Welche Filme/Serien habt ihr zuletzt geschaut?

  • Busfahrer zieh die Jacke aus .... ein unkaputtbarer Klassiker

    Zum Thema:

    Ich habe seit den Weihnachtstagen sehr viel abhaken können

    Fargo Staffel 1-5 komplett

    Stranger Things 1-5 komplett

    Knives Out 3

    Enola Holmes 1

    One battle after another

    Mal sehen, wo ich mich als nächstes reinstürze :)

  • Take the Money and Run

    ist eine 6-teilige Serie über die Betrügerin Ruja Ignatova, die einen großangelegten Betrug mit einer Krypto-Währung aufzieht. Wider Erwarten ist das nicht eine x-beliebige grelle Comedy-Satire geworden, sondern kann mit gut gezeichneten Charakteren, cooler Musik, interessanten Erzählsprüngen und vor allen Dingen viel Sympathie für die Opfer punkten. Die glänzend gespielten Folgen sind dabei sehr unterhaltsam. Das ist einfach richtig gut gemacht.

    Natürlich könnte man auch das eine oder andere kritisieren. Es gibt schon etwas viel Küchenpsychologie, gerade wenn es um die Erklärung geht, warum Ignatova zur Betrügerin wurde. Und vielleicht wirkt sie dadurch auf die Zuschauer*innen auch zu sympathisch? Andererseits funktioniert die Serie natürlich nur, wenn man sie nicht eindimensional ausschließlich als eiskalte Frau zeichnet, die im wahrsten Sinn des Wortes über Leichen geht.

    Und erkennbar nimmt man sich bei diesem realen Fall doch einige erzählerische Freiheiten. Im realen Leben gehört Ruja Ignatova zu den '10 Most Wanted' auf der Fahndungsliste des FBI und ist seit 2017 verschwunden. In der Serie trägt man diesem Umstand Rechnung, indem es nicht nur ein Ende der Geschichte gibt, sondern gleich drei. Das ist allemal originell.

    Die Serie ist für mich eine positive Überraschung. Sie ist im ZDF Streaming-Portal zu finden. Wie lange sie dort noch verfügbar sein wird, konnte ich nicht entdecken. Falls jemand weiß, wo sich diese wichtige Angabe nun im Portal versteckt, freue ich mich über Aufklärung.

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    Die Serie im ZDF Streaming-Portal

    Nicht jeder Verkannte ist ein Genie. (Walter Moers)

  • Ich habe jetzt ein paar Folgen von der Fernsehserie "Interview mit einem Vampir" von 2022 angeschaut. Eine relativ moderne Adaption von Anne Rices Roman. In der Pandemie erzählt Louis (Jacob Anderson) dem Journalisten Daniel (Eric Bogosian) die Geschichte über sich und seine Beziehung zu dem Vampir Lestat (Sam Reid).

    Kein Vergleich zum Film mit Tom Cruise und Brad Pitt. Die Serie kann natürlich aufgrund der Länge viel detailierter die Handlung des Romans wiedergeben, aber ich finde auch die Besetzung der Figuren mit den Schauspielern viel passender. Wer die Geschichte mag, sollte hier ruhig mal reinschauen.

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    Ich bin heute so farbenfroh, ich habe fünf verschiedene Schwarztöne an.

  • FLUCHT IN DIE ZUKUNFT! Großartiger Film, den ich wahnsinnig gerne auf DVD hätte. Leider nirgendwo zu kriegen.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Großartiger Film, den ich wahnsinnig gerne auf DVD hätte. Leider nirgendwo zu kriegen.

    Liefert Amazon nicht nach Österreich? Da gibt es die DVD-(Box). Oder Ebay?

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    Ich bin heute so farbenfroh, ich habe fünf verschiedene Schwarztöne an.

  • Muppets Schatzinsel

    Nach Die Muppets Weihnachtsgeschichte war Muppets Schatzinsel nun der nächste Halt – und auch wenn dieser Film nicht ganz die emotionale Wucht oder Geschlossenheit seines direkten Vorgängers erreicht, funktioniert er bis heute erstaunlich gut. Vielleicht gerade, weil er weiß, was er ist: ein klassisches Abenteuer, das nicht neu erfunden werden will, sondern bewusst auf vertraute Strukturen setzt und diese mit Muppet-Charme, Musik und Humor anreichert.

