Welche Filme/Serien habt ihr zuletzt geschaut?

  • Ich war damals im Kino und es gab Lachstürme als das Schiff in den Kanälen von Venedig auftauchte. Es war kein sehr gutes Drehbuch. Und es ist eine Schande. Das hätte viel mehr Potiential gehabt....

    Genau für diesen legendären Unsinn liebe ich es. Zuvor der große Auftritt im endlosen Weltmeer, danach lugt die indische Nautilus in den engen Kanalgassen herum wie ein Schlauchboot. Ich hatte auch erst beim zweiten Mal Schauen verstanden, wer das Phantom überhaupt ist, nach großem Trara am Anfang ist der Antagonist erstmal weg ^^ dazu noch Sean Connerys finaler Film mit diesem Chaos. Super

  • DerPoldi stellt hier immer wieder Filme vor, die ich unbedingt mal wieder gucken muss. Die Liga der aussergewöhnlichen Gentlemen habe ich auch schon so oft gesehen. Der macht immer wieder Spaß. Auch wenn es da einige unlogische Szenen gibt. ^^

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    Ich bin heute so farbenfroh, ich habe fünf verschiedene Schwarztöne an.

  • Falsches Spiel mit Roger Rabbit

    Falsches Spiel mit Roger Rabbit gehört für mich zu den außergewöhnlichsten Filmen überhaupt. Es gibt viele Produktionen, die versuchen, Realfilm und Animation miteinander zu verbinden, aber kaum ein anderer Film schafft das mit einer solchen Selbstverständlichkeit und einem derartigen Ideenreichtum wie Robert Zemeckis' Werk aus dem Jahr 1988. Bis heute wirkt vieles darin wie Magie. Gerade wenn man bedenkt, dass der Film fast vollständig ohne Computeranimationen entstand, kann ich mich immer wieder nur darüber wundern, wie lebendig und glaubwürdig diese Welt geworden ist.

    Die Geschichte spielt im Los Angeles des Jahres 1947, in einer Welt, in der Menschen und Zeichentrickfiguren ganz selbstverständlich zusammenleben. Die Toons sind keine gezeichneten Figuren auf Zelluloid, sondern echte Stars, die in Filmstudios arbeiten und ihre Cartoons gewissermaßen spielen. Einer der bekanntesten von ihnen ist Roger Rabbit. Doch ausgerechnet er hat plötzlich Probleme, denn seine Eifersucht auf seine Frau Jessica Rabbit lässt ihn am Set immer wieder Fehler machen. Studioboss R. K. Maroon engagiert deshalb den Privatdetektiv Eddie Valiant, damit dieser Jessica beschattet und herausfindet, ob Roger tatsächlich betrogen wird.

    Bob Hoskins trägt den Film für mich mit einer unglaublichen Präsenz. Eddie Valiant ist kein strahlender Held, sondern ein gebrochener Mann. Seit sein Bruder Teddy bei einem Einsatz gegen einen Toon ums Leben gekommen ist, hat Eddie seinen Humor verloren und seinen Schmerz im Alkohol ertränkt. Gerade diese Figur macht den Film für mich so interessant, denn hinter all dem Slapstick und den verrückten Einfällen steckt im Grunde ein klassischer Film Noir mit einem desillusionierten Privatdetektiv, einer Verschwörung und einem dunklen Geheimnis.

    Als Marvin Acme ermordet wird und alle Beweise auf Roger Rabbit hindeuten, beginnt Eddie widerwillig zu ermitteln. Roger selbst versteckt sich bei ihm, was zu einigen herrlich komischen Szenen führt. Obwohl Roger mit seiner überdrehten Art zunächst das genaue Gegenteil von Eddie darstellt, entwickelt sich zwischen beiden eine wunderbare Dynamik. Gerade diese ungleiche Freundschaft gehört für mich zu den großen Stärken des Films.

