Schaden Fans der Hörspielszene?

  • Gerade eben hatte ich eine interessante Unterhaltung auf Facebook, welche mich dazu drängte dies hier mal zur Diskussion zu stellen.

    Schaden die Fans ihrem eigenen Hobby?

    Da ich mich ja in diversen Sammelgebieten aufhalte, muss ich gestehen das es eigentlich in jedem Fandom gleich ist. Es gibt Leute mit denen kann man gut und angenehm diskutieren und dann sind da die Hardcorer...

    - Die Fans, welche meinen das man den Produzenten erzählen könnte wie die ihre Arbeit zu machen haben und was sie zu produzieren haben.

    - Die Fans die anderen Fans, oder Sympathisanten wie mir, erklären was mann wann wie zu sehen und zu sagen hat.

    - Die Fans die denken das sie wichtiger sind als das Produkt, ohne das sie nicht mehr leben zu können scheinen.

    ...um nur 3 Beispiele zu nennen.

    Doch da ist auch noch die andere Seite...

    - Die Labelbetreiber, welche in Hasspredigten per Mail und Telefon verfallen, weil man etwas negatives über ihre Produktion geäußert hat.

    - Die Produzenten, welche sämtliche Informationen dann nur noch über die eigene Webpräsenz präsentieren, wenn man etwas kommentiert und nachgefragt hat, was nicht als Werbung zu nutzen ist oder subjektiv zu kritisch war.

    - Die Produzenten, welche eingentlich nur einen Trend kaufmännisch ausnutzen und die Junkies bedienen, aber ansonsten das Medium nicht wirklich für interessant halten und die eigenen Kunden eher belächeln.

    Scheint irgendwie nicht gerade der Stoff zu sein, aus dem Symbiosen gemacht werden, oder?

    Ich habe keine Lust mit Godzilla-Fans per ICQ zu reden, die mir dann erzählen was ich doch kennen muss und das ich doch gar kein Fan bin. Das gleiche gilt für Fans jeder anderen Coleur. Gibt es da keine Abstufungen, oder ist es das Internet, welches sowas so extrem blühen lässt?

    Den Autoren von Perry Rhodan wurde vor eine paar Jahren nahegelegt sich nicht mehr so nah mit den Fans zu beschäftigen, da dies seltsame Blüten trieb. Es macht sicher auch Sinn, wenn auf einem Con von Wichtigtuern geschrieen wird "Ey, XY, wenn Du da fertig bist, gehen wir wieder einen saufen, so wie letzte Woche!", das nicht ein wenig einzudämmen.

    Ich denke schon das die ganzen Großschnauzen dem Fandom Schaden zufügen durch zu aufdringliches Getue.

    Oder etwa nicht?

  • Ein interessantes Theam, daran habe ich seit der Diskussion um Sherlock Holmes auch gedacht, ob der Fan sich irgendwie selber schadet.

    Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Aber ich finde, dass Fans, aber natürlich auch jeder andere der Hörspiele hört, ein Recht haben ihre Meinung zu äußern, dabei sollten halt einige Regeln des Zwischenmenschlichen Lebens beachtet werden.

    Wie bei allem gibt es halt leider überall Extreme. Ich kann es selber nicht leiden, wenn mir vorgeschrieben wird, wie ich was zu beurteilen und zu finden habe. Ich muss außerdem nicht alles kaufen was auf dem Markt erscheint und das ist ja auch gut so. Ich bin ja schließlich auch immer nur einer von vielen. Und letztendlich entscheidet die Masse darüber ob es sich gut verkauft oder nicht. Da kann man noch so laut schreien und sich ärgern das Produkt A mehr gekauft wird als B obwohl B ja wesentlich besser sein soll als A.

    Aber wenn ich darüber nachdenke, schaden Fans sicherlich nicht der Hörspielszene, wer weiß wie es ohne sie in der Hörspiellandschaft aussehen würde. Ich sehe das so ähnlich wie beim Fußball, paar Chaoten und Verrückte gibt es leider immer. Leider kann diese Minderheit aber manchmal schon einem das Hobby vermiesen.

