Welche Filme/Serien habt ihr zuletzt geschaut?

  • Flashdance

    Flashdance ist einer dieser Filme, die man heute kaum noch losgelöst von ihrem Stil, ihrer Musik und ihrem Lebensgefühl betrachten kann. Die eigentliche Geschichte ist im Grunde sehr einfach erzählt, aber genau darin liegt auch ein Teil ihres Reizes. Es geht um Alex Owens, eine junge Frau, die tagsüber als Schweißerin arbeitet und nachts auf der Bühne tanzt, während sie davon träumt, an einer professionellen Tanzakademie aufgenommen zu werden.

    Was den Film so besonders macht, ist weniger die Handlung an sich, sondern die Art, wie sie erzählt wird. Flashdance ist ganz klar ein Kind der frühen achtziger Jahre: Neonlicht, Schweiß, Stahl, Großstadt, Musikvideo-Ästhetik und dieser unbedingte Wunsch, aus dem eigenen Leben mehr zu machen. Adrian Lyne inszeniert das alles weniger wie ein klassisches Drama, sondern eher wie eine Abfolge ikonischer Stimmungen und Bilder. Viele Szenen wirken fast wie Musikvideos, was damals enorm modern war und dem Film bis heute seinen unverwechselbaren Charakter gibt.

    Jennifer Beals ist als Alex der große Mittelpunkt des Films. Sie bringt diese Mischung aus Trotz, Verletzlichkeit, Ehrgeiz und Unsicherheit sehr überzeugend rüber. Alex ist keine perfekte Heldin, sondern jemand, der sich seinen Traum erst selbst zugestehen muss. Gerade das macht die Figur sympathisch. Dass viele Tanzszenen mit Doubles gedreht wurden, nimmt dem Film für mich nichts von seiner Wirkung, denn entscheidend ist die Illusion – und die funktioniert bis heute.

    Die Liebesgeschichte mit Nick bleibt eher schlicht, manchmal sogar etwas dünn erzählt, aber sie trägt den Film ausreichend, ohne ihm die Energie zu nehmen. Viel stärker sind ohnehin die Momente, in denen Alex allein mit sich, ihrem Körper, ihrer Musik und ihrem Traum konfrontiert ist. Wenn sie tanzt, erzählt der Film mehr über sie als viele Dialogszenen es könnten.

    Die Musik ist natürlich ein riesiger Bestandteil der Wirkung. „Flashdance... What a Feeling“ und „Maniac“ sind nicht nur Songs aus einem Film, sondern längst Popkultur geworden. Gerade das Finale lebt komplett von dieser Energie. Die Audition-Szene ist bis heute ikonisch, weil sie diesen ganzen Film auf den Punkt bringt: Unsicherheit, Mut, Bewegung, Befreiung und der Moment, in dem jemand endlich den Schritt wagt.

    Natürlich ist Flashdance kein tiefes Charakterdrama. Die Geschichte bleibt einfach, manches ist vorhersehbar, und die Figuren neben Alex bekommen nicht immer viel Raum. Aber der Film will auch gar nicht nüchtern-realistisch sein. Er ist ein Gefühl. Ein Film über Träume, Körperlichkeit, Musik und den Glauben daran, dass man sich selbst aus etwas herausarbeiten kann.

    Für mich bleibt Flashdance ein echter Achtziger-Jahre-Klassiker. Stilistisch prägend, musikalisch stark und voller Bilder, die man sofort wiedererkennt. Vielleicht nicht perfekt erzählt, aber mit einer Energie, die bis heute funktioniert. Ein Film, der weniger durch seine Tiefe beeindruckt, sondern durch sein Lebensgefühl – und genau deshalb hat er seinen festen Platz in der Filmgeschichte.

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  • Good Bye, Lenin!

    Good Bye, Lenin! ist für mich einer der wichtigsten deutschen Filme der letzten Jahrzehnte, weil er etwas geschafft hat, woran viele andere Wende-Filme gescheitert sind: Er erzählt nicht einfach über die DDR, sondern über Menschen. Über Verlust, Erinnerung, Familie, Sehnsucht und darüber, wie kompliziert Geschichte sein kann, wenn sie plötzlich das eigene Zuhause verändert.