    Charles Fleischer macht Roger Rabbit mit seiner Stimme zu einem unglaublich liebenswerten Charakter. Roger ist chaotisch, nervös, manchmal anstrengend, aber gleichzeitig besitzt er ein großes Herz. Man kann ihm einfach nicht böse sein. Und dann ist da natürlich Jessica Rabbit. Sie gehört bis heute zu den berühmtesten Figuren der Filmgeschichte. Ihr Auftritt ist legendär, doch was mir an ihr besonders gefällt, ist die Tatsache, dass sie weit mehr ist als nur ein Sexsymbol. Hinter ihrem glamourösen Äußeren verbirgt sich eine Frau, die ihren Mann ehrlich liebt und ihm treu ergeben ist. Ihr berühmter Satz „Ich bin nicht schlecht, ich bin nur so gezeichnet worden“ ist längst Kult geworden.

    Christopher Lloyd als Richter Doom sorgt dagegen für die düsteren Momente des Films. Schon bei seinem ersten Auftritt strahlt er etwas Unheimliches aus. Mit seinen Wiesel-Handlangern und seiner grausamen Erfindung, der sogenannten Suppe, die Toons vernichten kann, gehört er für mich zu den einprägsamsten Schurken der Achtzigerjahre. Die spätere Enthüllung seiner wahren Identität und seine Verbindung zum Tod von Eddies Bruder geben der Geschichte noch einmal zusätzliches Gewicht.

    Was mich bis heute besonders fasziniert, ist die technische Umsetzung. Richard Williams und die Tricktechniker haben hier etwas geschaffen, das noch immer atemberaubend aussieht. Die Zeichentrickfiguren werfen Schatten, bewegen reale Gegenstände, interagieren mit Schauspielern und wirken so selbstverständlich in die Welt integriert, dass man nach wenigen Minuten völlig vergisst, dass sie eigentlich gar nicht existieren. Gerade deshalb besitzt der Film für mich bis heute eine Zeitlosigkeit, die viele moderne Produktionen trotz aller Computertechnik nicht erreichen.

    Hinzu kommt die unglaubliche Fülle an berühmten Cartoonfiguren. Allein die Tatsache, dass Disney- und Warner-Figuren gemeinsam auftreten, macht den Film zu etwas Einmaligem. Micky Maus und Bugs Bunny, Donald Duck und Daffy Duck oder Betty Boop in derselben Produktion zu sehen, ist bis heute etwas ganz Besonderes. Solche Momente wirken wie eine Liebeserklärung an die goldene Zeit des klassischen Zeichentricks.

    Auch Alan Silvestris Musik begeistert mich immer wieder. Sein Soundtrack verbindet Jazz, Abenteuer und Cartoon-Elemente mit der Atmosphäre eines Film Noir und trägt enorm dazu bei, dass man sich vollkommen in dieses Los Angeles der vierziger Jahre hineinversetzt fühlt.

    Besonders gelungen finde ich außerdem, dass der Film trotz seines Humors nie nur eine reine Komödie ist. Hinter den verrückten Gags und den Slapstickeinlagen steckt eine erstaunlich clevere Geschichte über Macht, Gier und den Fortschritt. Der Plan, Toonstadt zu zerstören und stattdessen eine Autobahn zu errichten, erinnert nicht zufällig an die tatsächlichen Ereignisse rund um die Stilllegung vieler Straßenbahnsysteme in Amerika. Dadurch erhält die Geschichte sogar eine unerwartet ernste Ebene.

    Das Finale gehört für mich zu den Höhepunkten des Films. Die Enthüllung, dass Richter Doom selbst ein Toon ist und außerdem Eddies Bruder ermordet hat, sorgt für echte Spannung. Gleichzeitig gelingt dem Film ein versöhnlicher Abschluss. Eddie findet seinen Humor wieder, versöhnt sich mit den Toons und betritt gemeinsam mit Roger, Jessica und Dolores schließlich Toonstadt.

    Vielleicht spielt bei meiner Begeisterung auch ein wenig Nostalgie mit hinein, denn Filme wie dieser werden heute kaum noch gemacht. Aber selbst unabhängig davon bleibt Falsches Spiel mit Roger Rabbit für mich ein kleines Wunder des Kinos. Er verbindet Krimi, Komödie, Abenteuer, Film Noir und klassischen Zeichentrick auf eine Weise, die einzigartig ist. Dazu kommen fantastische Darsteller, unvergessliche Figuren, großartige Musik und Effekte, die auch Jahrzehnte später nichts von ihrem Zauber verloren haben.