    Niemand kann so hart zuschlagen wie das Leben.

  • Schaden Fans der Hörspielszene 17

    1. MANCHMAL (8) 47%
    2. JA (5) 29%
    3. NEIN (4) 24%

    Das Thema passt ein wenig auch zu diesem thread hier: Was macht einen Hörspielfan eurer Meinung nach aus? , denn bevor man die Frage stellt ob Fans der Hörspielszene Schaden zufügen, ist es wohl auch wichtig zu wissen was wir unter einem Fan verstehen. Ist jeder Käufer ein Fan? Wenn dies der Fall wäre, dann schadet der Fan der Szene sicherlich nicht, weil jeder Käufer für die Branche überlebensnotwendig ist. Darüber hinaus stellt sich natürlich die Frage was denn genau die Hörspielszene sein soll? Sind es die Fans unter einander? Ist es die Branche und die Fans zusammen? Letzteres wäre meine Form der Definition. Und auch hier komme ich für mich zum Schluss, dass Fans nicht schaden, sondern eher dafür verantwortlich sind, dass es eine Branche und eine Szene gibt.

    Angel74 hat etwas für mich sehr wichtiges geschrieben:

    Quote

    Aber ich finde, dass Fans, aber natürlich auch jeder andere der Hörspiele hört, ein Recht haben ihre Meinung zu äußern, dabei sollten halt einige Regeln des Zwischenmenschlichen Lebens beachtet werden.

    Wenn diese einfache, aber doch so schwere Regel eingehalten werden kann, dann ist eine Symbiose und ein Zusammenleben zwischen Fans und Labels eigentlich kein Problem. Es wird leider, wie ich auch selbst letzten Freitag/Samstag miterleben musste, immer Ausnahmesituationen geben, in denen Emotionen hoch gehen und man sich zu falschen Ausdrucksweisen hinreissen lässt. Das passiert, sollte aber die Ausnahme sein. Ich behaupte einmal, dass wir im Hörspieltalk viele schöne und positive Dinge ins Leben gerufen haben, dass wir aktiv die Szene mit geprägt haben und auch versucht haben eine möglichst höfliche und faire Gesprächskultur zu führen.

    Von daher ein klares NEIN. Ich hänge einmal eine Umfrage bei. Bin gespannt wie dies die anderen Talker sehen #winkewinke#

  • Da müsste man glatt eine gegenfrage stellen - Ist ein meckernder Fan überhaupt noch Fan von der Sache?

    Display Spoiler

    Ich mein wir sind in Deutschland und während einem Fußballspiel haben 40.000 Trainer auf den Zuschauerränken sitzen die alles besser wissen wollen - von daher was soll das hin und her? Ich finde viele verlieren in der ganzen Diskusion oft den Fokus auf das Wesentliche. Produzenten haben eigentlich kein Interesse an Fans sondern wollen lieber verkaufen. Wenn das Endprodukt gut ist, dass sich in der Kundschaft eine Fangemeinde bildet ist es eigentlich ein gutes Zeichen für die Produzenten, dass ihr Produkt was getaugt hat. Hardcorefans die mit den Produzenten arg stark ins Gericht gehen, weil sie der Meinung sind, dass das fertige Produkt nicht ihren Erwartungen oder dem Können oder was weis ich nicht zusagt, werden meistens ignoriert und schaden eigentlich nur sich selber. Produzenten haben nicht wirklich den Anspruch in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit mit den Fans ihr Produkte zu erstellen, das kommt dem Spruch "Viele Köche verderben den Brei" gleich und das will wirklich keiner. Und wenn alle Fans plötzlich der Meinung sind das war Scheiße und Doof und sie sich ärgern, sollte der Fan sich nicht überlegen - "okay ich hör auf mit der Sammlerei" - Fans können mittels ihrer Kaufkraft wesentlich mehr Marktmacht ausüben als mit Meckerei, dennoch kann man es auch nicht allen gleich Recht machen. Man verliert Fans oder man gewinnt vielleicht sogar neue Fans - doch das ist nicht definitiv nicht das Ziel von Produzenten - sie wollen Verkäufe und keine meckernden Fans. Kritik ist zwar gerne gesehen und heiße Diskusionen fördern im Sinne der Mundpropagande auch eine Form der Werbung für das Produkt ist aber meiner Meinung nach vollkommen unerheblich für die Produzenten. In Deutschland herrscht Meinungsfreiheit - das heißt zwar man darf seine Meinung äußern - muss es aber nicht. Viele von denen die Meckern sollten sich vielleicht mal überlegen ob das überhaupt zielführend sein kann. (egal ob von Seite der Produzenten oder der Fanseite).

