Welche Filme/Serien habt ihr zuletzt geschaut?

  • Judy

    "Judy" war für mich einer jener Filme, die vor allem von ihrer Hauptdarstellerin leben. Natürlich erzählt der Film die tragische Geschichte der letzten Lebensmonate von Judy Garland, einer der größten Entertainerinnen des 20. Jahrhunderts, doch was letztlich in Erinnerung bleibt, ist vor allem Renée Zellwegers beeindruckende Darstellung. Selten habe ich erlebt, dass eine Schauspielerin so vollkommen in einer realen Persönlichkeit aufgeht und dabei trotzdem keine bloße Kopie liefert.

    Der Film begleitet Judy Garland im Jahr 1968, als sie für eine Reihe von Konzerten nach London reist. Finanziell steht sie unter Druck, gesundheitlich ist sie angeschlagen, und die Belastungen eines Lebens im Rampenlicht haben deutliche Spuren hinterlassen. Gleichzeitig kämpft sie mit der Trennung von ihren Kindern, ihren Ängsten und den Folgen einer Kindheit, die von den Zwängen des Hollywood-Studiosystems geprägt wurde. Immer wieder kehrt die Handlung in Rückblenden zu den Dreharbeiten von Der Zauberer von Oz zurück und zeigt, wie früh Judy Garland unter enormen Leistungsdruck geriet.

    Was mich an Judy besonders beeindruckt hat, ist die Art, wie der Film seine Hauptfigur betrachtet. Er macht aus Judy Garland weder eine Heilige noch reduziert er sie auf ihre Probleme. Stattdessen zeigt er einen Menschen voller Widersprüche. Sie kann charmant, humorvoll und liebevoll sein, im nächsten Moment aber verletzlich, erschöpft oder selbstzerstörerisch wirken. Genau diese Vielschichtigkeit macht die Figur so greifbar und berührend.

    Renée Zellweger trägt den Film dabei nahezu allein. Ihre Darstellung ist für mich außergewöhnlich. Sie übernimmt nicht einfach nur Gestik, Stimme oder äußere Merkmale von Judy Garland, sondern vermittelt glaubhaft die Unsicherheit, die Sehnsucht nach Anerkennung und die tiefe Erschöpfung einer Frau, die ihr ganzes Leben auf Bühnen und vor Kameras verbracht hat. Dass sie für diese Rolle den Oscar gewann, überrascht mich kein bisschen. Für mich gehört diese Leistung zu den eindrucksvollsten Schauspielerinnen-Darbietungen der letzten Jahre.

    Besonders gelungen finde ich die musikalischen Szenen. Zellweger singt die Lieder selbst und schafft es dabei, nicht den perfekten Klang einer jungen Judy Garland nachzuahmen, sondern die gealterte, angeschlagene Künstlerin glaubwürdig zum Leben zu erwecken. Gerade dadurch gewinnen die Auftritte an emotionaler Kraft. Wenn Judy auf der Bühne steht und singt, spürt man förmlich, wie sehr Musik ihr Halt gibt und wie viel Kraft sie gleichzeitig kostet.

    Auch die Nebenrollen tragen viel zur Wirkung des Films bei. Jessie Buckley überzeugt als loyale Assistentin Rosalyn Wilder, die zwischen Bewunderung, Sorge und Frustration schwankt. Finn Wittrock verleiht Mickey Deans eine sympathische, wenn auch etwas tragische Note. Rufus Sewell sorgt als Sidney Luft ebenfalls für einige starke Momente. Dennoch bleibt klar, dass sich alles um Judy Garland dreht und die Nebenfiguren vor allem dazu dienen, verschiedene Facetten ihres Lebens sichtbar zu machen.