    Für mich ist Falsches Spiel mit Roger Rabbit deshalb weit mehr als nur ein Trickfilm mit echten Schauspielern. Er ist eine Liebeserklärung an das Kino, an den klassischen Zeichentrick und an eine Zeit, in der Fantasie und handgemachte Magie noch im Mittelpunkt standen. Genau das macht ihn für mich bis heute zu einem echten Meisterwerk.

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  • Ich habe die Serie The Lost Symbol auf Paramount angesehen. Hat Spaß gemacht. Dan Browns Bücher haben also durchaus Potential auch als Serie zu funktionieren.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten

    Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten gehört für mich zu den Filmen, die genau das verkörpern, was ich an den Achtzigerjahren so liebe. Abenteuer, Romantik, Humor und sympathische Hauptfiguren verbinden sich hier zu einem herrlich unbeschwerten Kinoerlebnis, das bis heute nichts von seinem Charme verloren hat. Obwohl der Film oft im Schatten von Indiana Jones steht, besitzt er für mich seinen ganz eigenen Charakter und eine Wärme, die ihn zu etwas Besonderem macht.

    Im Mittelpunkt steht die erfolgreiche Liebesroman-Autorin Joan Wilder. Sie lebt zurückgezogen in New York und schreibt Geschichten über mutige Helden und große Gefühle, während ihr eigenes Leben eher ruhig und unspektakulär verläuft. Als ihre Schwester Elaine entführt wird und nur gegen eine geheimnisvolle Schatzkarte freikommen soll, findet sich Joan plötzlich mitten in Kolumbien wieder. Dort gerät sie in ein gefährliches Abenteuer voller Gangster, Militärs, Verfolgungsjagden und verborgener Schätze. Zu ihrem Glück trifft sie auf Jack T. Colton, einen draufgängerischen Abenteurer, der sie durch den Dschungel begleitet.

    Kathleen Turner ist für mich die eigentliche Seele des Films. Sie spielt Joan Wilder mit einer wunderbaren Mischung aus Verletzlichkeit, Humor und wachsendem Selbstbewusstsein. Gerade weil Joan keine klassische Actionheldin ist, sondern zunächst völlig überfordert wirkt, fiebert man umso mehr mit ihr mit. Im Laufe des Films entwickelt sie sich immer mehr zu einer Frau, die lernt, ihre eigenen Träume zu leben, statt sie nur in ihren Romanen zu Papier zu bringen.

    Michael Douglas ist als Jack Colton einfach großartig. Er besitzt diese lässige Ausstrahlung, die perfekt zu einem Abenteuerhelden passt, ohne dabei geschniegelt oder unnahbar zu wirken. Zwischen ihm und Kathleen Turner entsteht eine Chemie, die den Film trägt. Ihre Wortgefechte, ihre unterschiedlichen Vorstellungen vom Leben und die langsam wachsende Liebe machen einen großen Teil des Reizes aus. Man nimmt den beiden jede gemeinsame Szene ab, und genau dadurch funktioniert auch die romantische Seite des Films so wunderbar.

    Danny DeVito sorgt als Ralph für viele komische Momente. Sein kleiner Ganove ist ständig einen Schritt zu spät, wird von allen Seiten überrumpelt und stolpert mehr oder weniger durch das Abenteuer. Gerade seine Szenen bringen immer wieder eine herrlich chaotische Komponente in die Geschichte. Zusammen mit Zack Norman als seinem Cousin Ira bilden die beiden ein wunderbar schräges Verbrecherduo.

    Was ich an dem Film besonders mag, ist die Mischung aus Abenteuerfilm und romantischer Komödie. Robert Zemeckis gelingt es, Action, Humor und Romantik so natürlich miteinander zu verbinden, dass der Film nie angestrengt wirkt. Die Geschichte nimmt sich nicht übermäßig ernst, besitzt aber trotzdem genug Spannung, damit man bis zum Ende mitfiebert. Man merkt einfach, dass hier alle Beteiligten Spaß an diesem Stoff hatten.