  • Es wird leider, wie ich auch selbst letzten Freitag/Samstag miterleben musste, immer Ausnahmesituationen geben, in denen Emotionen hoch gehen und man sich zu falschen Ausdrucksweisen hinreissen lässt.

    Diese kann man aber irgendwie komplett vermeiden, wenn man dem Hobby irgendwann mal den mentalen Mittelfinger zeigt. Das habe ich bisher mit jedem Sammelbegehren irgendwann gemacht und bin damit ganz gut gefahren. Man bekommt Abstand und sieht alles nicht mehr ganz so eng wie vorher.

    Z.B. 1: Früher hätte mir ein Comichändler niemals einen Comic verkaufen können, der auch nur die geringste Anzeichen von Fremdberührung aufgewiesen hätte. Das ist absoluter Schwachsinn, war aber nunmal so. Heute wundern sich die Mädels und Jungs beim Comix Hanover wenn ich nicht 2 Tüten haben will sondern alles in eine Tüte quacke - leichte Schäden hin oder her. Das ging aber erst nach 10 Jahren Abstinenz, nach Außenbetrachtung der ganzen Klamotte.

    Z.B. 2: Nach 2 Jahren nur USA-Hörspiele sehe ich die ganzen Dinge der deutschen Hörspielszene nicht mehr so verbissen, wie noch zu meiner Zeit als Mitinhaber der Hörspiellobby. Die deutsche Hörspielszene, und deren Bevölkerung (Anwesende zu 98% ausgenommen), nimmt sich zu 75% selbst zu wichtig - wie ich mich damals leider auch - mich von dem Fakt auszuschliessen wäre Quatsch. Heute geht mir das relativ am Arsch vorbei und Produzenten, die ich für menschliche Arschlöcher halte - bedingt durch Real Life Kontakt, können mir nichts verkaufen. Der Markt ist noch groß genug und die Idioten erstaunlicherweise nur sehr wenige.


    Zitatos dos Angelos74:

    Quote

    Ich sehe das so ähnlich wie beim Fußball, paar Chaoten und Verrückte gibt es leider immer. Leider kann diese Minderheit aber manchmal schon einem das Hobby vermiesen.

    Und das ist eigentlich die Quintessenz der ganzen Sache. Wenige laute Vollidioten überschatten den Spass und machen das Hobby in den Augen der Nicht-Hörspieler lächerlich.

    #hamburger#

  • Man sollte den Fan nochmal differenzieren in Hörspiel/buch Fan und den Fan eines bestimmten Hörspiels/buchs. Der Hörspielfan liebt die Art dieser künstlerischen Ausdrucksform generell. Er hat bestimmte Vorlieben für Genre's, Sprecher,usw...
    Ich glaube das diese Fans nicht so "brutal" auf eine Veränderung innerhalb eines Hörspiels oder einer Serie reagieren. Als Beispiel möchte ich die Sprecherwechsel bei Lady Bedfort anführen. Aus bekannten Gründen gab es da mehrere Wechsel. Aber das Genre und die Geschichten um Lady Bedfort gefallen mir immer noch sehr gut. Manche Geschichten sind durchaus etwas schwächer als andere aber ich als Käufer und Hörspielfan käme nie auf die Idee dem Autor oder Produzenten das vorzuwerfen. So etwas steht mir mMn als Fan nicht zu.
    Allerdings äußere ich meine persönliche Meinung und wenn mir ein Hörspiel nicht gut gefallen hat, sage ich das auch.
    Dies sollte von beiden Seiten auch akzeptiert werden und ist für mich auch legitim.
    Denn eine Sache bei unserem "Nischenhobby" sollte allen Beteiligten klar sein mir als Käufer steht es frei ein Hörspiel zu kaufen oder nicht, ebenso können die Produzenten auch ein Hörspiel oder Serie einstellen und keiner muß das rechtfertigen!
    Wir sind also in gewisser Weise voneinander abhängig und sollten deshalb auch respektvoll miteinander umgehen.

