Passion oder Obsession: Der Unterschied zwischen Fan und Fanatiker - Umfrage Seite 3

  • Ein Glück, dass jede/jeder selbst entscheiden kann wie sie/er das Medium Hörspiel ins eigene Leben einbringt.
    Da weiß nur diese Person selbst was richtig und falsch für sie ist.

  • @Glenda Vielen Dank für Deinen Einwurf und auch für Deinen beruflichen Einblick. Der Beruf lässt uns halt alle nicht los und prägt uns selbstverständlich. Manchmal sehen wir dadurch aber auch Probleme wo in Wahrheit keine sind. Was ich damit meine?

    Wenn ich mir als hauptberuflicher Tischtennistrainer privat ein Tischtennisspiel ansehe, dann verfalle ich sehr leicht in das Muster des Analytikers und statt das Spiel zu genießen, analysiere ich das Spiel, sehe die potentiellen Fehlerquellen und arbeite im Geiste sofort an einer Trainingsplanung wie man diese Fehler ausbessern kann. Am Ende verliere ich den Blick für die „Schönheit des Spieles selbst“.

    Als ich mein Psychologie-Studium abgeschlossen hatte, habe ich auch stark dazu geneigt, meine Mitmenschen im Geiste zu analysieren, Gründe und Beweggründe für Verhaltensweisen zu suchen und zu finden. Man kann das nicht mit einem Knopf abstellen. Auch in Hörspielforen, meine engeren Hörspielfreunde wissen dies, neige ich heute noch dazu Postings, Streitereien, Kritiken auf das jeweilige Umfeld, auf seine Persönlichkeit, auf seinen Gesundheitszustand und vieles mehr zurück zu führen. Und damit auch gerne zu entschuldigen. Man erfährt ja hier tatsächlich im Laufe eines Forumsdaseins sehr viel über das Gegenüber und meint dann auf Grund dessen sich eine
    Meinung bilden zu können. In Deinem Fall sogar eine psychologische Expertise abzugeben. Das mag in dem einen oder anderen Fall durchaus stimmen. Aber viel öfters ist es eher so dass wir durch ein Schlüsselloch auf andere Hörspielfans blicken und nur einen ganz kleinen Teil des großen Ganzen, einen kleinen Teil seiner Persönlichkeit, seines Lebens und auch seiner Passion sehen. Wir mögen zwar dadurch glauben dass wir den Anderen kennen und genau einschätzen können. Aber am Ende liegen wir doch damit falsch. Wir kennen ihn nur hier im Forum, manchmal kennen wir jedoch nicht einmal seinen Namen. Von daher denke ich einfach dass Deine Einschätzung grob und sehr pauschal ist, natürlich beeinflusst durch Deine tägliche Arbeit, wo es Dir sicherlich viel leichter fällt Expertisen über den psychischen Zustand eines Menschen zu fällen als hier wo Deine „Daten“ auf die Du Deine Meinung stützt, unendlich klein und willkürlich sind. Weder weißt Du von irgendjemanden hier ob er unter einer inneren Leere leidet, noch ob er tatsächlich private Probleme hat, von einer „Verdrängung“ im psychoanalytischen Sinne ganz zu schweigen. Dir fehlen schlicht und ergreifend die dafür notwendigen Mittel um eine solche Diagnose stellen zu können.

    Quote

    Wenn ich über tragfähige private Beziehungen verfüge, ein stabiles Netzwerk aus Hobbies, Beruf und Partnerschaft habe, mache ich mir i.d.R. wenig Gedanken darüber, Dinge anzuhäufen die ich ohnehin nicht nutze und habe i.d.R. auch wenig Zeit zu verschwenden, krampfhaft Leute zu kontaktieren, welche mal vor 40 Jahren an der Produktion eines Hörspiels mitgewirkt haben.