    Optisch wirkt der Film angenehm klassisch. Rupert Goold verzichtet auf große Effekte und konzentriert sich stattdessen auf Figuren, Atmosphäre und Emotionen. Die Londoner Schauplätze, die Konzertbühnen und die Rückblenden ins alte Hollywood erzeugen eine stimmige Zeitreise, ohne jemals künstlich zu wirken. Die Kamera bleibt meist nah bei Judy und verstärkt dadurch das Gefühl, ihr unmittelbar durch diese schwierige Lebensphase zu folgen.

    Natürlich erzählt Judy keine völlig neue Geschichte. Das Motiv des gefeierten Stars, der unter Ruhm, Einsamkeit und Abhängigkeiten leidet, kennt man aus vielen Biografien. Manche Entwicklungen verlaufen daher vorhersehbar. Doch die emotionale Ehrlichkeit des Films und vor allem die Leistung seiner Hauptdarstellerin sorgen dafür, dass dies kaum ins Gewicht fällt.

    Besonders bewegend ist für mich das Finale. Ohne große Effekthascherei zeigt der Film eine Frau, die trotz aller Rückschläge nie aufgehört hat, ihr Publikum zu lieben und von diesem geliebt zu werden. Gerade die letzten Auftritte besitzen eine Melancholie, die lange nachwirkt. Man weiß als Zuschauer, dass das Ende ihres Lebens unmittelbar bevorsteht, und genau dadurch erhalten viele Szenen eine zusätzliche emotionale Wucht.

    Für mich ist "Judy" vor allem ein eindrucksvolles Schauspielerinnen-Porträt und eine würdige Hommage an eine außergewöhnliche Künstlerin. Der Film mag erzählerisch keine großen Überraschungen bieten, doch Renée Zellweger liefert hier eine Leistung ab, die den gesamten Film trägt und ihn sehenswert macht. Wer sich für Judy Garland interessiert oder starke Charakterdramen mag, bekommt hier einen bewegenden, oft traurigen, aber zugleich sehr menschlichen Film, der seiner berühmten Hauptfigur mit viel Respekt begegnet.

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  • Habe heute mit "Spider-Noir" angefangen. Eine sehr interessante Serie und erfrischend anders für Spider-man Fans. Es ist sehr düster und brutal, hat einige sehr gut Action Szenen und Nicolas Cage geht erneut voll in der Rolle auf. Bin auf jeden Fall begeistert und hoffe, das uns noch mehr experimentelle Spidey Serien in Zukunft erwarten. Vielleicht besteht ja sogar wieder eine Chance, die auf Eis gelegte Silk Serie zu beleben. Gerade Cindy Moons Silk verdient eine Serien Adaption.

  • PREDATOR: Badlands /Sci Fi-Action /2025 mit Elle Fanning, Dimitrus Schuster-K.

    Siebter Predator Film, der zu 85 % nur aus Action besteht! Es kracht hinten und vorne fast ohne Pause mit unzähligen, gut-gemachten Computer-Effekten. Mit bunten Pflanzen, skurrilen Ungeheuern, Aliens und Androiden. Menschen gibt's bei Badlands keine!

    Kann man mal schauen.

    The Jokes on you!

  • Habe heute mit "Spider-Noir" angefangen. Eine sehr interessante Serie und erfrischend anders für Spider-man Fans. Es ist sehr düster und brutal, hat einige sehr gut Action Szenen und Nicolas Cage geht erneut voll in der Rolle auf. Bin auf jeden Fall begeistert und hoffe, das uns noch mehr experimentelle Spidey Serien in Zukunft erwarten. Vielleicht besteht ja sogar wieder eine Chance, die auf Eis gelegte Silk Serie zu beleben. Gerade Cindy Moons Silk verdient eine Serien Adaption.

    Werde ich mir auch noch zu gemüte führen

  • Die Witwe Clicquot

    "Die Witwe Clicquot" war für mich einer jener Filme, die eher leise daherkommen und gerade deshalb einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Statt auf großes Drama oder künstliche Spannung zu setzen, erzählt der Film die bemerkenswerte Geschichte einer Frau, die sich in einer von Männern dominierten Welt gegen alle Widerstände behauptet und dabei eine der berühmtesten Champagnermarken der Welt erschafft.

