollkommen realistisch, und das Finale kann man durchaus diskutieren. Aber für mich funktioniert es, weil der Film weniger ein realistischer Thriller als ein psychologisches Experiment ist. Es geht nicht nur darum, Nicholas zu täuschen, sondern ihn vollständig zu zerlegen.

    Interessant finde ich auch, dass The Game im Kern fast wie eine düstere Variante von Eine Weihnachtsgeschichte wirkt. Nicholas ist ein moderner Scrooge: reich, verschlossen, emotional verarmt. Das Spiel zwingt ihn, seine Ängste, seine Vergangenheit und seine Einsamkeit anzusehen. Am Ende geht es nicht nur um einen Trick, sondern um eine Art brutale Wiedergeburt.

    Howard Shores Musik unterstützt diese Stimmung sehr wirkungsvoll. Sie drängt sich nicht auf, sondern verstärkt das Gefühl von Kontrolle, Bedrohung und innerem Druck. Zusammen mit Harris Savides’ Kamera entsteht ein sehr typischer Fincher-Look: kühl, elegant, präzise und immer leicht unheimlich.

    Für mich ist The Game vielleicht nicht Finchers perfektester Film, aber einer seiner faszinierendsten. Er ist weniger brutal als Sieben und weniger ikonisch als Fight Club, aber er besitzt eine ganz eigene Spannung. Der Film hält einen fast durchgehend in einem Zustand des Misstrauens.

    Am Ende bleibt The Game für mich ein intelligenter, atmosphärisch dichter Mystery-Thriller, der vor allem durch Michael Douglas, David Finchers Inszenierung und sein Spiel mit Wahrnehmung überzeugt. Ein Film über Kontrolle, Paranoia und die Frage, wie viel von unserem Leben wirklich sicher ist, wenn jemand anderes beginnt, die Regeln zu schreiben.

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  • Ich erinnere mich noch dunkel an den Film Poldi. Ich war damals im Kino. Ich weiß nur noch die Szene als Michael Douglas mit dem Auto ins Wasser stürzt, und dann von Tauchern geborgen wird. Ist das schon ewig her. 1997...Ich bin in den 90ern voll oft ins Kino gegangen, im Gegensatz zu heute.

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