    Die Grundidee klingt zunächst fast absurd-komisch: Ein Sohn versucht, seiner schwer kranken Mutter die Wiedervereinigung Deutschlands zu verheimlichen, damit sie keinen tödlichen Schock erleidet. Doch aus dieser Prämisse entwickelt Wolfgang Becker weit mehr als nur eine clevere Tragikomödie. Der Film wird Stück für Stück zu einer melancholischen Reflexion darüber, was verschwindet, wenn ein Staat verschwindet – und was trotzdem bleibt.

    Daniel Brühl trägt den Film mit einer unglaublichen Natürlichkeit. Alex ist kein politischer Held und kein großer Rebell. Eigentlich ist er eher orientierungslos, jemand, der von den Ereignissen überrollt wird wie Millionen andere Menschen damals auch. Gerade dadurch wirkt die Figur so glaubwürdig. Seine immer größer werdende Inszenierung einer „heilen DDR“ beginnt aus Liebe zur Mutter, entwickelt aber irgendwann ein Eigenleben. Aus der Lüge entsteht plötzlich ein Wunschbild eines besseren Landes – eines Landes, das es vielleicht nie wirklich gegeben hat, an das aber viele geglaubt haben.

    Katrin Sass ist dabei schlicht grandios. Ihre Christiane Kerner ist keine Karikatur einer linientreuen Sozialistin, sondern eine zutiefst tragische Figur. Sie glaubt an Ideale wie Solidarität, Menschlichkeit und Zusammenhalt, nicht an Macht oder Unterdrückung. Genau deshalb funktioniert der Film emotional so gut. Er macht sich nicht über diese Figur lustig, sondern begegnet ihr mit Respekt und Wärme. Dadurch entsteht diese besondere Stimmung, die Good Bye, Lenin! bis heute so einzigartig macht: Der Film verklärt die DDR nicht, aber er verspottet auch nicht die Menschen, die in ihr gelebt haben.

    Visuell und atmosphärisch ist das alles unglaublich präzise eingefangen. Die nachgebauten DDR-Wohnungen, die Verpackungen, die Möbel, die Fernsehsendungen, die Farben – man merkt in jeder Szene, wie viel Sorgfalt darin steckt. Gleichzeitig wirkt der Film nie museal oder künstlich nostalgisch. Alles fühlt sich lebendig an. Besonders stark finde ich, wie Becker Originalaufnahmen mit den gefälschten Nachrichtensendungen verbindet. Dadurch entsteht fast spielerisch ein Film über Manipulation, Erinnerung und mediale Wirklichkeit.

    Auch die Musik von Yann Tiersen trägt enorm zur Wirkung bei. Sie hat diese melancholische Leichtigkeit, die gleichzeitig traurig und hoffnungsvoll klingt. Genau diese Balance bestimmt den ganzen Film. Man lacht oft, manchmal sogar laut, und im nächsten Moment trifft einen die Tragik völlig unerwartet.

    Die Szene mit dem fliegenden Lenin gehört für mich zu den stärksten Bildern der deutschen Filmgeschichte. Dieses riesige Denkmal, das durch den Himmel schwebt, wirkt gleichzeitig absurd, poetisch und endgültig. Ein ganzes System verabschiedet sich in einem einzigen surrealen Moment.

    Was ich an Good Bye, Lenin! besonders schätze, ist die Menschlichkeit des Films. Er urteilt nicht. Weder über Ost noch West. Stattdessen zeigt er, wie tiefgreifend gesellschaftliche Umbrüche in private Leben eingreifen. Der Film versteht, dass Heimat nicht automatisch Politik bedeutet. Dass Menschen etwas vermissen können, ohne eine Diktatur zurückzuwollen. Genau diese Differenzierung macht ihn bis heute so stark.

    Für mich ist Good Bye, Lenin! deshalb weit mehr als nur ein „Wendefilm“. Es ist ein Film über Erinnerung und Abschied. Über die Geschichten, die wir uns erzählen, um Verluste ertragen zu können. Und über die bittersüße Erkenntnis, dass manche Illusionen manchmal menschlicher sein können als die Realität selbst.