    Der Film nimmt sich Robert Louis Stevensons Vorlage spürbar ernst. Die Geschichte um Verrat, Loyalität, Versuchung und Erwachsenwerden bleibt klar erkennbar, und das tut dem Film gut. Anders als bei manch anderem Muppet-Abenteuer wirkt hier nichts beliebig oder nur als Gag-Gerüst gebaut. Stattdessen gibt es eine saubere Abenteuergeschichte, die den Muppets Raum lässt, ohne sie zum Selbstzweck zu machen. Gerade das Zusammenspiel von klassischem Erzählkino und anarchischem Muppet-Humor sorgt für eine angenehme Balance.

    Der unbestrittene Mittelpunkt ist Tim Curry als Long John Silver. Er trägt den Film mit einer Präsenz, die man so in Muppet-Filmen nur selten sieht. Curry spielt Silver nicht augenzwinkernd oder ironisch, sondern mit voller Hingabe – charmant, bedrohlich, widersprüchlich. Seine Figur ist gleichzeitig Mentor, Vaterersatz und Verräter, und genau diese Ambivalenz verleiht dem Film emotionale Tiefe. Die Beziehung zu Jim Hawkins ist glaubwürdig aufgebaut und gibt der Geschichte ein Herz, das über reines Abenteuer hinausgeht.

    Die Muppets selbst fügen sich gut ein. Kermit als pflichtbewusster Captain Smollett ist angenehm bodenständig, Miss Piggy als Benjamina Gunn herrlich überzeichnet und dennoch überraschend konsequent geschrieben. Besonders Gonzo und Rizzo funktionieren als kommentierende Begleiter ausgezeichnet: Sie durchbrechen die Ernsthaftigkeit immer wieder, ohne sie komplett zu sabotieren. Ihre Meta-Ebene sorgt dafür, dass der Film nie zu schwer wird, selbst wenn die Handlung dunklere Töne anschlägt.

    Natürlich ist Muppets Schatzinsel nicht makellos. Einige Längen schleichen sich ein, manche Gags zünden eher beiläufig, und nicht jede musikalische Nummer bleibt dauerhaft im Ohr. Im Vergleich zu den ganz großen Muppet-Filmen fehlt ihm vielleicht dieser eine ikonische Moment, der alles zusammenzieht. Aber genau das macht ihn auch sympathisch: Er will kein Denkmal sein, sondern ein solides, unterhaltsames Abenteuer für Jung und Alt.

    Beim erneuten schauen hatte ich vor allem dieses Gefühl: Das hier ist ein Film, der weiß, woher er kommt, und genau darin liegt seine Stärke. Kein riesiger Muppet-Film, kein unumstößlicher Klassiker – aber ein liebevoll gemachtes, ehrliches Abenteuer, das auch heute noch Spaß macht und zeigt, wie gut die Muppets in klassischen Stoffen funktionieren können.

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  • --- KI start ---

    Ich kann dir nur beipflichten: Muppets Schatzinsel ist vielleicht nicht so "perfekt" wie die Weihnachtsgeschichte, aber er hat ein ganz eigenes, unwiderstehliches Herz.
    Besonders deine Einschätzung zu Tim Curry ist absolut treffend. Er liefert hier keine bloße Kinderfilm-Performance ab, sondern verleiht Long John Silver eine echte, fast schon gefährliche Tiefe. Dass er die Muppets wie vollwertige Schauspielkollegen behandelt, hebt das gesamte Niveau des Films. Ein tolles Plädoyer für einen Film, der oft zu Unrecht im Schatten seines Vorgängers steht!

    --- KI ende ---


    Zuletzt habe ich versucht mir die Serie zum Spiel "Fallout" anzusehen. Die kann man übrigendes auch aktuell offiziell auf youtube gratis schauen - zumindest die ersten Folgen davon. Bin aber über Folge 2 nicht raus gekommen. Vielleicht muss man auch das Spiel gespielt haben um damit warm zu werden - was ich nicht habe - aber ich kann so rein gar nichts damit anfangen. Das Setting ist seltsam ausgearbeitet finde ich. Überlebende eines Atomkriegs ist jetzt ja auch nicht gerade das neueste Rezept aber so wie das dargestellt wird finde ich zum zuschauen einfach zu schräg - mag sein dass das als Spiel gut funktioniert aber als Serie gefällt es mir nicht. Viel Gewalt und seltsame Geselschaftsregeln - ja nein - kann ich leider nicht weiter empfehlen :)

  • Markus G. Kennst du das zufällig oder warst sogar schon mal da?