    Im Mittelpunkt steht Barbe-Nicole Clicquot, die nach dem frühen Tod ihres Ehemannes plötzlich vor einem Scherbenhaufen steht. Die Weinberge sind angeschlagen, das Geschäft kämpft ums Überleben und kaum jemand traut einer Frau zu, ein Unternehmen erfolgreich weiterzuführen. Doch anstatt aufzugeben, entscheidet sie sich, den Betrieb fortzuführen und neue Wege zu gehen. Gegen den Widerstand ihrer Umgebung entwickelt sie neue Methoden der Weinherstellung und legt damit den Grundstein für den späteren Welterfolg von Veuve Clicquot.

    Was mir besonders gefallen hat, ist die ruhige und elegante Erzählweise. Der Film nimmt sich Zeit für seine Figuren und verzichtet weitgehend auf die typischen Klischees vieler moderner Biografien. Statt große Reden zu schwingen oder künstliche Konflikte aufzublasen, zeigt er eine Frau, die mit Beharrlichkeit, Mut und Überzeugung ihren eigenen Weg geht.

    Haley Bennett trägt den Film nahezu allein auf ihren Schultern. Ihre Darstellung von Barbe-Nicole wirkt zurückhaltend, aber gleichzeitig unglaublich kraftvoll. Sie spielt die Figur nicht als laute Kämpferin, sondern als intelligente und entschlossene Frau, die sich von Rückschlägen nicht entmutigen lässt. Gerade diese ruhige Stärke macht ihre Darstellung so überzeugend. Man spürt förmlich, wie sehr sie an ihre Vision glaubt, selbst wenn nahezu alle anderen daran zweifeln.

    Auch Tom Sturridge hinterlässt als François Clicquot einen bleibenden Eindruck, obwohl seine Leinwandzeit vergleichsweise begrenzt ist. Die Rückblenden verleihen der Geschichte zusätzliche emotionale Tiefe und verdeutlichen, wie sehr Barbe-Nicole von den gemeinsamen Träumen geprägt wurde. Sam Riley überzeugt als Louis Bohne ebenfalls und sorgt dafür, dass die geschäftlichen Entwicklungen interessant bleiben.

    Optisch ist der Film ein Genuss. Die Aufnahmen der Weinberge, der Kellergewölbe und der französischen Landschaft besitzen eine wunderbare Eleganz. Die Kamera fängt die Atmosphäre des frühen 19. Jahrhunderts sehr stimmungsvoll ein. Man kann beinahe die feuchte Luft der Weinkeller spüren und die endlosen Reihen der Rebstöcke vor sich sehen. Die Bilder wirken hochwertig und verleihen dem Film eine fast meditative Ruhe.

    Besonders gefallen hat mir, dass der Film nicht nur die persönliche Geschichte einer bemerkenswerten Frau erzählt, sondern gleichzeitig einen Einblick in die Entstehung eines weltberühmten Unternehmens gibt. Dabei werden wirtschaftliche Entscheidungen und geschäftliche Risiken erstaunlich spannend dargestellt. Obwohl es im Kern um Wein und Handel geht, verliert die Geschichte nie ihre emotionale Seite.

    Natürlich darf man keine klassische Hollywood-Biografie erwarten. Der Film ist eher zurückhaltend und konzentriert sich auf Stimmungen, Figuren und Entwicklungen. Wer große Dramatik oder spektakuläre Wendungen sucht, könnte ihn vielleicht als etwas zu ruhig empfinden. Für mich passt dieses Erzähltempo jedoch hervorragend zur Geschichte und zur Hauptfigur.

    Auch die Musik unterstützt die Atmosphäre sehr gelungen. Sie drängt sich nie in den Vordergrund, begleitet die Handlung aber mit einer feinen Eleganz, die perfekt zu den Bildern und zum historischen Setting passt.