    Ich denke, dass ist einfach Deine persönliche Meinung und Ansicht, die ich vollkommen respektiere und auch nachvollziehen kann. Aber es ist letztlich nur Dein subjektives Empfinden, Dein „Nichtverstehen“ warum jemand Hörspiele sammelt, sich damit auseinandersetzt und gerne seine Zeit damit verbringt. In Wahrheit widerspricht ja alleine hier dieses Forum und all jene die hier tagtäglich talken und sich auch austauschen, Deine Theorie des Hörspielsammlers. Du magst vielleicht den einen oder anderen nicht verstehen, seine Handlungen nicht nachvollziehen können oder auch selbst eine ganz andere Sicht der Dinge auf das Hobby „Hörspiel“ haben. Ein Krankheitsbild kannst Du daraus aber nicht ableiten. Sehr wohl aber kannst Du sagen, dass dies für Dich persönlich nichts wäre, weil das Hobby Hörspiel für Dich in Deinem Leben keinen so großen Platz einnimmt. Es sind andere Dinge, die für Dich von größerer Bedeutung sind. Und das ist auch für Dich gut und richtig so. Das muss aber deshalb nicht für andere zutreffen, die ihr Leben auf andere Art und Weise leben. Wichtig ist wirklich nur eines - das wir glücklich und froh unsere Zeit verbringen! Hierzu ist die natürlich die von Dir angesprochene Selbstreflexion von Bedeutung! Auf der anderen Seite aber auch die Empathie, nämlich sich in den anderen hineinversetzen zu können (und zu wollen!) und den anderen auch so leben zu lassen wie er es selbst für richtig und für schön erlebt. Hingegen ist das Beispiel mit glücklich lebenden Drogensüchtigen in meinen Augen fehl am Platz, da hier nachweislich schwere psychische wie physische Schäden verursacht werden. Wenn ich hingehen Hörspiele sammle sind mir dahingehend noch keine solchen Schäden begegnet. #imho#

    #danke# für den fruchtbaren Austausch #dafuer#

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ich denke, dass ist einfach Deine persönliche Meinung und Ansicht, die ich vollkommen respektiere und auch nachvollziehen kann. Aber es ist letztlich nur Dein subjektives Empfinden, Dein „Nichtverstehen“ warum jemand Hörspiele sammelt, sich damit auseinandersetzt und gerne seine Zeit damit verbringt. In Wahrheit widerspricht ja alleine hier dieses Forum und all jene die hier tagtäglich talken und sich auch austauschen, Deine Theorie des Hörspielsammlers.

    Ich hab irgendwie den Verdacht, das du den Beitrag von "Glenda" nur überflogen hast?
    Es wird einen deutlichen Unterschied gemacht und verglichen.
    Krankhafte Sammler, die nur sammeln, weil sie sammeln, nicht weil sie konsumieren wollen
    Krankhafte Fans, die sogar Sprecher Stalken und ausfindig machen (allerdings hab ich das - außer in diesem Thread - noch nie gehört)
    Und Sammler, die wirklich auch Kosumenten sind.

    Von "nicht verstehen" lese ich überhaupt nichts von "Glenda". Es scheint viel mehr so, das du nicht verstehst, obwohl du schreibst, du hättest verstanden.

    Schlussendlich muß sich keiner angegriffen fühlen, natürlich gibt es den krankhaften Sammler genauso wie es den normalen Konsumenten gibt. Das trifft auf alle Lebenslagen zu.
    Der eine trinkt Wein zu einem guten Essen = normal, der nächste schüttet sich das Liter weise rein = krank.