    Optisch versprüht der Film diesen unverwechselbaren Achtzigerjahre-Charme. Die Aufnahmen in Mexiko verleihen dem Dschungelabenteuer eine authentische Atmosphäre. Statt künstlicher Kulissen oder überladener Spezialeffekte setzt der Film auf echte Schauplätze, was ihm bis heute zugutekommt. Die Flüsse, Berge, kleinen Dörfer und die wilden Landschaften sorgen dafür, dass man sich tatsächlich auf einer abenteuerlichen Schatzsuche fühlt.

    Auch Alan Silvestris Musik trägt enorm zur Atmosphäre bei. Schon hier ist die Zusammenarbeit zwischen ihm und Robert Zemeckis zu spüren, die später mit Filmen wie Zurück in die Zukunft oder Falsches Spiel mit Roger Rabbit noch legendär werden sollte. Seine Musik verbindet Romantik, Spannung und Abenteuer auf wunderbare Weise und bleibt sofort im Ohr.

    Interessant finde ich auch die Geschichte hinter dem Film. Robert Zemeckis galt damals nach einigen Misserfolgen noch nicht als großer Regisseur. Tatsächlich verlor er während der Produktion sogar den Regieposten bei Cocoon, weil die Studios nicht an den Erfolg des Films glaubten. Umso erstaunlicher ist es, dass Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten schließlich zu einem riesigen Erfolg wurde und Robert Zemeckis dadurch überhaupt erst die Möglichkeit erhielt, wenig später Zurück in die Zukunft zu drehen. In gewisser Weise verdanken wir Marty McFly und den DeLorean also auch diesem Film.

    Natürlich erinnert die Schatzsuche mit ihren exotischen Schauplätzen und den zahlreichen Gefahren an Jäger des verlorenen Schatzes. Doch während Indiana Jones stärker auf Action und Archäologie setzt, lebt Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten vor allem von seinen Figuren und ihrer Beziehung. Das Abenteuer ist hier zugleich eine Reise zu sich selbst. Joan erlebt endlich die Romantik, über die sie sonst nur schreibt, und Jack findet vielleicht zum ersten Mal etwas, das ihm wichtiger ist als seine Freiheit.

    Dass es später mit Der Juwel vom Nil eine Fortsetzung gab, überrascht nicht, denn die Chemie zwischen Michael Douglas, Kathleen Turner und Danny DeVito war einfach zu gut. Die drei sollten einige Jahre später mit Der Rosenkrieg erneut gemeinsam vor der Kamera stehen und auch dort hervorragend harmonieren.

    Für mich ist Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten bis heute einer der charmantesten Abenteuerfilme der Achtzigerjahre. Er besitzt Witz, Romantik, sympathische Figuren und genau jenes unbeschwerte Abenteuergefühl, das viele moderne Produktionen manchmal vermissen lassen. Man spürt die Freude am Erzählen, die Liebe zu den Figuren und diesen ganz besonderen Zauber, der einen immer wieder zurückkehren lässt.

    Vielleicht ist der Film nicht ganz so ikonisch wie Indiana Jones, aber gerade das macht ihn für mich so sympathisch. Er will gar kein großes Spektakel sein, sondern einfach ein unterhaltsames Abenteuer mit Herz. Und genau deshalb gehört Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten für mich zu den schönsten und liebenswertesten Filmen, die die Achtziger hervorgebracht haben.

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  • Habe mir heute den ersten Spider-man Film von Sam Raimi nochmal angeschaut. Es ist nach wie vor ein monumentaler Film und ich kann nur erahnen was das für ein Ereignis gewesen sein muss für die Zuschauer und Fans. Dieser Film erinnert mich auch immer wieder daran, wie sehr mich diese Figur inspiriert und beeindruckt. Mein liebster Comic Held und ich glaube das wird sich nie ändern. Das liegt vor allem an der Figuren Zeichnung. Peter ist kein glatt gestriegelter Held, er macht Fehler, handelt teils aus Wut und Rache, er ist selbstsüchtig und lernt erst mit der Zeit, mit all der Verantwortung umzugehen.