    Am Ende bleibt für mich ein schöner, stilvoll inszenierter Film über Mut, Durchhaltevermögen und den Glauben an die eigenen Ideen. "Die Witwe Clicquot" erzählt die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau mit viel Respekt und Gefühl, ohne sie zur überhöhten Heldin zu machen. Gerade diese Bodenständigkeit macht den Film so sympathisch.

    Für mich ist "Die Witwe Clicquot" ein kleines, aber sehr gelungenes Historiendrama, das durch seine starke Hauptdarstellerin, seine wunderschöne Bildsprache und seine ruhige Erzählweise überzeugt. Kein lauter Film, kein großes Spektakel, sondern eine elegante und inspirierende Geschichte über eine Frau, die ihrer Zeit weit voraus war und sich ihren Platz in der Geschichte erkämpfte.

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  • Gestern Abend waren wir ganz Markus G. ...😃

    Zuerst dieser Klassiker mit Orson Welles... und dann zum Einschlafen ein kleiner Abstecher ins Lungau...

    ... was eigentlich Zufall war. Ich sagte noch zu meiner Frau: »Jetzt sind wir ja schon wieder in Österreich gelandet...« 🤣

  • Motor Psycho/Russ Meyer-Thriller-Road-Movie von 1965, mit Barbarella Catton (Haji). Eine Motorradbande, bestehend aus drei jungen Männern, ziehen vergewaltigend und mordend durch die Wüste. Die Frau eines Tierarztes wird von den drei Burschen übelst zugerichtet, so dass Cory Maddox selbst beschließt, die Motorradgang erbarmungslos zu jagen. Er bekommt unverhofft Unterstützung von einer jungen Frau namens Ruby (Haji)...

    Die meisten Meyer-Streifen sind ja eher Sexplotation-Softsexfilmchen ohne Handlung und mit üppigen, bildhübschen (sexsüchtigen) Frauen. Bei Motorpsycho hat man es eher mit einem Thriller (oder Drama?) zu tun, welches das Thema traumatisierte Kriegsveterane etwas aufgreift. Für die damalige Zeit sicherlich ein packender Action-Film. Ich musste wieder auf die damalige S/W Zeit umswitchen, und brauchte einige Zeit, um mich auf den Film einzulassen, der nur 75 Minuten läuft. Fand den trotzdem recht sehenswert.

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  • No Way Out - Gegen die Flammen. Ein Feuerwehr-Drama das ruhige Töne anschlägt. Kein Helden-Epos sondern ein Blick hinter die Kulissen eines Jobs, der alles fordert. Empfehlenswert.

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  • Rendezvous mit Joe Black

    "Rendezvous mit Joe Black" gehört für mich zu den Filmen, die man entweder mit ganzem Herzen annimmt oder wahrscheinlich als viel zu lang und zu langsam empfindet. Ich gehöre eindeutig zur ersten Gruppe. Schon beim ersten Sehen hat mich dieser Film auf eine ganz besondere Weise berührt. Er erzählt keine gewöhnliche Liebesgeschichte und auch kein klassisches Fantasy-Drama, sondern beschäftigt sich mit den großen Themen des Lebens: Liebe, Verlust, Vergänglichkeit und die Frage, was ein erfülltes Leben eigentlich ausmacht.

    Im Mittelpunkt steht der erfolgreiche Medienunternehmer Bill Parrish, der kurz vor seinem 65. Geburtstag plötzlich Besuch vom Tod persönlich erhält. Doch der Tod kommt nicht als schaurige Gestalt mit Sense, sondern nimmt die Gestalt eines jungen Mannes an und nennt sich Joe Black. Neugierig auf das menschliche Leben begleitet er Bill für einige Zeit und lernt dabei Gefühle, Sehnsüchte und schließlich auch die Liebe kennen.

