Gezeichnete Bilder oder Fotos als Cover?

  • Welche Cover gefallen euch besser? 25

    1. Gezeichnete/gemalte Bilder (18) 72%
    2. kommt drauf an (7) 28%
    3. Fotos (0) 0%
    4. sonstiges (0) 0%
    Quote

    Geht mir genauso, ich bin auch eher für gezeichnete Cover.
    Als Beispiel nehme ich auch hier mal die Lady Bedfort Hörspiele... die gezeichneten Cover sehen viel besser aus.
    Und, auch bei den alten Jerry Cotton TSB Hörspiele haben mich die Comic Cover viel mehr angesprochen.

    Wie seht ihr das? Habt ihr betreffend der Cover auch Vorlieben?

  • In erster Linie natürlich gezeichnete Cover!
    Ich bin ein großer Freund der klassischen Plakate der 60er und 70er und daher entsprechend gepolt. Bei Filmen kann ich den meisten Photoshop-Spielereien nichts abgewinnen (Insbesondere, wenn es doch so grandiose Vorlagen gibt!). Darum wollen wir nach möglichkeit auch immer ein gemaltes/ gezeichnetes Cover bieten.

    Andererseits finde ich auch Fotos durchaus passend. Dort sind es aber eine Einzelfallentscheidungen (z. B. bei Pater Brown oder Lady Bedfort).
    Wer also ein (gut) gezeichnetes/ gemaltes Cover liefert, hat bei mir schon mal Interesse geweckt. Im Umkehrschluss würde ich auch ein gutes Hörspiel nicht verschmähen, wenn es mit Fotografie oder gar sonstwie hässlichem Cover daherkommt :) .

  • Interessantes Thema. Allgemein würde ich sagen es kommt drauf an.

    Man kann nicht pauschalisieren ob für Genre XY Foto- oder gezeichnete Covermotive ansprechender sind. Viele Faktoren spielen da eine Rolle.

    Witzigerweise haben wir uns gerade beim Grusel und Sci-Fi sehr an gezeichnete Motive gewöhnt, was sicherlich an deren Vorlagen lag. Früher wurden die Kinoplakate und Romanhefte größtenteils mit schönen Illustrationen beworben. Das hat schon fast Tradition.

    Sicherlich ist es auch immer wieder eine Frage des Budget. Vielen Labels sind Grafiker und Illustratoren zu teuer. Da ist es billiger auf ein Archivbild zurück zu greifen. Was man in den meisten fällen auch sieht. Das Auge erkennt meistens, das dieses und jenes Foto/Collage nicht speziell für diese Geschichte produziert wurde. Zu allgemein bzw. zu weit entfernt von der eigentlichen Geschichte scheint das Motiv zu sein. Archivbilder wirken schnell immer günstig und haben auch nur eine kurze Halbwertszeit. Das wäre bei extra für die Geschichte angefertigten Bildern sicherlich anders.

    Ich finde generell gilt ... am Covermotiv zu sparen ist ein falscher weg. Archivbilder sind oft käse. Das Covermotiv ist das erste Aushängeschild einer Produktion und sollte entsprechend wertig gestaltet werden. Im Idealfall passend zur Geschichte, bzw. zum Genre und mit einem Wiedererkennungsmal, das man der Geschichte/Serie/Label zu ordnen kann.

    Ob dann gezeichnet oder fotografiert ist sicherlich Geschmackssache. Je ernster oder realistischer ein Thema ist, desto eher bieten sich eventuell Fotografien an?

    Wolfram von der PLAYtaste

  • Ich kenne kein Foto-Cover von dem ich sagen würde, dass es mir super gefällt. Es gibt zwar welche die ich OK finde aber keines von dem ich sagen könnte, dass es was besonderes ist.

    Wenn ich mir die gezeichneten Cover der alten He-Man Hörspiele ansehe, dann denke ich zum Teil auch, dass da mehr drin gewesen wäre aber irgendwie haben Sie doch einen gewissen Charme. Wenn ich mir dagegen die She-Ra Cover ansehe, wo einfach nur ein paar Figuren abfotografiert wurden, dann kann ich damit einfach nichts anfangen.

    Fotorealistische Cover finde ich bei Filmen passend, da will man das ja auch haben aber bei einem rein akustischen Medium passt mir das nicht :)

    Ich finde Comics bsw. auch viel besser als irgendwelche Fotostories - kann also auch beim Schriftlichen Medium absolut nichts mit Fotos anfangen. Keine Ahnung was anderen daran gefällt.

    mfg
    warbird

    Life is a journey not a destination.

  • In erster Linie natürlich gezeichnete Cover!
    Ich bin ein großer Freund der klassischen Plakate der 60er und 70er und daher entsprechend gepolt.