    saure Grüße
    Lemon

    Man kann nicht alles mit Worten ausdrücken
    zum Beispiel eine Zitrone!

    Edited 2 times, last by Dr.Lemon (September 10, 2012 at 2:36 PM).

  • thomas R.: Ich glaube wenn einem etwas sehr wichtig ist, dann werden einem gewisse Dinge niemals kalt lassen. Wenn sie einem doch kalt lassen, dann hat das Interesse an sich stark nachgelassen und man hat mit dieser Form des Hobbys (allgemein gesprochen) wohl gebrochen. Ich bezweifle, dass es da ein Mittelmaß oder ein Rezept gibt. Aber ich gebe zu 100% recht, mir ginge es sicher manchmal viel besser, wenn mich manches nicht mehr berühren würde (nicht nur auf Hörspiele beschränkt). Andererseits viele Verhaltensweisen wie auch viele Hobbys machen den Menschen zu dem wie er ist, mit all seinen Kanten und Ecken. Ob alles "aalglatt" und "nüchtern" zur Kenntnis nehmen und schlucken Eigenschaften sind, die man haben möchte?! Ich bin da für mich selbst noch nicht zu einer Meinung gekommen. Wo es Spass & Freude gibt, lauert auch immer irgendwo Ärger und Trauer. Ich denke es wird ohne dem einen und anderen nicht gehen, egal ob es im wirklichen Leben der Fall ist oder "nur" im Hörspielleben. Es gibt von STS ein sehr berührendes Lied, das sich "Kalt und kälter" nennt und dass darüber handelt, dass wir Menschen vieles einfach nur mehr kalt zur Kenntnis nehmen und dass es doch auch schön ist, sich zu freuen, zu lachen, aber auch zu weinen und sich zu ärgern. Ich denke so lange alles in einem erträglichen und fairen Rahmen abläuft, ist es gut so wie es ist #jaja#

    Quote

    Wir sind also in gewisser Weise voneinander abhängig und sollten deshalb auch respektvoll miteinander umgehen.

    Ganz meine Meinung! Ein sehr schöner Satz, der so einfach klingt, aber manchmal leider auch sehr schwer zum umsetzen ist.

  • Markus G.: Erneut ein gepflegtes: HÄH?

    Ich denke da hast Du meinen Ansatz nicht so ganz verstanden. Es geht darum das mich gewisse Trolle nicht mehr auf die Barrikaden bringen, sei es nun Fans oder Macher. Ich geniesse das Hobby in seiner Reinform - so wie es eigentlich irgendwann einmal gedacht war - so wie ich es will und nicht wie irgendwelche Fuzzies mir das vorschreiben wollen und das hat mit "gebrochen" nichts zu tun. Wenn ich mit etwas gebrochen habe, isses weg und kommt auch nicht mehr wieder. Oder schreibe ich Beiträge in der Hörspiellobby? Oder mache ich Cover für den Hörplanet? Nö? Na also...

    Es geht mir darum seine Einstellung mal ein wenig zu nüchternisieren.

    Als Beispiel: "Ach ja, ich halte die neue Sherlock Holmes Serie ja für eine Raubkopie und rege mich gerade richtig volle Suppe darüber auf und habe schon zwei Blutstürze hinter mir. Aber: Scheiss was drauf, ich geh jetzt zu Pia und Eva und die Hörspiele könne mich mal am *Rattataziong*."