    Bereits die Grundidee hat mich immer fasziniert. Der Tod wird hier nicht als Monster oder Feind dargestellt, sondern als neugieriges Wesen, das die Menschen verstehen möchte. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche Mischung aus Fantasie, Romantik und existenzieller Lebensbetrachtung. Der Film stellt immer wieder die Frage, was das Leben wertvoll macht, und liefert darauf keine einfachen Antworten.

    Anthony Hopkins ist für mich das Herzstück des Films. Seine Darstellung von Bill Parrish besitzt eine unglaubliche Wärme und Würde. Man spürt in jeder Szene die Lebenserfahrung dieser Figur, ihre Liebe zu ihrer Familie und gleichzeitig ihre Angst vor dem unausweichlichen Ende. Hopkins gelingt es, selbst kleine Dialoge mit großer Bedeutung zu füllen. Für mich gehört das zu seinen stärksten Leistungen überhaupt.

    Brad Pitt hatte es in seiner Rolle sicherlich nicht leicht. Er spielt schließlich keine normale Figur, sondern den Tod, der versucht, menschliches Verhalten zu verstehen. Seine oft seltsam wirkenden Bewegungen, seine neugierigen Blicke und seine Unsicherheit gehören deshalb bewusst zur Figur. Ich kann verstehen, warum seine Darstellung damals unterschiedlich aufgenommen wurde, für mich funktioniert sie aber erstaunlich gut. Gerade die Momente, in denen Joe Black die kleinen Dinge des Lebens entdeckt, besitzen einen besonderen Charme.

    Claire Forlani bringt als Susan eine große Natürlichkeit in den Film. Die Liebesgeschichte zwischen ihr und Joe entwickelt sich langsam und ruhig, was heute fast ungewohnt wirkt. Gerade deshalb wirkt sie auf mich glaubwürdig. Es geht nicht um schnelle Romantik, sondern um echte Gefühle und die Erkenntnis, dass manche Begegnungen das eigene Leben für immer verändern können.

    Was den Film für mich besonders macht, ist seine Atmosphäre. Martin Brest inszeniert die Geschichte mit einer fast eleganten Gelassenheit. Viele Szenen nehmen sich bewusst Zeit. Blicke, Gespräche und kleine Gesten erhalten Raum zur Wirkung. Das mag für manche Zuschauer zu langsam sein, für mich gehört genau das zum Reiz des Films. Er hetzt nie von einem Ereignis zum nächsten, sondern lädt dazu ein, sich auf die Figuren und ihre Gedanken einzulassen.

    Visuell ist Rendezvous mit Joe Black ein wunderschöner Film. Die Bilder wirken edel und zeitlos. Besonders die Szenen im Anwesen der Familie Parrish besitzen eine fast märchenhafte Eleganz. Kameramann Emmanuel Lubezki erschafft Bilder, die auch heute noch beeindruckend aussehen und dem Film seine besondere Atmosphäre verleihen.

    Hinzu kommt die wundervolle Musik von Thomas Newman. Sein Score gehört für mich zu den schönsten Filmmusiken der 1990er Jahre. Die melancholischen Klänge unterstreichen die emotionalen Momente perfekt und verleihen vielen Szenen eine zusätzliche Tiefe. Noch heute reicht oft schon ein einzelnes Musikstück aus dem Soundtrack, um mich sofort wieder an den Film zu erinnern.

    Natürlich hat der Film auch Schwächen. Die Laufzeit von über drei Stunden ist enorm, und manche Handlungsstränge rund um die Firmenübernahme hätten durchaus etwas kompakter ausfallen können. Gelegentlich verliert die Geschichte etwas an Tempo. Dennoch hat mich das nie wirklich gestört, weil die Figuren und die Atmosphäre stark genug sind, um mich durchgehend zu fesseln.

