Wie würdet ihr euch selbst einschätzen? Seid ihr ein kritischer Hörer und Hörspielkonsument? Oder seid ihr eher leicht zufrieden zustellen und habt relativ leicht eine Freude beim Hörspiel hören? Nehmen euch die anderen Talker/innen auch so wahr, wie ihr euch selbst einschätzt?
Wie würdet ihr euch als Hörspielkonsument umschreiben? Seid ihr ein kritischer Hörer?
-
Markus G. -
August 28, 2014 at 6:30 PM
-
-
Kritisch, aber fair. Wenn mir was missfällt, dann holze ich schon auch ordentlich rein, aber ich habe da schon auch die Umstände und das zur Verfügung stehende Budget im Blick.
-
Ich bin ganz einfach ein absoluter Hörspielfan und bin froh das es so viele tolle Produktionen in Deutschland gibt, wie in keinem anderen Land!
Ich habe sehr viele Hörspiele und kaufe fast jede Woche was Neues. Dabei halte ich vielen Serien die Stange. Auch mal die eine oder andere schwache Folge können mich nicht umhauen.
Wenn die schwachen Folgen aber zunehmen, werde auch ich zunehmend unzufrieden und äußer das auch! -
Ich schließe mich Akita an - ich möchte gerne ein paar gute Serien hören und wenn mir die gefallen kaufe ich die auch dauerhaft. Wenn Sie schlecht sind oder schlechter werden kaufe ich die auch nicht mehr - Gabriel Burns zum Beispiel.
Gibt aber auch Serien wie TKKG die höre und kaufe ich immer - na klar ist da manchmal Trash dabei, aber das weiß man und ich finde die neuen Folgen sind viel besser geworden.Ich finde wir haben eine sehr viel fältige und Facettenreiche Hörspiellandschaft - dafür ein Dankeschön an die vielen Produzenten.

So long
grifter
-
Ja, aber auch ein treuer! Wenn mir etwas gefällt, stehe ich auch in "schlechten Zeiten" zu dem Produkt. Trifft es allerdings bereits zu Beginn nicht mein Geschmack, beeinflusst das auch zukünftige Käufe. Was gar nicht geht, sind schlechte Sprecher. Da kann das Hörspiel noch so gut gemacht sein (Inhalt, Effekte, ...), sowas tue ich mir nicht an. Furchtbar!
-
Ich würde mich im Großen und Ganzen als unkritischer Hörer ansehen, dem sehr viel gefällt, der nicht ausschließlich Top-Produktionen braucht und der mit den meisten Hörspielen sehr viel Freude hat. Es gibt aber gewisse Dinge sowohl was Hörspielproduktionen als auch der Umgang der Labels mit mir als Fan betrifft, wo ich sehr kritisch sein kann und wo ich meine Prinzipien habe. So ist mir das Medium zum anfassen sehr, sehr wichtig, ebenso ist der Ton & Klang ein Steckenpferd von mir und kann ich Labelchefs, die sich unter falschen Nicknamen anmelden um andere Labels anzupatzen, nicht leiden. Gerade im Umgang miteinander habe ich meine Prinzipien und würde mich doch als kritisch ansehen.
Wie seht ihr euch?
-
Als Hoerspielhoerer wuerde ich mich fast einstufen, wie eine Frau waehrend der Kennenlernphase mit einem Mann. Ich bin sehr kritisch, moechte jedoch von einem Hoerspiel absolut verfuehrt werden, lasse das jedoch nur zu, wenn das Hoerspiel sehr gut ist und fast alles richtig macht und wenn das passiert, dann bin ich voellig verliebt in ein Hoerspiel.

-
Ich Pushe den Thread mal wieder hoch. Wie seht ihr euch?
Hmmm, ich kann mich schwer selbst einzuschätzen.
Auf der einen Seite glaube ich nicht, dass ich besonders anspruchsvoll bin. Logiklücken fallen mir so gut wie kaum auf, oder empfinde ich wenn es mich dennoch unterhält auch als nicht störend.
