Simeon Hrissomallis: Offener Brief an alle illegalen Downloader ...

  • Generell ist aber ein Thread mit der Meinung eines einzelnen Produzenten nicht der Grund, dass es in einem Forum mit Kommentaren ausartet. Von mir aus dürfen unbequeme Themen gerne wieder herausgeholt und darüber diskutiert werden. Vielleicht hat sich ein unbequemes Thema sogar verbessert, oder im schlimmsten Fall verschlimmert?

    Ich finde es sogar gut, dass Threads von Produzenten ausgegraben werden, da die wenigsten Macher mittlerweile in Hörspielforen mit längeren Statements posten. Da müssen halt dann die alten Threads herhalten, sonst ist hier wirklich tote Hose (und nicht nur hier, auch in anderen Spezialforen in denen ich registriert bin häufen sich die Off Topic Threads und auf das eigentliche Spezialgebiet wird selten eingegangen).

    "Auf Wiedersehen, aber es eilt nicht." (Rainer Brandt)

  • Dazu kann ich für mich sagen das hier im Forum auch die von dir angesprochene Schere im Kopf habe weil ich den Eindruck gewonnen habe das man zwar irgendwie Diskutieren will aber bloß nicht zu tief gehen will und Kritik auch nicht unbedingt Willkommen ist.

    Ich habe ja vor Weihnachte gewagt den heiligen Gral der Hörspielszene, die drei ???, zu kritisieren. Hier scheinen ja alle immer alls Schlucken, egal wie Schrecklich das Endprodukt ist. Mich hat schon erschrocken mit was für eine Vehemenz das ganze dann Verteidigt wird, da kommen Leute auch irgendwelchen Löcher die man hier sonst NIE sieht.

    Als ich eine andere Sache kritisiert habe wurde ja dann gleich von einem Forenkrieg geredet den man auslösen würde. Wenn man das ganze dann mal zusammen nimmt überlegt man sich einfach vorher schon was man schreibt und ob man überhaupt was schreibt.

    Ich bin der Meinung das man Dinge die man Scheiße findet auch mal direkt ansprechen darf/soll/muss weil sich sonst nie was ändert. Leider werten das einige Leute gleich als Persönlichen angriff oder so als wäre man sowieso nur auf Streit aus.

    Langeweile ist der Zeitvertreib der Dummen. (Erhard Blanck)

  • Dazu kann ich für mich sagen das hier im Forum auch die von dir angesprochene Schere im Kopf habe weil ich den Eindruck gewonnen habe das man zwar irgendwie Diskutieren will aber bloß nicht zu tief gehen will und Kritik auch nicht unbedingt Willkommen ist.

    Ich habe ja vor Weihnachte gewagt den heiligen Gral der Hörspielszene, die drei ???, zu kritisieren. Hier scheinen ja alle immer alls Schlucken, egal wie Schrecklich das Endprodukt ist. Mich hat schon erschrocken mit was für eine Vehemenz das ganze dann Verteidigt wird, da kommen Leute auch irgendwelchen Löcher die man hier sonst NIE sieht.

    Als ich eine andere Sache kritisiert habe wurde ja dann gleich von einem Forenkrieg geredet den man auslösen würde. Wenn man das ganze dann mal zusammen nimmt überlegt man sich einfach vorher schon was man schreibt und ob man überhaupt was schreibt.

    Ich bin der Meinung das man Dinge die man Scheiße findet auch mal direkt ansprechen darf/soll/muss weil sich sonst nie was ändert. Leider werten das einige Leute gleich als Persönlichen angriff oder so als wäre man sowieso nur auf Streit aus.

    Anscheinend wird nicht verstanden.

    Du und jeder andere darf schimpfen und seine Meinung äußern. Aber wie Im jeder Diskussion und auch im echten Leben macht der Ton die Musik. Manch einer hier im Forum weiß leider nicht, was das heißt. Wenn man im echten Leben jemanden beleidigt, dann kam man ne Anzeige kassieren. Das kann man im Netz genauso.

  • Man muss ja nicht immer reflexartig auf den Nettiquette-Zug springen. Wir sind doch nicht im strafrechtlichen Bereich, auch im größten Tohuwabohu nicht. Wer da nach einem Anwalt ruft, reagiert über und da beginne ich mich generell zu fragen. Aber da jeder Post für sich steht und man nicht den Menschen dahinter sieht, lasse ich es auch dann wieder.

    Das Diskussionsniveau von dem L.s.k.H. weiter oben sprach, davor sollte man sich in acht nehmen. Da zeigen sich die richtigen Abgründe und man dürfte dort anfangen, an der Menschheit zu zweifeln (sofern noch nicht bereits gemacht).

  • Du und jeder andere darf schimpfen und seine Meinung äußern. Aber wie Im jeder Diskussion und auch im echten Leben macht der Ton die Musik. Manch einer hier im Forum weiß leider nicht, was das heißt. Wenn man im echten Leben jemanden beleidigt, dann kam man ne Anzeige kassieren. Das kann man im Netz genauso.