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  • Pan's Labyrinth

    "Pan's Labyrinth" ist für mich einer dieser seltenen Filme, die sich wie ein düsteres Märchen anfühlen und gleichzeitig erschreckend real wirken. Guillermo del Toro erschafft hier keine klassische Fantasywelt zum Eskapismus, sondern verbindet grausame historische Realität mit einer Fantasie, die Trost, Hoffnung und Grauen zugleich ist. Genau diese Mischung macht den Film so überwältigend.

    Schon die ersten Minuten entfalten eine fast hypnotische Atmosphäre. Dieses Spanien des Jahres 1944 wirkt kalt, feindselig und von Angst durchzogen. Der franquistische Terror ist allgegenwärtig, und mitten darin steht die kleine Ofelia – ein Kind, das sich in Geschichten und Märchen flüchtet, weil die Wirklichkeit kaum zu ertragen ist. Ivana Baquero spielt diese Figur unglaublich feinfühlig. Ihre Ofelia wirkt nie wie eine typische Filmheldin, sondern wie ein echtes Kind: neugierig, verletzlich, mutig und verloren zugleich.

    Was mich an Pan’s Labyrinth immer wieder fasziniert, ist die Art, wie Del Toro Fantasy inszeniert. Seine magische Welt ist niemals kitschig oder weichgezeichnet. Sie ist uralt, geheimnisvoll und oft zutiefst beunruhigend. Der Faun ist keine eindeutig gute Figur. Doug Jones spielt ihn mit einer Mischung aus Weisheit, Bedrohlichkeit und Tragik. Man weiß nie, ob man ihm vertrauen kann. Genau dadurch entsteht diese permanente Unsicherheit, die den ganzen Film durchzieht.

    Und dann ist da natürlich der Pale Man – für mich eine der verstörendsten Kreaturen der Filmgeschichte. Allein die Idee mit den Augen in den Händen ist schon Albtraummaterial, aber Del Toro inszeniert die Szene mit einer fast unerträglichen Spannung. Dieses Monster sitzt regungslos an einem gedeckten Tisch wie ein groteskes Gemälde von Goya, bis Ofelia die verbotenen Trauben isst. Die gesamte Sequenz fühlt sich an wie ein finsteres Grimm-Märchen für Erwachsene.

    Visuell ist der Film ohnehin ein absolutes Meisterwerk. Die Kreaturen wirken handgemacht und greifbar, weil Del Toro so stark auf Make-up, Animatronics und praktische Effekte setzt. Dadurch altern diese Bilder kaum. Alles hat Struktur, Gewicht und Präsenz. Der Film fühlt sich nie nach sterilem CGI-Spektakel an, sondern nach echter Fantasie, die aus Schatten, Erde, Holz und Blut entstanden ist.

    Besonders beeindruckend finde ich aber, wie brutal der Film seine reale Ebene zeichnet. Captain Vidal gehört für mich zu den furchteinflößendsten Filmantagonisten überhaupt, gerade weil er kein Monster im klassischen Sinn ist. Sergi López spielt ihn mit einer erschreckenden Kälte und Präzision. Vidal ist der wahre Horror des Films: ein Mann, der Ordnung, Gehorsam und Faschismus über Menschlichkeit stellt. Viele Fantasyfilme trennen klar zwischen Realität und Märchenwelt – Pan’s Labyrinth zeigt dagegen, dass die Realität oft grausamer ist als jedes Monster.

    Die Musik von Javier Navarrete verstärkt diese melancholische Stimmung perfekt. Dieses Wiegenlied zieht sich wie ein trauriger Traum durch den ganzen Film. Es klingt zart und schön, aber immer auch voller Verlust und Vergänglichkeit.

    Was den Film für mich so besonders macht, ist seine Offenheit. Guillermo del Toro beantwortet nie endgültig, ob die magische Welt real ist oder nur in Ofelias Vorstellung existiert. Genau das macht den Film stärker. Denn selbst wenn alles nur Fantasie wäre, hätte diese Fantasie eine Wahrheit in sich – eine Möglichkeit, Menschlichkeit, Mut und Hoffnung in einer unmenschlichen Welt zu bewahren.