Auf der anderen Seite bin ich recht Empfindlich was Atmosphäre, natürliche Handlung der Protagonisten, und die Dialogführung (Stimme verstellen oder Monotones einlullen geht gar nicht!), oder zu laute Hintergrund Geräusche oder Musik angeht. Das kann mir tatsächlich viel verderben.Dennoch merke ich dass mich viele Hörspiele längst nicht mehr so zufrieden stellen, wie es vor ein paar Jahren der Fall gewesen ist. Woran es genau liegt, kann ich aber auch nicht sagen.
Ich höre eigentlich alle Hörspiele mehrfach, um ein gefallen oder Missfallen rein aus Tagesform oder Stimmungsgründen ausschließen zu können. -
Ein tolles Thema

Also mich kann ein Hörspiel immer verführen, wenn er eine gute Soundbearbeitung hat
Das ist für mich primär sehr wichtig. Insbesondere die Kampfszenen, diese können nicht alle wirklich gut umsetzen.
Mir gefallen die Soundbearbeitungen von Oliver Döring sehr oder aber auch von Marco Göllner, Wolfgang Strauss (R&B Company), Sebastian Breidbach (ear2brain productions),...Aber natürlich reicht nicht nur eine gute Soundbearbeitung aus, sondern es müssen auch die Skripte gut sein, die Dialoge müssen funktionieren und sich gut anhören.
Im Grunde ist natürlich alles sehr sehr wichtig, insbesondere die Regie.Ich achte im Grunde auf alles, wenn mir was negativ auffällt, dann teile ich das auch mit, aber ich muss sagen, sehr viele Hörspiele sind wirklich gut produziert. Nur wenige Serien fand ich nicht so toll oder einige Hörspiele.
-
Ich werde leicht durch eine gute Handlung verfuehrt und dann sehe ich auch gerne ueber Einzelheiten hinweg die nicht perfekt sind. Ich aeussere gerne meine Begeisterung, teile aber auch gerne mit, wenn mir etwas nicht gefallen hat (z.B. bin ich ein absoluter Fan von Mord in Serie, jedoch hat mir die Urban Explorerz Folge ueberhaupt nicht gefallen und ich habe das auch im Threat so geschrieben). Ich haenge mich nicht an kleinen Details auf. Z.B. im Ben Hur Film traegt einer der Schauspieler eine Armbanduhr. So etwas aehnliches gibt es im Hoerspiel auch. Aber das stoert mich im Normalfall nicht, wenn das Hoerspiel mich ansonsten gut unterhaelt und in den Bann zieht. Ich sehe die Welt nicht schwarz und weiss sondern in vielen Grautoenen. Bei Hoerspielen teile ich das aber eher in schwarz und weiss ein, und damit meine ich, JA, das hat Spass gemacht und ich werde das Hoerspiel sicherlich nochmal hoeren, oder NEIN, das war eine Qual und ich bin froh, dass es vorbei ist. Da gibt es bei mir sehr wenige Hoerspiele, die dazwischen sind. Entweder Hopp oder Topp.
-
Unterschiedlich. Mal reicht mir das Gesamtpaket, egal ob Fehler oder Mängel. Dann widerrum bin ich sehr spitzfindig und ich achte auf die kleinste Kleinigkeit. Und es kommt natürlich viel auch auf die Tagesform an. oder auch die vergangene Zeit. Heute achte ich auf jeden Pubs, in 10 Jahren gehört es zu meiner Top20 (oder umgekehrt). Fuchsig werde ich hingegen bei Fakten, die mir bekannt sind, aber falsch als real und nicht fiktiv behandelt oder sogar noch mit (angeblich) guter Recherche beworben werden. Obwohl Freund von Sprachen, Dialekten und Akzenten stoßen sie mir Heute, im Gegensatz zu Früher, oftmals sehr auf.
Je nachdem wie stark mir etwas auffält und mich stört und meine Laune ist, KANN es schon das Hören kaputt machen, selbst wenn das HSP als Gesamtbild eigentlich recht bis sehr gut ist.