    Überhaupt ist der Hörspielfan für mich das unerforschte Wesen überhaupt. :saint:

  • Lieber @Detlef ! Du wirst lachen, aber ich habe @Glenda s Beitrag sogar mehrfach gelesen. Es tut mir aber leid dass ich trotzdem auf Dich den Eindruck gemacht habe, als hätte ich es nicht verstanden. Mir ging es darum aufzuklären, dass man auf Grund eines Postings in einem Hörspielforum keine psychologische Störung attestieren kann. Hierzu braucht es gewissen Kriterien, die mit einer Aussage in einem Hörspielforum nicht gegeben sind. Dies würde auch kein Psychologe machen. Hier scheinst Du meinen Beitrag entweder nicht verstanden zu haben oder Deinerseits nur überflogen zu haben. Macht aber nix. Ich wollte damit nur feststellen, dass dies Glendas persönliche Meinung aber keine wissenschaftliche Expertise ist. Hoffe Du kannst es nun besser nachvollziehen! #freunde#

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • 1. Krankhafte Sammler, die nur sammeln, weil sie sammeln, nicht weil sie konsumieren wollen
    2. Krankhafte Fans, die sogar Sprecher Stalken und ausfindig machen (allerdings hab ich das - außer in diesem Thread - noch nie gehört)
    3. Und Sammler, die wirklich auch Kosumenten sind.

    Ich habe dein Zitat mal um die Ziffern 1-3 abgeändert. Und eben genau da liegt für mich der Punkt und auch in dem Posting von @Glenda

    Punkt 2 habe ich bei Hörspielen auch noch nie gehört. Bei Schauspielern oder Sängern aber sehr wohl. Und tatsächlich denke ich, dass man da auf ein gewisses "krankhaftes" Verhalten schließen kann.
    Wo ist allerdings der Unterschied zwischen 1 und 3? Warum ist jemand ein "krankhafter" Sammler, nur weil er kauft, ohne es zu hören oder von mir aus auch ohne die Absicht es jemals hören zu wollen? Vielleicht möchte er es einfach besitzen, um eine Sammlung zu komplettieren oder weil er sich einfach an dem Produkt erfreut? Ich kenne zahlreiche Leute, egal ob Film-, Brettspiel- oder Hörspielfans, die Massen von OVP-Waren des entsprechenden Mediums in den Schränken haben. Es gibt Filmfans, die haben Mediabooks extra OVP im Schrank stehen. Wenn ich mich als Beispiele nehme und meine OVP-Brettspiele anschaue (ok, ich will diese irgendwann noch spielen) und den Wert errechne, dann wird mir schwindlig. Und warum ist jemand eben kein "krankhafter" Sammler, wenn er alles kauft, um es zu hören?

  • Warum ist jemand ein "krankhafter" Sammler, nur weil er kauft, ohne es zu hören oder von mir aus auch ohne die Absicht es jemals hören zu wollen? Vielleicht möchte er es einfach besitzen, um eine Sammlung zu komplettieren oder weil er sich einfach an dem Produkt erfreut? Ich kenne zahlreiche Leute, egal ob Film-, Brettspiel- oder Hörspielfans, die Massen von OVP-Waren des entsprechenden Mediums in den Schränken haben. Es gibt Filmfans, die haben Mediabooks extra OVP im Schrank stehen.

    Nunja, das ist wieder eher eine Frage an Psychologen.
    Hier ist nunmal die Frage nach dem Warum essenziell.
    Wenn er damit wirklich eine "Leere füllt", dann ist es krankhaft.
    Das muß jetzt aber nichts schlimmes für die Person sein, ändert aber halt nichts daran, das es in der Tat eine Art Zwang ist.

    ...und wie schon erwähnt, das Argument "Macht ja nichts, ihm macht es Spaß", ist etwas, was man zu allem sagen kann.
    Dann würde es ja nie zwanghaftes Verhalten geben... und eben jenes gilt es zu Ergründen. Ist es nur ein Hobbie, oder halt wirklich ein Zwang. Beides ist möglich.