  • Das war schon sehr toll damals, der erste gute Spiderman-Film auf großer Leinwand. Davor gab es ja nur die relativ schlechten Filme aus den 80ern.

    Hätte man vielleicht dabei belassen sollen, wie vieles im MCU hat man es dann später einfach übertrieben.

  • Ich fand schon den zweiten Film dann überambitioniert und stellenweise langatmig trotz denkwürdiger Effektszenen

    Teil 3 wiederum find ich im Gegensatz zur Konsensmeinung echt spaßig, allein schon für diese universell gehasste Sequenz. Ich liebe sie

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  • Habe mir heute den ersten Spider-man Film von Sam Raimi nochmal angeschaut. Es ist nach wie vor ein monumentaler Film und ich kann nur erahnen was das für ein Ereignis gewesen sein muss für die Zuschauer und Fans. Dieser Film erinnert mich auch immer wieder daran, wie sehr mich diese Figur inspiriert und beeindruckt. Mein liebster Comic Held und ich glaube das wird sich nie ändern. Das liegt vor allem an der Figuren Zeichnung. Peter ist kein glatt gestriegelter Held, er macht Fehler, handelt teils aus Wut und Rache, er ist selbstsüchtig und lernt erst mit der Zeit, mit all der Verantwortung umzugehen.

    Ich habe in den letzten Wochen alle Spider-Man Filme geschaut und sitze seitdem an einem Artikel darüber.

  • Succession

    Während der letzten vier Wochen habe ich mir die komplette Serie Succession angeschaut. Die Serie ist ein Highlight von all den neuen Serien, die während der letzten 10 Jahre produziert worden sind. Das Schauspielerensemble ist phantastisch, Die Geschichte ist innovativ und wendungsreich.

  • Ja, "Succession" war natürlich sehr super trotz gewisser Redundanzen und Oberflächlichkeiten eine positive Ausnahmeerscheinung.

    Derzeit schau auch ich natürlich „Citizen Vigilante“, verbieten lass ich mir schon mal gar nix, das war bei den Hörspielen und Computerspielen im 20. Jahrhundert schon nicht anders :P

    “Life can't just be about solving one miserable problem after another, that can't be the only thing, they need to be things that inspire you and that make you glad to wake up in the morning and be part of humanity”

  • Der Film ist ja nicht verboten, nur ungeprüft. Ich bin jetzt kein Fan von dem Film, er ist okay für das was er sein will, aber solche Themen wurden woanders schon besser thematisiert. Hätte irgendwer anders als Uwe Boll das Drehbuch geschrieben oder Regie geführt, würde ich ihn vielleicht sogar als gut bewerten. Aber dafür ist das Skript voller Mangelerscheinungen und weiß einfach null was es sein will. Gesellschaftskritik, Groteske oder einfach nur ein wenig Action Drama, der Film schwankt so sehr zwischen seinen Welten, das es einfach nicht hinhaut wie er es vielleicht könnte.

    Wenn man was gutes in dem Genre sehen will, muss man aber eh tief graben. Das letzte Haus Links ist zum Beispiel einer der besseren Filme dieser Gattung, I spit on your grave geht auch in Teilen noch klar. Aber Rape & Revenge Filme hatten es immer schwer mit der FSK, das Schicksal des Filmes war besiegelt als er angekündigt wurde, unabhängig von der politischen Einstellung.

  • Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil

    Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil ist einer dieser Filme, bei denen ich mich immer freue, die vertrauten Figuren noch einmal wiederzusehen. Zwar erreicht die Fortsetzung für mich nicht ganz die Leichtigkeit und Frische von Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten, trotzdem macht sie vieles richtig und bietet genau das, was man sich nach dem ersten Film wünscht: ein neues Abenteuer mit Joan Wilder, Jack Colton und Ralph.

    Die Geschichte setzt ein halbes Jahr nach den Ereignissen des ersten Films ein. Joan und Jack leben inzwischen gemeinsam auf Jacks Segelboot, doch der Alltag hat ihre Beziehung eingeholt. Während Joan nach einer neuen Herausforderung sucht und unter einer Schreibblockade leidet, möchte Jack weiterhin frei durch die Welt segeln. Als Joan das Angebot erhält, die Biografie des charismatischen Herrschers Omar Khalifa zu schreiben, glaubt sie, endlich neuen Stoff für ihre Bücher gefunden zu haben. Doch schon bald stellt sich heraus, dass Omar ein skrupelloser Diktator ist und Joan erneut mitten in ein gefährliches Abenteuer gerät.