    Und als emotional kalt möchte ich mich nicht bezeichen. Frag mal unseren Vermieter, welcher nicht mehr mit mir reden möchte weil er Angst hat und das bestimmt nicht vor meiner emotionalen Kälte mit der ich alles hinnehme. Die menschliche Wärme ist nicht im Internet... #lach2#

  • Schaden ?( ...
    Ich denke eher nicht, denn manchmal ist es doch besser mit "schlechten News" in aller Munde zu sein, als "gute News" zu produzieren die aber keinen Menschen interessieren. Ich will damit sagen, die Aufmerksamkeit die z.B. die neue SHERLOCK HOLMES-Serie von ROMANTRUHE in den letzten Tagen hatte, hat sicherlich auch Neugierde geweckt und damit eventuell höhere Verkaufzahlen ermöglicht - ob die sich dann aber halten, hängt sicherlich ganz von der Qualität ab #daumenhoch# ...

    Das irgendeiner die Serie aufgrund der Konstellation boykottieren könnte, kann ich nicht glauben #wirr2# ...

  • Also wenn ich mich jetzt mal an meine Kindheit zurück erinnere, da war ich einfach nur froh wenn ich Hörspiele geschenkt bekommen habe oder mir einige wenige von meinem Taschengeld kaufen konnte. Da hat mich das drum herum gar nicht interessiert. Nachteil für mich war aber, ich kannte eigentlich nur Europa bzw. habe ich fast ausschließlich diese gesammelt und das waren dann Fünf Freunde, Drei ??? und TKKG. Nach und nach habe ich dann mitbekommen, dass es da mehr gab. Da habe ich mich wirklich nur aufs Hörspielhören konzentriert. Aber in der heutigen Zeit ist das halt alles anders. Da will man auch Informationen rund um ein Label haben und deren Planungen und und und. Der Wissensdurst beschränkt sich also auch um das Ganze drum und dran. Früher habe ich diese Möglichkeiten nicht gehabt bzw. wäre ich nie auf die Idee gekommen einen Brief an Europa zu schreiben oder gar dort anzurufen.
    Ich denke das früher die Labels ruhiger arbeiten konnten und es diese Fanszene so gar nicht gab. Ich könnte mir auch vorstellen das nun die Resonanz auf Hörspielprodukte höher ist als damals. Eben weil das Internet komfortabler ist und man mal schnell eine E-Mail schreiben kann. Auch gab es früher keine Rezensionen, Hörbproben oder ähnliches, da hat es einfach keinen interessiert.
    Von daher denke ich dass Fans heute einem Label schon von großem Nutzen sein können und zwar dann wenn eine Mehrheit z.B. gleich empfundene Mängel den Machern mitteilt. Aber wenn jemand so ziemlich alleine mit einer Meinung auf weiter Flur ist, dann wird es auch keinen von den Machern jucken bzw. den Drang haben etwas zu verändern.

    Niemand kann so hart zuschlagen wie das Leben.

  • Wieviele Fans sind in Hörspielforen aktiv? Hier ein paar Hundert, da ein paar Dutzend? Wieviele Hörspiele einer Serie verkaufen sich in Relation zu denen die zwar Hörspiele hören, aber nicht in Foren aktiv sind?
    Denke mal das nur ein kleiner Teil sich im Netz du dem gehörten äussert, dem Großteil ist das doch schei***egal und wenn er eine Folge 3 Fragezeichen gut oder schlecht fand kauft er trotzdem die Nächste.
    Die Frage müsste also eher lauten: Sind manche Labelbetreiber zu dünnhäutig und nehmen sich alles zu Herzen anstatt einfach ihr Ding durchzuziehen? ;)

    Brummel Grummel #kopfschuettel2#

  • Allgemein würde ich sagen, dass Fans der Hörspielszene nicht schaden. Denn Fans kaufen in der Regel gerne die Hörspiele und bringen so dem Label Umsatz.