  • Lieber @Detlef Das Gegenteil ist der Fall, wenn Du eine Leere in Deinem Leben füllen kannst, dann ist dies per Se nicht Negatives und schon gar nichts Krankhaftes.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

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  • Vielleicht ist es auch einfach so, dass viele Menschen in den letzten Jahren umständehalber keine Hobbies oder sonstige Dinge hatten, über die sie sich freuen konnten. Und dann sucht man sich vielleicht was anderes was einem Freude bereitet. Und vielleicht sorgt dann ein überraschend gefundenes Teil auf dem Trôdel für eine spontane und extragroße Ausschüttung Dopamin im Gehirn. Und wenn schon!
    Dasselbe passiert bei allen anderen Hobbies und zB ganz massiv beim Sport auch, und da hinterfragen wir den Sinn und Zweck des Ganzen ja auch nicht.

    Bei Zwangsstörungen wie dem Sammelzwang kommen immernoch viele weitere Dinge wie Ängste, Leidensdruck und oft auch Depression hinzu, das ganze Leben wird nur noch danach ausgerichtet, da muss nichts mehr ergründet werden, das wird vielleicht höchstens gegenüber Außenstehenden verschleiert, ist aber ne ganz klare Diagnose mit Krankheitswert. Und zwischen der Jagd nach einem noch fehlenden Teil der Sammlung -wie wir das hier ausleben- und einer Zwangstörung liegen Welten.

    Vielleicht gönnen wir unseren Mitmenschen einfach mal ihr Glück (und Dopamin, denn genauso einfach ist das im Grunde), auch wenn das durch etwas ausgelöst wird, das wir selbst nicht nachvollziehen können <3

  • Hervorragend gesagt @Katja - genau das denke ich auch. Es ist doch wohl nämlich eher so, dass wir mit allem was wir tun, Sport, Sammeln oder was auch immer, eine gewisse "Leere" in uns füllen, weil wir uns danach oder während der Sache einfach gut fühlen. Da finde ich so eine Aussage schon wirklich bedenklich:

    Wenn er damit wirklich eine "Leere füllt", dann ist es krankhaft.

  • Dito! Kann da @T-Rex nur beipflichten, unsere @Katja hat es wunderbar geschrieben!

    Ich kenne viele die in ihrer Arbeit und ihrem Beruf aufgehen, wenn sie dann jedoch in Pension gehen in ein tiefes Loch fallen. Denn dann fällt ein sehr wichtiger Punkt ihres Lebens weg. Und wenn sie dann keinen Anker und Halt haben, kommt der Pensionsschock. Menschen mit einem Hobby haben es hier sichtlich besser, weil sie weiterhin Fixpunkte, Aufgaben und Ziele in ihrem Leben haben. Daher sehe ich in Hobbies in erster Linie etwas sehr schönes. Obsession und Fanatismus sind in der Hörspielszene rar gesät. Aber selbstverständlich gibt es diese wie in jedem anderen Freizeitverhalten auch. Trotzdem sind sie ganz klar die Ausnahme. Und keinesfalls darf man jedes Suchen von Hörspielraritäten, jedes begeisternde Kaufen von Hörspielen oder jedes liebevolle Dekorieren in einem Hörspielzimmer mit Obsession oder krankhaften Suchtverhalten in Verbindung bringen. Zu diesem gehört einiges mehr dazu, wie man in besagten Leitfäden nachlesen kann. Und wie geschrieben, kennen wir von den anderen Hörspielfans immer nur einen kleinen Ausschnitt seines Lebens und können deshalb hier nur schwerlich Diagnose stellen, selbst wenn wir dafür die Ausbildung besässen.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

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  • Also ich finde ihr mißversteht @Glenda etwas. Er schrieb das es krankhaft wäre, wenn man Hörspielsprecher stalkt, oder sich ein und das gleiche Hörspiel mehrmals ohne Grund kauft.

    Mit keinem Wort erwähnte er, das alle Sammler krank wären. Jeder hat halt so seinen Tick. Krankhaft wird es, wenn man andere oder sich selbst dabei schädigt und nicht aufhören kann.