    Was mir an der Fortsetzung besonders gefällt, ist, dass die Chemie zwischen Kathleen Turner und Michael Douglas praktisch unverändert funktioniert. Die beiden streiten, necken und versöhnen sich genauso charmant wie im ersten Film. Gerade dieses Zusammenspiel macht den größten Reiz der Reihe aus. Es geht nie nur um Schätze oder Verfolgungsjagden, sondern immer auch um zwei Menschen, die zwar füreinander bestimmt sind, sich aber regelmäßig gegenseitig in den Wahnsinn treiben.

    Kathleen Turner überzeugt erneut als Joan Wilder. Ihre Figur ist inzwischen selbstbewusster geworden, ohne ihren sympathischen Charme zu verlieren. Joan ist längst nicht mehr die unsichere Schriftstellerin aus New York, sondern eine Frau, die gelernt hat, sich auch in gefährlichen Situationen zu behaupten. Trotzdem bleibt sie menschlich und glaubwürdig, was sie zu einer der angenehmsten Heldinnen des Abenteuerkinos macht.

    Michael Douglas verkörpert Jack Colton wieder mit seiner lässigen Art. Er ist der klassische Abenteurer, der lieber handelt als lange nachdenkt, dabei aber immer das Herz am rechten Fleck hat. Man merkt, dass Douglas nicht nur Hauptdarsteller, sondern auch Produzent des Films war und sich sehr für das Projekt engagierte.

    Natürlich darf auch Danny DeVito als Ralph nicht fehlen. Wieder sorgt er für viele der humorvollsten Szenen des Films. Sein ständig scheiternder Ganove stolpert erneut von einer Katastrophe in die nächste, und obwohl er meist nur seinen eigenen Vorteil sucht, wächst einem die Figur erstaunlich schnell ans Herz. Ohne Ralph würde der Reihe ein wichtiger Teil ihres Humors fehlen.

    Das Abenteuer selbst verlegt sich diesmal von den Dschungeln Südamerikas in eine fiktive Wüstenregion Nordafrikas. Die Wüstenlandschaften, Paläste und orientalisch angehauchten Schauplätze verleihen dem Film eine ganz andere Atmosphäre. Auch wenn vieles eher märchenhaft als realistisch wirkt, passt genau das hervorragend zu diesem leichten Abenteuerstil.

    Spektakulär sind auch die zahlreichen Actionszenen. Verfolgungsjagden, Explosionen, Kämpfe und sogar die Flucht mit einem F-16-Kampfjet zeigen, dass die Fortsetzung größer und aufwendiger werden wollte als ihr Vorgänger. Nicht jede Szene wirkt heute noch völlig glaubwürdig, aber sie verbreiten genau diesen typischen Achtzigerjahre-Abenteuercharme, der ohne übermäßige Computertechnik auskommt und deshalb oft erstaunlich zeitlos wirkt.

    Ein weiteres Highlight ist für mich der Soundtrack. Billy Oceans When the Going Gets Tough, the Tough Get Going gehört untrennbar zu diesem Film. Der Song wurde zu einem internationalen Hit und transportiert die lockere, optimistische Stimmung des Films perfekt. Dass Michael Douglas, Kathleen Turner und Danny DeVito sogar im Musikvideo auftreten, macht das Lied bis heute zu einem wunderbaren Begleiter des Films.

    Hinter den Kulissen verlief die Produktion allerdings deutlich turbulenter als beim ersten Teil. Kathleen Turner war mit dem ursprünglichen Drehbuch überhaupt nicht zufrieden und wollte den Film zeitweise sogar verlassen. Erst umfangreiche Überarbeitungen sorgten dafür, dass sie schließlich doch mitspielte. Auch die Dreharbeiten in Marokko waren von großer Hitze, technischen Problemen und organisatorischen Schwierigkeiten geprägt. Umso erstaunlicher ist es, dass der Film am Ende dennoch so unterhaltsam geworden ist.

