Amokspiel [AUDIBLE]

  • Nach dem Erfolg des ungekürzten Hörspiels "Das Kind" von Sebastian Fitzek in der Bearbeitung von der Ohrkanus-Preisträgerin Johanna Steiner kündigt Audible auch schon das Nächste an:

    Amokspiel, ebenfalls ein Psychothriller von Sebastian Fitzek, soll ebenfalls wieder ungekürzt und in großer Hörspielinszenierung erscheinen. Am 13.06. ist es auch schon soweit.

    Quote

    Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die renommierte Kriminalpsychologin
    Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet. Zu schwer lastet
    der Tod ihrer ältesten Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird sie zu
    einem grauenhaften Geiseldrama in einem Berliner Radiosender gerufen.
    Ein Psychopath spielt ein makaberes Spiel...


    Zu hören werden sein u.a. sein: Simon Jäger (wieder als Erzähler), Uve Teschner, Vera Teltz, Sven Hasper, Dennis Schmidt-Foß, Leonard Mahlich, Erik Räuker usw.


    Hier der Link zu der 1 Stunde Hörprobe


    Mir persönlich hat das erste Hörspiel ja sehr gefallen und auch rein handwerklich war es einwandfrei.

  • #daumenhoch# Danke für die Info! Diese ist aus 2 Gründen erfreulich: Erstens weil es ein weiteres ungekürztes Hörspiel gibt und zweitens weil sich zeigt, dass auch diese Form des Hörspiel erfolgreich und lukrativ sein kann!

  • Ich finde es auch super, zumal ich schon alle HörBücher von Sebastian Fitzek habe. Schade ist nur, daß es erst als download kommt und dann erst (wahrscheinlich) iiirgendwann als CD. Egal, das Kind habe ich auch in CD-Form vorbestellt und freue mich drauf.

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    Wer "nicht in die Welt passt", der ist immer schon nahe dran, sich selber zu finden
    [Hermann Hesse / Werk Demian]

  • Ja ich muss wirklich zugeben, das ist eine erfreuliche News. Habe sie nur durch Zufall entdeckt, sonst hätte sie wohl länger gebraucht, hierher zu finden. Auf einmal konnte ich die Hörprobe hören...

  • Danke für den Hinweis, Friedel. #daumenhoch# Eine gute Gelegenheit, mich mal etwas näher mit dem Phänomen Sebastian Fitzek zu beschäftigen. Ich habe mich ja lange geziert, mich nun aber einfach mal bei Audible angemeldet und mir die (erfreulich lange!) Hörprobe soeben in aller Ruhe zu Gemüte geführt. Und ehrlich gesagt: Ich bin ein wenig ratlos.

    Gleich vorweg: Ich kenne die Bücher von Herrn Fitzek nicht und habe auch "Das Kind" nicht gehört. Umso mehr frage ich mich allerdings, was der Grund für seinen Erfolg und die Begeisterung vieler Hörer sein könnte. Schon dieser einstündige Auszug strotzt nur so vor Klischees, sowohl inhaltlich wie auf die Figuren bezogen. Die Sprache ist bestenfalls belanglos und die meisten Dialoge klingen wie aus dem Baukasten, nicht wie dem Leben entnommen. Klitzekleines Beispiel: Welcher junge Typ sagt denn in einer Konfrontation, die sich am Rand einer Geiselnahme abspielt allen Ernstes "Ich bin empört!" zu seinem Gegenüber!?

    Generell äußern sich die Protagonisten mMn viel zu glatt bzw. vorgefertigt. Beinahe jeder hat stets die richtigen Worte parat, es gibt kaum Unterschiede in der Ausdrucksweise usw. Selbst in der stressigsten Krisensituation flutschen die Sätze der meisten Beteiligten nur so heraus, und leider trägt auch die Inszenierung nicht viel zu einer natürlichen, lebensnahen Wirkung bei. Was mir das Eintauchen doch ziemlich erschwert hat.

    Ich habe in der letzten Zeit mehrere neuere Thriller von Cody McFadyen, Patricia Cornwell und Stephen King gelesen/gehört, und gerade gegenüber solchen Autoren wirkt der Stil von "Der Amoklauf" wie gewollt und nicht gekonnt. Aber vielleicht geht das ja nur mir so. #schulterzuck#


    Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet Gründe. (Götz Werner)

  • Da bist du nicht der einzige, der den etwas einfacheren Schreibstil bemängelt....