    Kann natürlich auch sein, das ich seinen Post mißinterpretiere, aber ich finde es immer wieder faszinierend wie eingefleischte Hörspielfans auf sowas anspringen und sich vehement verteidigen. Gibt doch keinen Grund dafür sich zu rechtfertigen. ;)

  • Ich finde @Glenda s Beitrag Klasse. Das ist seine Meinung. Und dies soll es um Gottes Willen auch so bleiben. Aber natürlich muss man dies nicht zwingend bejahen, wenn man anderer Meinung ist. Denn aus meiner Sicht sind auch die beiden von Dir aufgezählten Tatbestände wie einen Hörspielsprecher stalken (wie hat dies ausgesehen, was ist passiert, worin hat sich dies geäussert etc.) und sich ein Hörspiel in verschiedenen Versionen zu kaufen nicht von Haus aus einmal "krank" nach dem ICD10 oder DSM-IV. Hierzu braucht es viel mehr Information um so etwas behaupten zu können. Aus meiner (!) Sicht. Aber ja, es KÖNNTE selbstverständlich auch krankhaft sein. Nur gehört dazu noch einiges mehr dazu. Abgesehen davon wurde noch einiges mehr geschrieben. Ist aber vollkommen OK.

    Und schön, dass ich ein eingefleischter Hörspielfan bin. #huepf# Dazu stehe ich auch sehr gerne #cool#

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

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  • Na ja, ich denke fast jeder von uns hat irgendeine Marotte an sich, die man durchsus als krankhaft bezeichnen könnte.

    Viel schlimmer finde ich diese „Political Correctness“ die in der Sprache immer mehr um sich greift. Bloss ja wie die Politiker ausdrücken, alles vage und wischiwaschi, damit nicht irgendein Ausdruck fällt, wo die Allgemeinheit sich wieder künstlich empören kann.

    So sehe ich das mit dem Ausdruck „krankhaft“. Mein Gott, jeder Zweite denkt das, keiner sagt es. :D

  • Habe keine nennenswerten Kenntnisse in Psychologie, trotz zwei Semester als Nebenfach in meiner Findungsphase an der Uni :D

    Aber "Fanatiker" beinhaltet für mich dezidiert die Bereitschaft zur Gewalt. Da ist jetzt "Stalking" wohl schon im Grenzbereich, Google sagt jedenfalls "Die Polizei definiert Stalking als "wiederholtes widerrechtliches Verfolgen, Nachstellen, penetrantes Belästigen, Bedrohen und Terrorisieren einer Person gegen deren Willen bis hin zu körperlicher und psychischer Gewalt."

    Gewalt in der Hörspielfanszene ist doch eher selten, Stalking auch eher unbekannt.

    Was das zwanghafte Sammeln angeht, da kommt es eventuell drauf an, ob einer mit dem Flohmarktkrempel die Wohung zumüllt oder ob er es fein säuberlich in seine Bibliothek einreiht :)

    “Life can't just be about solving one miserable problem after another, that can't be the only thing, they need to be things that inspire you and that make you glad to wake up in the morning and be part of humanity”

  • @Butor Also Du meinst mit krankhaft, dass was man landläufig schnell über jemanden sagt, nämlich „der ist irre“, „der hat einen Vogel“ oder schlicht „der is deppat“ aber keine psychische Störung im strengen medizinischen Sinne. Klar so was denkt man sich schnell und manchmal sagt man das auch so, je nach Situation und Kinderstube. Und klar kann man das auch über einen Hörspielfan denken und sagen. Ich hab da auch ein paar Kandidaten wo ich mir das denke. Ich erinnere an den Fall, dass ein Hörspielfan/Hörspiellabel verschiedenen Hörspiellabels ein Packerl mit Scheisse geschickt hat. Da denkt sich jeder „was für Oaschlecha“. Aber es ist schon ein Unterschied zwischen einem „deppaten“, sogar kriminellen Verhalten oder einer Aussage jemanden eine tatsächliche psychische Störung zu attestieren. Das hat für mich auch nix mit politischer „Political Correctness“ zu tun. Das ist in meinen Augen, hab es ja mehrfach ausgeführt warum, schlicht und einfach eine Fehleinschätzung. Und ist für mich auch eine Verharmlosung von Schizophrenie, Depression & Co. ! Das sind Krankheiten, die wünsche ich niemanden. #imho#

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ich finde es spannend, wie mir hier von einigen das Wort im Mund umgedreht wird.