    Das Ende trifft mich jedes Mal aufs Neue. Es ist gleichzeitig grausam und wunderschön. Ofelias Entscheidung, lieber ihr eigenes Blut zu opfern als das ihres Bruders, macht sie endgültig zur Prinzessin, die sie vielleicht immer war. Der Film endet nicht mit einem einfachen Happy End, sondern mit etwas viel Kraftvollerem: der Idee, dass Unschuld und Mitgefühl selbst in dunkelsten Zeiten überleben können.

    Für mich ist "Pan’s Labyrinth" deshalb weit mehr als nur ein Fantasyfilm. Es ist ein düsteres Kunstwerk über Faschismus, Kindheit, Grausamkeit und Hoffnung. Ein Film, der Märchen nicht als Flucht vor der Realität versteht, sondern als Möglichkeit, ihr überhaupt standhalten zu können.

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  • Ich habe mir DER PASS zum nun mehr zweiten Mal komplett angesehen. Großes Kino, mit tollen Schauspielern und Schauspielerinnen und einer wunderbaren Musik von Wolfgang Ambros 🤩😍

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Gestern in Mortal Kombat 2 gewesen und wir haben uns köstlich unterhalten gefühlt. Gutes Popcorn-Kino. Was mir aber irgendwie fehlte, waren stampfende Beats bei den Kampfszenen, so wie noch im ersten Film von 1995. Stattdessen gibt es viel epische Musik, die per se nicht schlecht ist, aber nicht so recht ins Bild passt.

  • Und gerade eben The Punisher: One Last Kill beendet. Hauptdarsteller Jon Bernthal und Regisseur Reinaldo Marcus Green verfassten gemeinsam das Drehbuch zu diesem Kurzfilm, der zeitlich etwas nach der Serie Daredevil: Born Again angesiedelt ist, in der Bernthal als Frank Castle wieder einige Auftritte hatte. Und in diesem - als »Special« betitelten - Film geht es wirklich zur Sache. Im Zuge der rund 50-minütigen Laufzeit sticht, schlitzt, schießt und schlägt sich der Punisher durch die Gegnermengen, als gäbe es kein morgen, wobei mit expliziten Gewaltdarstellungen nicht gegeizt wird. Nix für Zartbesaitete.

  • Ich habe mit einem Rewatch der Serie "Küstenwache" angefangen. Gucke meistens eine Folge abends vor dem Schlafen gehen.

    Schön, seine Heimat in den 90er Jahren zu sehen. :) Und in der Anfangszeit haben auch einige Bekannte als Statisten mitgespielt. Mein Bruder hatte auch ein paar Auftritte. Mal schauen, ob ich noch alle wiederfinde.

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    Ich bin heute so farbenfroh, ich habe fünf verschiedene Schwarztöne an.

  • Morgen um 9 Uhr ist es soweit. Das große Finale auf das ich 7 Jahre lang gewartet habe. Die letzte Folge The Boys, ich habe echt Angst das die es nicht hinbekommen, bin aber auch gleichzeitig sehr euphorisch. Morgen verleihen Billy Butcher und Homelander ihren Worten dann endlich Nachdruck.

    Scorched Earth, Shock and Awe, Blood and Bone.

  • The Father

    "The Father" ist ein Film, der mich auf eine sehr stille, aber ungeheuer intensive Weise getroffen hat. Kein lauter Film, kein großes Drama mit ausladenden Gesten, sondern ein Kammerspiel, das seine Wucht gerade daraus zieht, dass es einen immer tiefer in die Wahrnehmung eines Menschen hineinzieht, dem die eigene Welt Stück für Stück entgleitet.

    Besonders stark finde ich, dass der Film Demenz nicht nur von außen betrachtet, sondern sie erfahrbar macht. Man schaut nicht einfach einem alten Mann dabei zu, wie er vergisst, sondern man verliert gemeinsam mit ihm die Orientierung. Räume verändern sich, Gesichter wechseln, vertraute Situationen kippen plötzlich ins Unheimliche. Was eben noch sicher schien, ist im nächsten Moment wieder fraglich. Genau dadurch entsteht eine fast thrillerartige Spannung, obwohl der Film im Grunde aus Gesprächen, Wohnungen, Türen, Fluren und Blicken besteht.