-
Bei mir kommt das auch stark drauf an:
Amateursprecher fallen mir immer negativ auf. Wobei Team Undercover 1-5 in der hinsicht auch kritisiert wird und da stört es mich überhaupt nicht. Im Gegenteil, sie gehören zu meinen Lieblingshörspielen.Am schlimmsten finde ich "Kunstkacke". Einfach Worte und Töne aneinanderreichen, ohne Sinn und Verstand. Sowas wie immer wiederkehrende Musik etc. fällt mir nur auf, wenn sie absolut unpassend ist.
Ansonsten finde ich es am wichtigsten, dass mich das Hörspiel gut unterhält, wobei es dafür durchaus etwas Anspruch haben darf.
Es sind alles erstaunlich subjetive Sachen.
-
Am schlimmsten finde ich "Kunstkacke". Einfach Worte und Töne aneinanderreichen, ohne Sinn und Verstand.
Hättest du bitte dazu ein paar Beispiele (also HSP wo das stattfindet und an welcher/n Stelle/n. Ich kann mir gerade nix dazu vorstellen. Danke
-
Ich denke von mir, dass ich ein pflegeleichter Hörspielkonsument bin. Wenn mir das Thema gefällt, bin ich leicht für ein Hörspiel zu begeistern. Wenn es dann auch noch gut produziert ist, ist alles in Butter. Kleine Logikfehler, oder bedingt realistische Darstellungen toleriere ich. Was ich allerdings nicht mag ist, wenn die Sprecher wie abgelesen klingen.
In erster Linie geht es mir darum unterhalten zu werden. Wenn ein Hörspiel das geschafft hat, dann hat es sein Ziel erreicht.
-
Hättest du bitte dazu ein paar Beispiele (also HSP wo das stattfindet und an welcher/n Stelle/n. Ich kann mir gerade nix dazu vorstellen. Danke
"Die Niebelungen" von hab ich vergessen. Da gibt es die Sage inclusive Göbbelsrede, Flugzeuglärm und einem Sportreporter, der durch die Handlung führt. Dafür schieben sich die Protagonisten mit "Bitte" und "Danke" den Toast hin und her. -
Danke.
Das Beispiel sagt mir zwar nichts, aber ich glaub ich versteh was du meinst.
Zu viel ist genauso wenig gut wie zu wenig.Mich stören auch Hörspielhörbücher. Heitzer oder die Rückekehrer von Capt. Future finde ich stellenweise furchtbar.
Capt. Future: "Wir müssen was unternehmen!". Erzähler: "Sagte Capt. Future".
Erzähler: "Capt. Future reicht Otto eine Waffe". Capt. Future: "Hier ist meine Waffe, Otto".

-
Ich glaube, der Anspruch an ein Hörspiel wächst automatisch mit der Zeit. Je länger man dabei ist und je regelmäßiger man hört, desto feiner wird das Gehör für Details. Wer nur ab und zu mal ein Hörspiel einschaltet, nimmt vieles einfach hin und lässt sich leichter berieseln. Aber wenn man das Medium seit Jahren oder gar Jahrzehnten intensiv verfolgt, dann entwickelt man einen ganz anderen Blick – beziehungsweise ein ganz anderes Ohr – für Qualität.
Bei mir ist es auf jeden Fall so: Ich würde mich schon als eher kritischen Hörer einschätzen. Mir fallen Unsauberkeiten recht schnell auf, sei es in der Geschichte selbst, in der Dramaturgie oder in der Produktion. Eine schwache Handlung, die keinen Spannungsbogen hat, erkenne ich inzwischen sofort. Und handwerkliche Patzer in der Produktion springen mir ebenfalls ins Ohr. Besonders schlimm finde ich, wenn man ganz deutlich merkt, dass die Sprecher einzeln aufgenommen und anschließend einfach zusammengefügt wurden. Diese sterile Aneinanderreihung zerstört für mich oft jede Glaubwürdigkeit und Atmosphäre – da fehlt das lebendige Miteinander, das entsteht, wenn Stimmen wirklich aufeinander reagieren.