    Besonders bewegend finde ich das Finale. Ohne große Effekthascherei erreicht der Film einen emotionalen Höhepunkt, der für mich jedes Mal funktioniert. Die Abschiede, die Erkenntnisse der Figuren und die leise Melancholie des Endes gehören zu den Momenten, die lange nach dem Abspann im Gedächtnis bleiben.

    Für mich ist "Rendezvous mit Joe Black" einer dieser seltenen Filme, die mit zunehmendem Alter sogar noch gewinnen. Als junger Zuschauer sieht man vor allem die Liebesgeschichte. Später erkennt man immer stärker die Themen dahinter: die Endlichkeit des Lebens, die Bedeutung von Familie und die Frage, wie man seine Zeit auf dieser Welt verbringen möchte.

    Ich kann bis heute verstehen, warum der Film damals die Kritiker gespalten hat. Für mich bleibt er jedoch ein wunderschönes, romantisches und nachdenkliches Filmerlebnis mit einem großartigen Anthony Hopkins, einer bezaubernden Claire Forlani, einer wunderbaren Filmmusik und einer Geschichte, die weit über eine gewöhnliche Liebesgeschichte hinausgeht. Er gehört für mich zu den Filmen, die man nicht einfach nur anschaut, sondern die man fühlt.

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  • Next /2007-Action-Thriller mit Nicolas Cage, Jessica Biel, Julianne Moore, Thomas Kretschmann, etc

    Auch ein Thriller, den ich hin und wieder schauen kann, mit Nicolas Cage in der Hauptrolle, welcher 2 Minuten in die Zukunft schauen kann...

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  • Dracula – Die Auferstehung [2025/Vampir-Fantasy-Love-Story mit Caleb Landry Jones (Dracula), Christoph Waltz, Zoe Sidel, etc.]

    DRACULA- NEU-Interpretation. War ganz ok, aber mit ueber 2 Stunden einfach zu lange. 95 Minuten waeren angenehmer gewesen.

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    Edited once, last by Evil (June 6, 2026 at 2:35 PM).

  • Contact

    "Contact" ist für mich einer dieser Science-Fiction-Filme, die nicht über laute Action oder permanente Effekte funktionieren, sondern über Staunen, Sehnsucht und die große Frage, ob wir im Universum wirklich allein sind. Robert Zemeckis erzählt hier keine klassische Alien-Geschichte, sondern ein nachdenkliches, intelligentes und emotionales Drama über Wissenschaft, Glaube, Verlust und die Suche nach Wahrheit.

    Im Mittelpunkt steht Dr. Ellie Arroway, großartig gespielt von Jodie Foster. Schon als Kind ist sie fasziniert vom Funkverkehr und vom Blick in den Himmel. Nach dem frühen Tod ihres Vaters wird diese Suche nach Signalen aus dem All für sie fast zu einer Lebensaufgabe. Sie will wissen, ob da draußen jemand ist. Nicht aus Sensationslust, sondern aus einem tiefen inneren Bedürfnis heraus.

    Gerade Jodie Foster trägt den Film für mich vollkommen. Sie spielt Ellie mit einer Mischung aus Verletzlichkeit, Sturheit, Intelligenz und fast kindlichem Staunen. Man glaubt ihr jede Sekunde, dass diese Frau ihr ganzes Leben einer Idee verschrieben hat, für die andere sie belächeln. Ihre Einsamkeit, ihre wissenschaftliche Leidenschaft und ihre Sehnsucht nach etwas Größerem machen die Figur unglaublich greifbar.

    Besonders stark finde ich, wie der Film Wissenschaft und Glauben gegenüberstellt, ohne eine Seite billig abzuwerten. Ellie glaubt an Beweise, an Daten, an messbare Realität. Palmer Joss hingegen steht für Spiritualität und Vertrauen in etwas, das man nicht einfach berechnen kann. Diese Spannung macht den Film so interessant. Am Ende wird Ellie selbst in eine Situation gebracht, in der sie etwas erlebt hat, das sie nicht beweisen kann. Genau darin liegt für mich die große Stärke des Films.