    Ich denke für mich ganz persönlich das ich immer sachlich bleibe und hier bisher niemanden Beleidigt habe. Egal wie man was schreibt es fühlt sich doch immer irgendjemand auf den Schlips getreten und mein persönlicher Höhepunkt war die Äußerung "Forenkrieg".

    Langeweile ist der Zeitvertreib der Dummen. (Erhard Blanck)

  • [quote='Tobbe_','http://www.hoerspieltalk.de/index.php/Thread/13882-Simeon-Hrissomallis-Offener-Brief-an-alle-illegalen-Downloader/?postID=222022#post222022'][quote='schelo','http://www.hoerspieltalk.de/index.php/Thread/13882-Simeon-Hrissomallis-Offener-Brief-an-alle-illegalen-Downloader/?postID=222009#post222009'][...]

    Anscheinend wird nicht verstanden.

    Du und jeder andere darf schimpfen und seine Meinung äußern. Aber wie Im jeder Diskussion und auch im echten Leben macht der Ton die Musik. Manch einer hier im Forum weiß leider nicht, was das heißt. Wenn man im echten Leben jemanden beleidigt, dann kam man ne Anzeige kassieren. Das kann man im Netz genauso.


    Mit dem kleinen Unterschied, das für eine Anzeige wirklich etwas passiert sein muss. Hier kam aber die Moderatorenkeule obwohl alles ruhig war.

    Arguing that you don’t care about the right to privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don’t care about free speech because you have nothing to say.

  • Vielleicht hat sich ein unbequemes Thema sogar verbessert, oder im schlimmsten Fall verschlimmert?

    Das Thema hat sich gewaltig "verbessert", ich habe vor ein paar Wochen mit einem Bekannten gesprochen, der Urberrechtsverletzungen im Internet beruflich verfolgt. Da geht es zwar hauptsächlich um Musik, aber prinzipiell ist der Hörspielmarkt ja nicht anders. Durch die Streams und das Debakel bei boerse.bz ist der illegale Markt ziemlich zusammengebrochen. In den darauf spezialisierten Kanzleien sind nur mehr ein Bruchteil der Leute tätig, weil es einfach viel weniger zu verfolgen gibt.

    Ansonsten kann ich mich nur diesen Worten von schelo anschließen, eine Schere im Kopf sollte es nicht geben, schon gar nicht bei Moderatoren:

    Quote

    Wenn schon in der Königsklasse (also Diskussionen mit direkten Bezug auf einzelne Titel) kein wirklicher Flow aufkommt (und ihr seid das IMHO aktivste Board im Netz), dann sollte man zivil ablaufende Diskussionen nicht mit Negativ-Posts runterziehen, selbst wenn einem das Thema nicht behagt.Hier schon vorab einzugreifen, obwohl gar nichts passiert ist, fördert nur 2 Dinge: Die Schere im Kopf und damit die Unlust, überhaupt zu diskutieren. Schließlich könnte ja der nächste Post schon wieder dazu führen, vom Mod einen „Verweis“ zu bekommen.

    “Life can't just be about solving one miserable problem after another, that can't be the only thing, they need to be things that inspire you and that make you glad to wake up in the morning and be part of humanity”

  • Durch die Streams und das Debakel bei boerse.bz ist der illegale Markt ziemlich zusammengebrochen.

    Mit "Streams" meinst du Spotify & Co.?
    Da es dort mittlerweile viele Hörspiele gibt, kann ich mir gut vorstellen, dass viel zu Streaming Portale greifen, die vorher schon mal zu illegalen Quellen gegriffen hätten. Laut Spotify Gründer ja auch einer der Ziele.

  • Mit "Streams" meinst du Spotify & Co.?
    Da es dort mittlerweile viele Hörspiele gibt, kann ich mir gut vorstellen, dass viel zu Streaming Portale greifen, die vorher schon mal zu illegalen Quellen gegriffen hätten. Laut Spotify Gründer ja auch einer der Ziele.

    Was den Labelinhabern wenigstens ein klein wenig in die Kassen spült. Auch wenn es wenig ist.

  • Beleidigung, Anwalt, Anzeige: Kamica hat das schon schön geschrieben. Nämlich, dass erstmal was wirkliches passieren muss! Und erfahrungsgemäß ist selbst das dann meist ein Grund für Staatsanwaltschaft und Gericht, es wegen "Geringfügigkeit" und "nicht ausreichendes öffentliches Interesse" im Sand verläuft, einzustellen unmittelbar nachdem die Polizei die Anzeige aufgenommen hat. Außerdem, wer meint immer gleich zum Anwalt oder zur Polizei rennen zu müssen, sollte IMHO lieber andere professionelle Hilfe in Anspruch nehmen ;) .