    In keinem meiner Beiträge habe ich Personen als "krankhaft" im Sinne des ICD-10 oder des DSM-5 betitelt.
    Ich habe lediglich meine Beobachtungen mit Euch geteilt, und zu bedenken gegeben, dass vieles, was ich in mehreren Jahren Facebook-Gruppenzugehögrigkeit beobachtet habe bedenklich finde. Das Wort "pathologisch" habe ich auch im Ursprungsposting in Anführungszeichen gesetzt, um hervorzuheben, dass ich damit keine explizite Diagnose meine, sondern das Verhalten in der Beobachtung hoch auffällig finde. Und das Ergebnis einer Beobachtung kann durchaus auf gewisse "Pathologien" hindeuten, ohne das sich daraus eine gesicherte Diagnose ableiten lässt.

    Und ja, ich finde es bedenklich, wenn man Sprecher, welche vor Jahrzehnten in einem Hörspiel mitgesprochen haben krampfhaft bei Facebook sucht und in Folge dessen fortwährend und immer wieder über den Messenger kontaktiert und diese dann ständig in irgendwelchen Beiträgen in Hoffnung auf eine Konversation markiert. Genauso bedenklich ist es, wenn Menschen, welche vor Jahren in unserer stationär-psychiatrischen Behandlung waren, versuchen mich privat zu kontaktieren, oder Schüler (Erwachsenenbildung), welche ich kürzlich unterrichtete dies ebenso tun.

    Jeder Mitwirkende in einem Hörspiel hat durchaus neben seinem Beruf das Recht auf ein (ungestörtes) Privatleben. Genauso wie ich dies auch habe. Ich habe nichts dagegen, wenn ein ehemaliger Schüler, welcher ein wirkliches Anliegen hat, mich (mal!) privat kontaktiert. Hier hängt es aber aus meiner Sicht stark von der Art und der Intensität der Kontaktgestaltung ab. Das meine ich mit Verhalten, welches durchaus als "Stalking" eingestuft werden kann.
    Sicherlich sind diese Vorkommnisse sowohl im Fall der Hörspielmacher und auch in meinem Fall nur Ausnahmefälle, aber auch diese "Sonderlinge" haben durchaus ein Recht, wenn nicht gar die Pflicht, ihr Verhalten zu hinterfragen.

    Man sollte nicht vergessen, dass ein Akteur in erster Linie für ein Produkt steht. Ganz gleich ob dies ein Krankenpfleger, welche die Versorgung auf der Station sicherstellt ist, ein Lehrer, welcher für Bildung sorgt oder aber auch ein Hörspielsprecher ist, welcher einfach ein Unterhaltungsprodukt mitgestalten möchte ist.

    Sicherlich, lieber @markus G. können wir uns im Internet nur einen minimalen Eindruck über die Person auf der anderen Seite der Leitung verschaffen. Da bin ich ganz bei dir. Ebenso, und da sind wir auch einer Meinung, reicht dieser Eindruck in keinem Fall für eine valide und seriöse Diagnosestellung. Dennoch begegnen mir, insbesondere in den Facebookgruppen durchaus Menschen, bei welchem dieser "Ersteindruck" dazu führt, dass ich diese eher auf Abstand halten möchte. Grundsätzlich gebe ich dir auch recht, dass wir "Professionellen" durchaus manches mal einen anderen (übetriebenen) Blick auf gewisse strukturelle Persönlichkeitsmermale haben.