    Visuell besitzt "Contact" bis heute eine enorme Wirkung. Die Szenen am Very Large Array, die Reise durch die Wurmlöcher und besonders die Begegnung am Strand haben eine fast magische Qualität. Dabei bleibt der Film immer erstaunlich ruhig und ernsthaft. Er will nicht überwältigen um jeden Preis, sondern echtes Staunen erzeugen.

    Auch emotional funktioniert der Film für mich sehr stark. Die Beziehung zwischen Ellie und ihrem Vater bildet das Herz der Geschichte. Dass ihre spätere Begegnung mit dem Unbekannten ausgerechnet diese Form annimmt, ist wunderschön und berührend. Der Film verbindet kosmische Größe mit einem sehr persönlichen Schmerz, und genau dadurch wirkt er so intensiv.

    Matthew McConaughey bringt als Palmer Joss eine ruhige, warme Gegenstimme ein. Auch wenn die Liebesgeschichte nicht der stärkste Teil des Films ist, erfüllt sie ihren Zweck, weil sie Ellies Weltbild herausfordert. John Hurt als geheimnisvoller S. R. Hadden ist ebenfalls wunderbar besetzt und verleiht dem Film eine leicht exzentrische, fast märchenhafte Note.

    Natürlich ist "Contact" kein Film für Zuschauer, die schnelle Science-Fiction-Action erwarten. Er nimmt sich Zeit, diskutiert viel, stellt Fragen und lässt manche Antworten offen. Für mich ist gerade das sein Reiz. Der Film vertraut darauf, dass das Publikum mitdenkt und sich auf philosophische Gedanken einlässt.

    Die Musik von Alan Silvestri unterstützt diese Atmosphäre sehr schön. Sie drängt sich nie zu sehr in den Vordergrund, sondern verstärkt dieses Gefühl von Weite, Einsamkeit und Hoffnung. Gerade in den großen Momenten entsteht dadurch eine fast ehrfürchtige Stimmung.

    Am Ende bleibt "Contact" für mich ein außergewöhnlicher Science-Fiction-Film, weil er nicht nur vom Kontakt mit außerirdischem Leben erzählt, sondern vor allem vom menschlichen Bedürfnis, nicht allein zu sein. Er handelt von Trauer, von Hoffnung, von Zweifeln und davon, dass manche Wahrheiten vielleicht größer sind als das, was man beweisen kann.

    Für mich ist "Contact" ein kluger, bewegender und wunderschön gespielter Film, der auch nach vielen Jahren nichts von seiner Faszination verloren hat. Ein Science-Fiction-Drama mit Herz, Verstand und einem Blick in den Himmel, der lange nachwirkt.

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  • MANDY /2018/Horror/Rache-Thriller mit Nicoals Cage, Andrea Risebourough (Mandy),Linus Roache etc

    Holzfäller Red Miller (N. Cage) will sich an einer Sekte und an einer bizarr ausehenden Motorradgang rächen, da diese seine Frau entführt und bei lebendigem Leib verbrand haben! Düsterer Action-Horror mit Nicolas Cage, als erbarmungsloser Rächer.

    Der Film ist geprägt von einer ganz eigenartigen, psychedelischen Atmosphäre. Bei einigen Szenen könnte man meinen, diese wurden nicht auf der Erde, sondern in der Hölle direkt aufgenommen. Ein entschlossener und verzweifelter Nicoals Cage, gegen eine dämonische (oder irre) Sekte.

    Ich fand den extrem ausdrucksstark.

    DerPoldi and Film-friends, Kenn ihr den???

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    Edited once, last by Evil (June 6, 2026 at 2:41 PM).

  • Hab ich auch. Bei The Game! Aber empfand ich nicht als störend. Ohne ist es aber besser ;)

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

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