    Zwar wurde Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil von den Kritikern deutlich zurückhaltender aufgenommen als sein Vorgänger, doch an den Kinokassen war der Film erneut sehr erfolgreich. Viele bemängelten, dass der erste Film origineller gewesen sei und die Geschichte der Fortsetzung etwas formelhafter wirke. Ganz unrecht haben sie damit vielleicht nicht. Tatsächlich besitzt Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten den frischeren Überraschungseffekt. Trotzdem finde ich, dass Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil genau das liefert, was man von einer gelungenen Fortsetzung erwarten darf: bekannte Figuren, neue Schauplätze und ein weiteres unterhaltsames Abenteuer.

    Schade ist allerdings, dass die Reihe danach praktisch endete. Über viele Jahre wurden zwar immer wieder neue Fortsetzungen angekündigt, darunter The Crimson Eagle oder später Racing the Monsoon, doch keines dieser Projekte wurde jemals verwirklicht. Dabei hätten Jack, Joan und Ralph sicherlich noch viele weitere Abenteuer erleben können.

    Für mich bleibt Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil eine sehr sympathische Fortsetzung, die vielleicht nicht ganz den Zauber des Originals erreicht, aber dennoch jede Menge Spaß macht. Die wunderbare Chemie zwischen Michael Douglas und Kathleen Turner, Danny DeVitos herrlich chaotischer Humor, exotische Schauplätze und das typische Abenteuergefühl der Achtzigerjahre sorgen dafür, dass ich den Film immer wieder gern anschaue. Manchmal muss eine Fortsetzung das Rad gar nicht neu erfinden – manchmal reicht es völlig aus, noch einmal mit liebgewonnenen Figuren auf eine spannende Reise zu gehen.

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  • Der Film ist ja nicht verboten, nur ungeprüft.

    Was aber de facto eine kommerzielle Auswertung unmöglich macht.

    Hätte irgendwer anders als Uwe Boll das Drehbuch geschrieben oder Regie geführt, würde ich ihn vielleicht sogar als gut bewerten.

    Ich denke mal, wenn Uwe Boll draufsteht, dann wird wohl auch Uwe Boll drin sein 8) Ein Tarantino wird er keiner mehr, aber wer wird das schon.

    Wenn man was gutes in dem Genre sehen will, muss man aber eh tief graben

    Nicht nur in dem Genre, Hollywood produziert doch seit so vielen Jahren nur mehr Schrott (*). Darum schau ich Filme eigentlich auch nur mehr im Flugzeug, nicht mehr im Kino. Eigentlich jeden Hollywood Mainstream Film hab ich ziemlich zügig abgebrochen.

    (*) Sollte jemand einen guten Film kennen, nur her damit.

    Aber Rape & Revenge Filme hatten es immer schwer mit der FSK, das Schicksal des Filmes war besiegelt als er angekündigt wurde, unabhängig von der politischen Einstellung.

    Ich hab nix gegen eine FSK 18 Einstufung, ganz im Gegenteil. Aber FSK 18 nicht zu erteilen, um den Film zu canceln, das geht einfach nicht. Lustig natürlich, dass hier ein schöner Streisand Effekt auftritt und der Film jetzt komplett frei zu sehen ist, weil Elon sowas nicht durchgehen lässt :P

    Und das 30 Jahre nach dem Jahrhundertmeisterwerk "Funny Games".

    “Life can't just be about solving one miserable problem after another, that can't be the only thing, they need to be things that inspire you and that make you glad to wake up in the morning and be part of humanity”

  • Hab heute die zweite Staffel der Live Action Serie zu Avatar Herr der Elemente fertiggeschaut. Der Cartoon ist eine meiner absoluten Lieblingsserien und kann ich jedem empfehlen und obwohl ich nicht der größte Freund von Live Action Umsetzungen bin, finde ich diese sehr gut.

    Ich musste es aber im O-Ton schauen, da aufgrund des Netflix Sprecher Streiks so gut wie alle Synchronsprecher in der zweiten Staffel ausgetauscht wurden.

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