    Anthony Hopkins spielt das schlicht großartig. Er ist charmant, wütend, verletzlich, stolz, kindlich, grausam und verloren – manchmal alles innerhalb weniger Sekunden. Man spürt bei ihm diesen verzweifelten Kampf, die Kontrolle zu behalten, obwohl längst alles zerfällt. Besonders erschütternd ist, dass Anthony nicht einfach nur als Opfer gezeigt wird. Er kann verletzend sein, ungerecht, anstrengend. Und trotzdem bleibt darunter immer dieser Mensch sichtbar, der Angst hat, der seine Würde verteidigen will und doch merkt, dass ihm selbst die einfachsten Sicherheiten genommen werden.

    Olivia Colman ist als Anne ebenso stark. Ihre Rolle ist leiser, aber nicht weniger schmerzhaft. In ihrem Gesicht liegt diese ganze Müdigkeit einer Tochter, die liebt, aber nicht mehr kann. Der Film zeigt sehr ehrlich, wie zermürbend Pflege und Verantwortung sein können, ohne Anne je hart oder lieblos wirken zu lassen. Gerade diese Ambivalenz macht die Vater-Tochter-Beziehung so glaubwürdig.

    Inszenatorisch ist The Father beeindruckend präzise. Florian Zeller nutzt die Herkunft vom Theater nicht als Einschränkung, sondern als Stärke. Die Wohnung wird zu einem Labyrinth, zu einem Ort, der sich äußerlich kaum bewegt und innerlich doch ständig verschiebt. Türen führen scheinbar in bekannte Räume und doch in eine andere Realität. Das ist sehr elegant gemacht, nie effekthascherisch, sondern schleichend und beklemmend.

    Für mich ist The Father vor allem deshalb so stark, weil er keine einfachen Antworten gibt. Er sentimentalisiert Demenz nicht, aber er entmenschlicht sie auch nicht. Am Ende bleibt kein großer Trost, sondern ein Gefühl tiefer Hilflosigkeit. Diese letzte Szene, in der Anthony nach seiner Mutter ruft und sagt, er verliere seine Blätter, seine Äste, den Wind und den Regen, ist kaum auszuhalten. Da bricht die ganze Fassade zusammen. Aus dem stolzen, eigensinnigen Mann wird ein verängstigtes Kind.

    Ein außergewöhnlicher, schmerzhafter und brillant gespielter Film. Einer, der nicht angenehm ist, aber lange nachwirkt.

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  • Toller Spätwestern mit John Wayne aus dem Jahre 1971, welcher natürlich nicht an Meisterwerke, wie »Rio Bravo« etc. dran kommt.

    Unterhalten hat er mich jedoch trotzdem prima. Ich kannte ihn zuvor nicht.

    Erstaunt war ich etwas über die Härte des Films. Es fließen wirklich literweise Blut. Man sieht explizit, wie auf Wehrlose geschossen wird... sogar auf Kinder.

    Der typische Humor der John Wayne Western ist natürlich auch vorhanden.

    Und dann spielt der Film im Jahr 1909. Man sieht also auch schon Automobile und sogar ein recht flottes Motorbike. Natürlich bewehren sich im Kampf gegen die Unholde die neumodischen Fortbewegungsmittel nicht allzu sehr.

    Wen wundert's... bei John Wayne.

    Guter Film.😁

  • Outer Limits- Die unbekannte Dimension (Mystery/Sci Fi- Serie von 1995 - 2002, diverse Folgen aus Staffel 1-7) Die Serie liebe ich einfach!!!!!!!!!!

    Batmans Rückkehr-1992 /Comicverfilmung mit Michael Keaton, Michelle Peiffer, Danny DeVito

    Irgendwie finde ich Batman Returns heute richtig gut, kann aber nicht genau sagen warum. Vielleicht wegen Michelle Pfeiffer, aber auch die besondere und dunkle Machart von Tim Burtons Kreation hat was. Da ist DerPoldi schuld, dass ich den noch mal schauen musste, wegen seinem Tim Burton Special. :)

    The Jokes on you!