    Geht mir genauso. Als ich z.B. die Cover der Edgar Wallace-Folgen von MARITIM zum erstenmal sah, war ich platt. Und es gab auch bei EUROPA in den 70ern teilweise phantastische Coverzeichnungen, wenn ich da z.B. an Meuterei auf der Bounty oder 20000 Meilen unter dem Meer denke... Meine Stimme bekommen also die gezeichneten Bilder.

    Ich kenne aber auch ein paar Beispiele, wo gerade ein Photo auf dem Cover der entscheidende Anziehungspunkt war, z.B. bei den O-Ton-Hörspielen von POLY (z.B. Fünf Freunde). Oder Rauchende Colts von PEG (obwohl das kein O-Ton-Hörspiel war). Ich würde also fast sagen: Immer wenn ein HSP auf einem (Real-)Film oder einer (Real-)TV-Serie basiert bzw. deren O-Ton enthält, wirken Photos besser (oder jedenfalls verkaufsfördernder) als Zeichnungen.

  • Ich bin definitiv Freund von gezeichneten Covern. Hans Möller der viel für Europa gezeichnet hat ist und bleibt für mich der Beste. Aber auch die türkischen und spanischen Künstler der alten Garde sind bei mir ganz vorne.
    Momentanes Highlight an Illustrationen ist bei mir die komplette Gruselkabinett Reihe von Titania.

    "Auf Wiedersehen, aber es eilt nicht." (Rainer Brandt)

  • Ich würde also fast sagen: Immer wenn ein HSP auf einem (Real-)Film oder einer (Real-)TV-Serie basiert bzw. deren O-Ton enthält, wirken Photos besser (oder jedenfalls verkaufsfördernder) als Zeichnungen.


    Dem stimme ich zu, da passen Fotos gut - mit der Einschränkung, dass ein Hörspiel bei der Verwendung von Filmfotos tatsächlich auf dem Film bzw. der Serie beruhen und nicht bloß die gleiche Vorlage haben sollte. Anderenfalls hätte ich nämlich lieber das Buchcover, und auch da sind mir meistens gezeichnete Cover lieber. Nur gibt es eben auch hässliche gezeichnete Cover...

    Was die schon erwähnte Lady Bedfort angeht, so gefallen mir die Fotos bisher zwar fast durchweg besser als die gezeichneten Cover (soo viele gibt es von letzteren ja noch nicht). Aber: mir gefallen die Fotos an sich, also ganz unabhängig vom Hörspiel. Sehr viele davon haben einfach sehr schöne oder sehr stimmungsvolle Motive, im besten Fall beides. Und da ich die Hörspiele unbesehen kaufe, freue ich mich eben, während des Hörens ein ansprechendes Motiv anschauen zu können. Den Zusammenhang zum Hörspiel stelle ich dabei aber oft erst beim Hören her.
    Als "Intro" für ein Hörspiel, bei dem man den Kauf noch überlegt, sind die gezeichneten Cover wohl besser, weil inhaltlich doch etwas näher am Hörspiel. Sie gefallen mir auch, nur habe ich bei keinem davon den Wunsch, mir das Bild an die Wand zu hängen oder das Fotomotiv im Original zu sehen.

  • Für mich ist das Cover immer abhängig vom jeweiligen Inhalt. Zu manchen Inhalten finde ich gemalte Cover besser, zu manchen Cover gefällt mir das Foto besser. Je realistischer ein Hörspiel sein möchte, um so passender finde ich ein fotografiertes Motiv. Das Lufer-Haus mit einem gezeichneten/gemalten Cover würde viel von der Illusion zerstören, dass es sich um ein echtes Ereignis gehandelt hat. Von daher finde ich es auch gut, dass Offenbarung 23 zu einem großen Teil auf Fotos, bearbeitete Fotos oder auch auf sehr realistisch gemalte Bilder zurück greift. Nur so ist gewährleistet, dass man dem Inhalt ein gewisses Maß an Wahrheitsgehalt zu billigt. Auch die Cover von Faust Junior arbeiten nach diesem Credo, denn auch hier wird Realität mit Fiktion verbunden. Mord in Serie möchte auch sehr realistisch und "ernst" auf den Hörer wirken. Daher greift man meistens gerne zu Fotos, wenngleich diese auch stark bearbeitet wurden.

    Hörspiele, die komplett auf Fiktion beruhen, gefallen mir in der Regel besser wenn sie gemalt sind. Dass war wohl auch der Grund warum TITANIA die Cover seiner Gruselkabinett-Reihe nach den ersten Folgen von Fotos auf gemalte Bilder umgestellt hat. Auch gemalte Motive können entsprechend der Handlung sehr realistisch daher kommen, sehr kindlich daher kommen, oder auch sehr mysteriös daher kommen. Ich denke da zum Beispiel an die Aiga Rash Motive der ersten ???-Folgen. Die Grusel-Trash Serien und Reihen würden mit Fotos wohl unglaubwürdig wirken. Da hier alles überzeichnet und übertrieben dargestellt wird, braucht es auch ebensolche Cover, die allesamt gemalt sind.