    Moderatorenkeule: auch hier gehe ich mit Kamica, Schelo und Tobbe und Markus0815 einher - Allerdings kann ich auch das Team verstehen, dass da schon "eingegriffen" wird, bevor was passiert ist. Gerade bei diesem Thema hier hat die Vergangenheit ja leider zu oft gezeigt wohin es führen kann. Und hinzu sei noch angemerkt, dass gerade Teams von HSP-Foren, insbesondere auch hier, sowieso immer sehr sensibel auf das Thema reagieren. So kommen also in Summe viele Faktoren zusammen, die dieses Thema so kompliziert und brennzlig machen. ^^


    :)

    1400 km auf Sommerreifen .... , und das mitten im Winter

  • Was den Labelinhabern wenigstens ein klein wenig in die Kassen spült. Auch wenn es wenig ist.

    Wenn es tatsächlich den Tatsachen entspricht (ich kann dazu nichts sagen, weil mir keine Infos vorliegen), dass wegen legaler Alternativen wie Spotify und Co. die Zahl der illegalen Downloads drastisch zurückgegangen ist, dann wäre dies zunächst einmal eine tolle Sache. Denn dies würde ja unter anderem bedeuten, dass eine ganze Reihe von Hörspielfans in die Legalität zurückgekehrt sind.

    Für so manchen Produzenten ergäbe sich aber ein neues Problem: Bislang waren es nicht zuletzt die illegalen Downloader, die in den vergangenen Jahren für die wirtschaftliche Misere der Label verantwortlich gemacht wurden. Dieses Argument fiele aber durch den massiven Rückgang der illegalen Downloads weg. Wie will man dann stattdessen argumentieren? Etwa damit, dass man als Label pleite geht, weil die Hörer zwar ein legales Angebot nutzen, Spotify je Stream aber nur einen lächelich kleinen Betrag überweist? Denkbar. Aber dann müsste die Konsequenz ja sein, dass man die Hörspiele von Spotify zurückzieht, weil es sich nicht lohnt und darüber hinaus u.U. sogar den Verkaufszahlen der CDs und der legalen Downloads schadet. Die Folge eines solchen Schritts kann man sich aber leicht vorstellen: Die illegalen Downloads würden ihr Comeback feiern. So sieht ein echter Teufelskreis aus.

    Ich habe kein Problem mit Spotify und Co. Doch der "Stein der Weisen" scheinen solche Plattformen aus Sicht der Label irgendwie dann doch nicht zu sein.

  • Etwa damit, dass man als Label pleite geht, weil die Hörer zwar ein legales Angebot nutzen, Spotify je Stream aber nur einen lächelich kleinen Betrag überweist? Denkbar. Aber dann müsste die Konsequenz ja sein, dass man die Hörspiele von Spotify zurückzieht, weil es sich nicht lohnt und darüber hinaus u.U. sogar den Verkaufszahlen der CDs und der legalen Downloads schadet. Die Folge eines solchen Schritts kann man sich aber leicht vorstellen: Die illegalen Downloads würden ihr Comeback feiern.

    Es könnte aber auch was gutes haben, indem Hörspielmacher gezwungen sind, ihre Produkte weiter zu verbessern. Bisher war es ja so, daß Hörspielmacher und Hörspiele einige Zeit aus dem Boden geschossen sind, wie die sprichwörtlichen Pilze!
    Das goldene Kalb wurde aufgestellt und von der Hörspielszene so gut es ging gehuldigt - ob es eine marktwirtschaftliche Berechtigung dazu hatte oder nicht! Und weil niemand gerne einen Fehler zugibt, wurden Schuldige gesucht ;)

    Spotify und Co. haben für mich nebenbei einen marktbereinigenden Effekt. Finde ich zwar nicht unbedingt gut, aber ich kann sicher sein, daß in einiger Zeit immer bessere Hörspiele dort angeboten werden, weil 08/15 - Fan Produktionen sich dort nicht lange halten können. Jedenfalls nicht so lange, wie es über den üblichen bisherigen CD Verkauf möglich war. Seien wir mal ehrlich zu uns selber. Wer sich hier im Forum und anderswo angemeldet hat und sein neues Hörspiel beworben hat, der hat einige Verkäufe mehr im Säcklein.
    Bei Spotify entscheidet der Hörer erst nach dem Anhören des ersten Track, ob er die restlichen Tracks anhören will - wobei der Hörspielproduzent im schlechtesten Fall nur für den ersten Track sein Geld bekommt.

    Nun soll aber niemand denken, daß ich persönlich hinter Spotify stehe. Ich habe zwar Deezer installiert um in einige Produktionen mal rein zu hören, aber mehr Bedeutung messe ich der Geschichte nicht zu.

    Für MICH war der bisherige Weg über den CD Verkauf besser. Auch wenn dadurch einige Pilze mehr aus dem Boden schiessen - ich gönn jedem den Versuch etwas vom Kuchen zu bekommen!

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