    Möglicherweise gibt es da aber nicht nur 0 und 1, sondern (vermute ich) auch eine gewisse Toleranzschwelle, was den sprachlichen Ausdruck angeht....Nicht nur Stil allgemein(ich hab letztens mal wieder Homo Faber gelesen, früher dröge Schullektüre, "Thrill" gibts da auch nicht, aber das Ding ist so genial geschrieben, da würde sich F. drei Finger abhaken für), sondern auch tatsächliche Patzer (wie dein Beispiel mit dem empört), auch was die Charakterzeichnung angeht. Wenn die Story nach vorn treibt, dann bin ich bereit, auf tiefere Charakterzeichnungen zu verzichten.

    Weiterer möglicher Punkt, warum ich F. eigentlich ganz gut finde: niemals gelesen, alles von Herrn S. Jäger vorgesetzt bekommen.

    Was für Fitzek (in meinen Augen) spricht, ist, dass er spannend schreibt und man wissen will, wies ausgeht.... Die Enden sind dann aber auch desöfteren ein Schwachpunkt, da es im nachhinein arg konstruiert wirken kann (viele, viele Zufälle und wehe, eine Sache passt mal nicht, dann würde vielleicht die ganze Story zusammenbrechen).

    Ich finde, Fitzek ist wie einige andere Spannungsautoren auch (wie aktuell zb Dan Browns neuestes) ein bißchen wie ein Hamburger: für den schnellen Hunger, hält nicht lange vor und 1x im Quartal essen reicht auch....

  • Okay, dass die Plots als solche spannend sind, kann ich mir schon vorstellen. Da die Hörprobe nur einen kleinen Einblick bietet, kann ich die Gesamtdramaturgie natürlich nicht beurteilen.

    Weiterer möglicher Punkt, warum ich F. eigentlich ganz gut finde: niemals gelesen, alles von Herrn S. Jäger vorgesetzt bekommen.


    Stimmt, Simon Jäger wiegt einiges auf, und auch Sprecher wie Detlef Bierstedt oder Erich Räuker mag ich. Hm. Vielleicht sollte ich mich tatsächlich mal an eine komplette Produktion wagen. Kennt jemand die Bücher? Sollte ich mit dem bereits vorliegenden "Das Kind" beginnen oder auf "Das Amokspiel" warten?


    Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet Gründe. (Götz Werner)

  • Mit welchem man anfangen sollte, da wird dir wohl jeder was anderes sagen...

    "Die Therapie" war ja das Debüt von ihm und hat den Grundstein für seinen Erfolg gelegt.... Und auch hier scheiden sich schon die Geister, wenn man mal auf amazon schaut.... manch einer wusste nach 10 Seiten die Auflösung (DAS Todesurteil für ein Buch...)... Und auch das tatsächliche Ende spaltet die Lager....

    Ich kenne bisher kein Werk, was jetzt extrem - bezogen auf sein grundlegendes Niveau - qualitativ abstürzt...

    "Das Kind" wartet natürlich mit dieser Frage auf - fast oder tatsächlich schon die normale Thriller-/Realitätsebene verlassend - wie denn ein Kind ein Serienmörder sein kann? Ja, da fragt man sich, was wird er denn da für eine Antwort liefern...

    Fitzek gibts ja auch ausreichend in der Bibliothek, die ungekürzten 4-5 Stunden-Ausgaben reichen auch, finde ich...

  • Danke für deine Einschätzung! Allerdings werde ich mich vorläufig auf die Hörspiele beschränken. Nach den Büchern habe ich lediglich gefragt, weil mich interessiert hat, welches der beiden als das bessere wahrgenommen wird. Nur wenn's da keine großen Unterschiede gibt, werde ich wohl auch keine eindeutige Empfehlung erhalten, klar. Vielleicht sollte ich einfach 'ne Münze werfen ... ;)


    Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet Gründe. (Götz Werner)

  • Ich habe mich jetzt entschieden, dass "Amokspiel" mein erstes Fitzek-Hörspiel wird. Die Thematik reizt mich einfach mehr als bei "Das Kind". Auch wenn mich Wesleys Kommentar und mein eigener erster Eindruck nicht gerade euphorisch stimmen.


    Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet Gründe. (Götz Werner)

  • Ich habe es auch schon länger auf dem Player, immer wieder mal angefangen aber irgendwie hatte ich bisher keinen Zugang dazu gefunden.

    Schade. Bei das Kind hatte ich dieses Problem nicht und das ganze Hörspiel am Stück durchgehört.

    Traditionen sind wie Teller


    da um zergebrochen zu werden

  • Ich muss sagen, dass mir die Hörspielumsetzung von "Amokspiel" besser gefallen hat, als von "Das Kind".
    Vielleicht liegt es auch daran, dass ich "Das Kind" vorher schon gelesen und im Kino gesehen hatte. Also die Geschichte schon kannte.

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