  • Batmans Rückkehr-1992 /Comicverfilmung mit Michael Keaton, Michelle Peiffer, Danny DeVito

    Irgendwie finde ich Batman Returns heute richtig gut, kann aber nicht genau sagen warum. Vielleicht wegen Michelle Pfeiffer, aber auch die besondere und dunkle Machart von Tim Burtons Kreation hat was. Da ist DerPoldi schuld, dass ich den noch mal schauen musste, wegen seinem Tim Burton Special. :)

    Ich finde den zweiten auch deutlich besser. Schön das ich dich inspirieren konnte.

  • Poldi, Ja das hast du.:thumbup:Vielleicht finde ich noch nen weiteren Film in deiner Burton-Anthology, der mir gefällt.

    Ob ein dritter Batman Film von Tim Burton (und Michael Keaton) damals wohl was geworden wäre??? Aber für die Zeit von 1989-92 waren das top Verfilmungen. (Außerdem interessiert mich der neue The Batman 2 von 2027 mit Robert Pattinson. Fand ich sogar bis jetzt den besten Batman!)

    The Jokes on you!

  • Almost Famous

    "Almost Famous" ist ein wunderschöner, warmherziger Film über Musik, Jugend, Sehnsucht und die kurze, magische Phase, in der man glaubt, dass Rockmusik die ganze Welt erklären kann.

    Besonders schön finde ich, wie Cameron Crowe hier keine reine Musikfilm-Nostalgie erzählt, sondern eine Coming-of-Age-Geschichte, die gleichzeitig liebevoll und ernüchternd ist. William ist noch fast ein Kind, aber er wird in eine Welt hineingeworfen, die ihn fasziniert, überfordert und prägt. Tourbusse, Hotelzimmer, Backstagebereiche, Gitarren, Groupies, Größenwahn und Unsicherheit – all das wirkt wie ein einziger Rausch, aber darunter liegt immer auch eine leise Melancholie.

    Die fiktive Band Stillwater funktioniert dabei erstaunlich glaubwürdig. Man spürt sofort diese Mischung aus Talent, Eitelkeit, Brüchigkeit und innerer Konkurrenz. Besonders Russell Hammond ist eine starke Figur, weil er zugleich charismatisch und feige, sensibel und selbstverliebt wirkt. Billy Crudup spielt ihn mit genau dieser schwer greifbaren Rockstar-Ausstrahlung.

    Das Herz des Films ist für mich aber Penny Lane. Kate Hudson hat hier eine ganz besondere Präsenz. Penny ist nicht einfach nur Muse oder Groupie, sondern eine Figur voller Glanz, Verletzlichkeit und Selbsttäuschung. Sie lebt von der Illusion, nicht benutzt zu werden, sondern Teil von etwas Größerem zu sein. Gerade deshalb ist ihre Geschichte so berührend.

    Großartig ist auch Frances McDormand als Williams Mutter. Ihre Strenge, ihre Sorge und ihre Liebe geben dem Film einen wunderbar komischen, aber auch sehr ehrlichen Gegenpol zur Rockwelt. Und Philip Seymour Hoffman als Lester Bangs ist schlicht fantastisch. Jede seiner Szenen hat Gewicht, weil er diesen Blick hinter die Pose der Musikszene liefert: Liebe die Musik, aber glaube den Rockstars nicht zu sehr.

    Die berühmte „Tiny Dancer“-Szene im Tourbus ist für mich einer dieser Filmmomente, in denen plötzlich alles stimmt. Kein großer Dialog, keine Erklärung, nur Musik, Gesichter und das Gefühl, dass eine Gruppe von Menschen für ein paar Minuten wieder zusammenfindet.

    "Almost Famous" ist kein lauter Film über Ruhm, sondern ein Film über das Fast-Berühmtsein, über Nähe auf Zeit und über die schmerzhafte Erkenntnis, dass Idole auch nur Menschen sind. Warm, traurig, komisch, musikalisch wunderbar und bis heute einer dieser Filme, die sich anfühlen wie eine Erinnerung, die man selbst gerne erlebt hätte.

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