Das heißt nicht, dass ich keinen Spaß mehr an Hörspielen habe. Aber meine Freude hängt heute viel stärker davon ab, ob eine Produktion sorgfältig gemacht ist. Ich brauche kein Riesenbudget und keine Stars im Cast – mir reicht eine kleine, kluge Geschichte, die gut erzählt ist. Aber eben mit Liebe zum Detail, mit Respekt vor dem Medium und ohne handwerkliche Schlampigkeit.
Kurz: Ich bin kein Gelegenheits- oder Wohlfühlhörer, der alles akzeptiert. Ich höre aufmerksam, und gerade das macht den Reiz für mich aus. Denn wenn ein Hörspiel dann wirklich überzeugt – in Story, Inszenierung und Produktion –, dann weiß ich es umso mehr zu schätzen.
-
Spannend meinen Beitrag von vor 10 Jahren zu lesen.
Ich würde mich im Großen und Ganzen als unkritischer Hörer ansehen, dem sehr viel gefällt, der nicht ausschließlich Top-Produktionen braucht und der mit den meisten Hörspielen sehr viel Freude hat. Es gibt aber gewisse Dinge sowohl was Hörspielproduktionen als auch der Umgang der Labels mit mir als Fan betrifft, wo ich sehr kritisch sein kann und wo ich meine Prinzipien habe. So ist mir das Medium zum anfassen sehr, sehr wichtig, ebenso ist der Ton & Klang ein Steckenpferd von mir und kann ich Labelchefs, die sich unter falschen Nicknamen anmelden um andere Labels anzupatzen, nicht leiden. Gerade im Umgang miteinander habe ich meine Prinzipien und würde mich doch als kritisch ansehen.
Ich denke ich bin über die Jahre hinweg kritischer geworden. Wobei ich nach wie vor vieles höre und mir wirklich Schlechtes sehr, sehr selten über den Weg läuft. Aber wirklich sehr gutes finde ich aktuell ebenfalls sehr sehr selten. Ich empfinde vieles als Fließband-Mittelmaß, das ich durchaus auch gerne höre, aber ab und an hätte ich sehr gerne auch wieder einmal einen echten Knaller. Es mag also sein, dass ich kritischer geworden bin oder die Hörspiele dieser Zeit einfach nicht mehr Punkt genau meinen Geschmack treffen. Ich denke es wird wohl von beides ein bisserl was sein.
-
Ich bin wohl die Ausnahme. Ich brauche eher solide Handwerkskunst statt Highend. Mark Brandis war eine Top Produktion. Ebenso Sternenozean oder EAP. Konnten mich alle nicht packen. War alles zu viel Hochglanz. Wie ein Spiegel, am dem man abgleitet. Ja, man will auch keine Produktionen von blutigen Anfängern, aber ich brauche eine Machart, bei dem es auf Inhalt, Spielfreude und Atmo ankommt. Weniger auf perfekte Effekte und Sprecher mit hochpräziser Betonung.
-
Täusche ich mich oder ist die Zahl der kritischen Postings und Meinungen ganz allgemein im Vergleich zu früher gestiegen? Gestern war ich wieder verwundert mit welcher Vehemenz und Beharrlichkeit schriftlich „drauf gehauen“ wird. Da reicht eine Kritik nicht. Da müssen es ganze Salven, oftmals in Dauerschleife sein, um seine Kritik los zu werden. Ob die Weltpolitik unbewusst auf uns abfärbt und wir nach klassischem „Spiegellernen“ die aggressiven Reize, Informationen und Meldungen auf- und übernehmen und deshalb diese aufgestaute negative Energie, diese Angst und Unsicherheit raus lassen müssen? Ich bin über die Jahre kritischer geworden, keine Frage, auch die Hörspielbranche und Hörspielszene hat sich verändert, und auch mich juckt es des Öfteren „ein Schauferl nachzulegen“, aber am Ende ist das Hörspielhören ein Hobby, das Freude bereit und um das nicht nur negative, aggressive Gedanken und Statements im Kopf kreisen sollten. Auch wenn es manchmal schwer fällt.
-
Participate now!
Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!