    Aus diesem Grund habe ich für "kommt darauf an" gestimmt und stehe Fotos generell nicht negativ gegenüber, auch nicht Zeichnungen und Bilder. Sie müssen für meinen Geschmack nur passen.

  • Foto-Cover wie bspw. bei Jerry Cotton, Pater Brown, Sherlock Holmes, Maigret, und teils auch bei Clara Bedfort gefallen mir ganz gut
    ansonsten sind bei mir gezeichnete/gemalte Cover eher Eyecatcher.
    Besonders zB die alten Maritim-Wallace, Gruselkabinett, Hunter, Hörplanet-Wallace, Preston Aberdeen, und auch duie neuen Bedforts gefallen mir zunehmendst.
    Ich frage mich auch, wie Fotos bei den ganzen "Grusel"-Sachen wirken würden oder bei Kinder- und Jugendserien ... ?! (rhetorisch)
    ZB die beiden Foto-Cover von der neuangekündigten Sherlock & Watson Serie ist einfach nur billisch und peinlisch .

    1400 km auf Sommerreifen .... , und das mitten im Winter

  • Foto-Cover wie bspw. bei Jerry Cotton, Pater Brown, Sherlock Holmes, Maigret, und teils auch bei Clara Bedfort gefallen mir ganz gut

    Wenn ich bei Pater Brown ein Foto von Heinz Rühmann, bei Maigret eines von Jean Gabin oder bei Sherlock Holmes eines von Basil Rathbone auf das Cover nehmen könnte, würde ich auch nicht lange überlegen. Das wirkt auf viele Interessierte bestimmt ungeheuer anziehend.

    Und wenn ich mich an die Cover der frühen Karl May-HSPe von EUROPA oder PEG erinnere - da wirkten die Fotos aus Bad Segeberg bzw. aus den Karl May-Filmen ausgesprochen stark und gaben den HSPen den Anschein zusätzlicher Authentizität (auch wenn man die abgebildete Szene nicht immer mit einer Szene aus dem HSP in Verbindung bringen konnte ;) ). Ich fand es daher fast schade, dass für die "Originale"-Serie von EUROPA teilweise die gezeichneten Cover verwendet wurden. In diesen Fällen "siegen" bei mir die Fotos über die Zeichnungen.

  • In diesen Fällen "siegen" bei mir die Fotos über die Zeichnungen.


    Es muß halt passen - mal so mal so , aber das ist ja immer sehr subjektiv. Perfekt für mich wäre, wenn jedes HSP immer ein Wendecover hätte. :)

    1400 km auf Sommerreifen .... , und das mitten im Winter

  • wenn ich mich an die Cover der frühen Karl May-HSPe von EUROPA oder PEG erinnere - da wirkten die Fotos aus Bad Segeberg bzw. aus den Karl May-Filmen ausgesprochen stark und gaben den HSPen den Anschein zusätzlicher Authentizität (auch wenn man die abgebildete Szene nicht immer mit einer Szene aus dem HSP in Verbindung bringen konnte ).


    Gna. Da habe ich weiter oben gerade verkündet, dass ich bei Buchvorlagen lieber keine Filmfotos hätte, und dann bringst Du prompt ein Beispiel, bei dem ich die Fotocover ebenfalls schöner finde... :D

    Aber genau wegen solcher Einzelfälle habe ich für "es kommt darauf an" abgestimmt...

    .

  • Ich würde meinen, dass jede Art von Cover ihre Berechtigung hat. Entscheidend ist für mich immer, dass es zum Hörspiel und zu seiner Stimmung passt.

    Ein gutes Beispiel sind für mich die Cover von Titania Medien. Die gezeichneten Motive passen dort ganz hervorragend, weil sie sofort deutlich machen, in welche Richtung die Hörspiele gehen – klassisch, literarisch, ein wenig nostalgisch und atmosphärisch.

    Auf der anderen Seite würde genau diese Art von Cover für Hörspiele von Imaga eher nicht funktionieren. Die Produktionen von Oliver Döring schlagen ja stilistisch einen ganz anderen Weg ein, moderner, filmischer und deutlich realistischer. Da wirken fotografische oder grafisch anders gestaltete Cover einfach stimmiger.

    Für mich gibt es deshalb kein „besser“ oder „schlechter“. Wichtig ist, dass das Cover den Ton des Hörspiels trifft.

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