    Ganz ähnlich verhält es sich mit dem "krampfhaften Anhäufen". Ich selber sammle gerne, habe da aber durchaus ein gesundes Maß. Ich habe auch vollstes Verständnis für alle OVP-Sammler und jeden, der was interessantes zu zeigen hat. Mein Verständnis hört aber da auf, wo Menschen, immer und immer wieder die gleichen Titel kaufen, und am Ende noch gekränkt reagieren, wenn mal jemand anderes den Zuschlag erhält.

    Bei mir hat der Hörspielkonsum in erster Linie mit Inhalten zu tun. Hörspiele sind für mich ein Unterhaltungsmedium, welche mich unterhalten sollen. Ich sammle auch gerne und nicht gerade wenig, ich habe da allerdings kein Anerkennungsmotiv hinter. Ich sammle für mich, und nicht um Anerkennung in irgendwelchen Facebook-Gruppen zu bekommen.

    Edited 3 times, last by Glenda (March 10, 2023 at 12:51 AM).

  • @Glenda schrieb…

    Quote

    Und ja, ich finde es bedenklich, wenn man Sprecher, welche vor Jahrzehnten in einem Hörspiel mitgesprochen haben krampfhaft bei Facebook sucht und in Folge dessen fortwährend und immer wieder über den Messenger kontaktiert und diese dann ständig in irgendwelchen Beiträgen in Hoffnung auf eine Konversation markiert.


    Du betonst dies so oft, als wäre es in der Hörspielszene eine übliche Praxis und würde gehäuft vorkommt. Ich habe davon bisher noch nichts dergleichen mitbekommen, muss ich gestehen. Davon ab, stehen Sprecher(innen), ähnlich wie Schauspieler(innen) nun mal halt im Rampenlicht und wer bei den sozialen Medien dann auch noch das Profil auf öffentlich stellt, muss auch mit sowas rechnen. Willkommen in der schönen neuen Welt, wo sich vom Wohnzimmer aus anderen auf Schritt und Tritt ganz einfach verfolgen lassen. Oft wird dabei übersehen, dass wir es auch heute noch in der Hand haben, was andere von uns wissen und wie sie uns kontaktieren können.

  • Es kann einem schon das Eine oder andere „seltsam“ erscheinen. Im Laufe meines Forumsdaseins habe ich auch schon manches erlebt, dass ich als skurril, bösartig oder landläufig als „irre“ bezeichnen würde. In 17 Jahren Hörspieltalk kann man tatsächlich einiges erzählen, auch wenn oftmals die tatsächlichen Beweggründe im Finstern bleiben. Ist manchmal sogar besser. Ich kann uns und natürlich auch @Glenda nur wünschen, dass solche Erlebnisse die Ausnahme bleiben und wir alle in der Zukunft davon verschont bleiben. <3

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Die Diskussion ist nicht uninteressant.
    In Zeiten der sozialen Medien,gibt es natürlich auch Auswüchse,ein eventuelles "Nachstellen" anderer Menschen,ob Promi oder nicht,wird dadurch schon eher machbar.
    Auch Anerkennung holen durch gewisse Käufe oder Besitz gibt es sicherlich.
    Ich sehe da, neben dem normalen Sammler,welcher mehr oder weniger exzessiv sammelt,auch gesellschaftliche Zusammenhänge.
    Ich behaupte ganz offen,daß das gesellschaftliche Leben im Vergleich zu früher (ja ja früher:-) ) sich schwer verändert hat.
    Damals wurde meiner Auffassung nach,mehr nach draußen gelebt.
    Es wurde auf Feste gegangen,Vereine und auch die gute alte Kneipe gibt es so kaum noch.
    Aktivitäten finden eher daheim oder im engsten Kreise statt.
    Auch merke ich,das viele Menschen finanziell immer mehr abgehängt werden und am öffentlichen Leben kaum mehr teilnehmen können.
    Es findet immer mehr Vereinsamung statt,und daher wird bei vielen das digitale Leben immer mehr zum realen Leben.Dort wird sich über gewisse Dinge und Beiträge Anerkennung geholt und gesucht.
    Wie gesagt,das ist natürlich nur meine These.

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