    Vollpension – Mehr als nur Kaffee und Kuchen

    Gestern habe ich in der ARD Mediathek diese Doku entdeckt – und war sofort angetan. Das Café Vollpension in Wien wirkt zunächst wie ein charmantes Generationencafé: Omas und Opas backen Kuchen, Studierende servieren, Gäste kommen ins Gespräch. Doch schnell wird klar, dass hier weit mehr passiert als gemütliche Nostalgie.

    Viele der Seniorinnen und Senioren sind auf den Zusatzverdienst angewiesen, besonders Frauen, die von Altersarmut betroffen sind. Die Doku erzählt das nicht abstrakt, sondern über konkrete Menschen wie Marianne oder Resi – warmherzig, offen und ohne Betroffenheitskitsch. Gleichzeitig zeigt sie, wie wertvoll das soziale Miteinander ist: raus aus der Einsamkeit, hinein in einen Alltag mit Aufgabe, Struktur und Begegnung.

    Spannend ist auch der Schritt nach draußen: Das Team wagt ein Pop-up-Café in Bad Ischl. Ein Risiko, gerade für ältere Menschen – und doch überwiegt die Freude, Teil von etwas Größerem zu sein.

    Diese Doku hat mich überzeugt, weil sie leise politisch ist. Sie zeigt, dass Teilhabe, Würde und Generationendialog ganz konkret aussehen können. Ein Film, der lange nachwirkt – und Lust macht, selbst mal auf ein Stück Kuchen vorbeizuschauen.

    Re: Wiens Back-Omas und ihr Rezept gegen Altersarmut - Die ganze Doku | ARTE
    Im Wiener Café Vollpension backen Frauen und Männer, die eigentlich längst im Ruhestand wären. Sie bessern ihre schmale Rente auf und bleiben im Kontakt mit…
    www.arte.tv

  • Zephalo Vielen Dank! 30€ ist zwar kein Schnäppchen, aber dieses großartige Werk ist es mir wert! Ich freu mich 😄

    DerPoldi Nein, kenne bzw. kannte ich nicht. Muss ich mir mal vor Ort ansehen. Aber erst im Sommer. Gibts im 1.Bezirk und im 4.Bezirk:

    Vollpension Wien – Omas Café gegen Altersarmut
    Omas & Opas backen täglich frischen Kuchen. Social Business gegen Altersarmut. Jetzt Tisch reservieren in Schleifmühlgasse & Johannesgasse!
    www.vollpension.wien


    Tolle Idee! Überhaupt gibt es so häufig brachliegende Fähigkeiten und brachliegendes nicht genutztes Wissen. Das denke ich mir immer wenn ich mit meinen Seniorengruppen, die ich trainiere, plaudere. Wir können und könnten so von ihnen lernen und profitieren. Nur wir müssen zuhören und ihnen auch Möglichkeiten geben. Deshalb finde ich das Café eine tolle Idee! Übrigens habe ich mir das auch immer bei meinen Häftlingen im Gefängnis gedacht. Was da für Potential schlummert und vergeudet wird. Traurig!

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Tolle Idee! Überhaupt gibt es so häufig brachliegende Fähigkeiten und brachliegendes nicht genutztes Wissen. Das denke ich mir immer wenn ich mit meinen Seniorengruppen, die ich trainiere, plaudere. Wir können und könnten so von ihnen lernen und profitieren. Nur wir müssen zuhören und ihnen auch Möglichkeiten geben. Deshalb finde ich das Café eine tolle Idee! Übrigens habe ich mir das auch immer bei meinen Häftlingen im Gefängnis gedacht. Was da für Potential schlummert und vergeudet wird. Traurig!

    Da sprichst du mir sehr aus dem Herzen. Überall steckt so viel Wissen, Erfahrung und Lebensklugheit, die einfach nicht mehr abgefragt wird. Gerade bei älteren Menschen oder auch bei Menschen, die gesellschaftlich schnell abgeschrieben werden, wird oft übersehen, was sie eigentlich mitbringen.

    Ich finde es großartig, dass du das mit deinen Seniorengruppen so erlebst. Allein durch Zuhören kann man schon unglaublich viel mitnehmen. Und was du über deine Arbeit im Gefängnis schreibst, trifft mich ehrlich gesagt sehr. Dieses ungenutzte Potenzial zu sehen und zu wissen, dass es kaum Räume gibt, in denen es wirklich wirken darf, ist wirklich traurig.

    Umso wichtiger sind solche Ideen wie das Café – als Ort des Austauschs, auf Augenhöhe, ohne Etiketten. Manchmal braucht es gar keine großen Konzepte, sondern einfach Gelegenheiten, in denen Menschen gesehen, gehört und ernst genommen werden.

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