    Bei den Beispielen, die Thomas R. im Ausgangspost angeführt hat, handelt es sich einfach um Leute, die meinen, ihre Ansicht wäre die einzig richtige und versuchen, allen anderen ihre Meinung aufzudrängen. Diese Leute haben einfach ein großes Problem mit sich selbst, das hat aber nichts mit Fan-Sein allgemein zu tun. Das wäre bei denen in anderen Fan-Bereichen, z. B. Fußball, genauso. Da stimmt das soziale, zwischenmenschliche Verhalten einfach nicht. So wie Angel74 es auch schon angesprochen hat. Jeder hat ein Recht auf seine eigene Meinung, auch wenn soempfundene Hardcore-Fans das vielleicht nicht wahr haben wollen.

    ___________________________________________________________________________________________________

    Ich bin heute so farbenfroh, ich habe fünf verschiedene Schwarztöne an.

  • Jeder Jeck is anders!

    Alles was man macht hat auch mit Emotionen zu tun und da gibt es verschiedenen Komponenten. Die Grunsatzhaltung, das momentane Empfinden, die aktuelle Situation , etc. ........

    So wie es Leute gibt, die sich über nix freuen - denen kannste den Arsch mit Gold versiegeln und der hät noch niddens "Leck mich am A..." jesacht .... und andere freuen sich en Ast über jeden Furz ........ Und so ist das eben auch bei Berufen und Hobbies - jede ist emotional anders dabei (oder auch nicht) , aber wer entscheidet, was richtig und was falsch ist !? - doch jeder für sich selber. Und dann gibt es Leute, die sehen das genauso wie ein anderer und andere sehen das eher nicht so und vertreten eher die meinung des anderen - manche aktiv, manche passiv ........ es gibt Leute, die polarisieren und andere neutral oder "schwimmen mit"

    Das gilt sowohl für Fans als auch für Macher

    Und controverse Diskussionen, wie bspw. bei Hörsturz, Morbius, Larry Brent (R&B + RT/WZ), Sherlock Holmes hoch x, ....... tragen ja auch zur "Werbung" bei. Es erregt Aufmerksamkeit und gewolltes oder nicht gewolltes Interesse ...... außerdem bedarf es überall Pro+Contra .... wie langweilig, wenn alle gleich oder ähnlich wären, oder es nur schwarz und weiß gäbe.

    Und Schaden-Nutzen gibts, wenn man sich nicht beeinflussen lässt und und sich seine eigenen meinung bilden kann. Dann entscheidet nur Angebot und Nachfrage .... und oft ist es so, dass die, die am härtesten wettern, trotzdem bzw. gerade diesterhalb und desterwegen am meisten konsumieren.

    . #

    Die einen kennen mich #winkewinke# - die anderen können mich#pokuss#

    " Ersteller des 1. Beitrages 2010,11+12 "

  • Die Frage müsste also eher lauten: Sind manche Labelbetreiber zu dünnhäutig und nehmen sich alles zu Herzen anstatt einfach ihr Ding durchzuziehen? ;)

    Das ist auch eine berechtigte Frage, denn einige Labelbetreiber betrachten Foren eher als Werbeplattform uns sind nicht davon erbaut wenn negative Meinungen kund getan werden.

    Nur, kann ich es als jemand der eine Webseite mit subjektiven Meinungen zu Hörspielen betreibt leisten alles schön zu reden, auch wenn es mies ist, nur um dem Labelbetreiber nicht "weh zu tun"? Ich denke nicht das dies der Sinn sein kann. Auch hier gibt es wieder Ausnahmen, welche aber nicht die Masse bestimmen. Ich finde weder schönreden noch schlechtreden sinnvoll.

  • thomas R.: <rant mode on>es würde ja schon helfen, wenn gewisse Rezi-Seiten nicht einfach drauflos schreiben, sondern (a) zwischen objektiver Informationswiedergabe und pers. Meinung z.B. durch Absatztrennungen unterscheiden und (b) etwas differenzierend darstellen, sei es irgendwo im "about me" oder so, wie denn ihre eigene Erwartungs- und Wunschhaltung gegenüber Hörspielen ist. Für mich war es nämlich echt schwer, die Messlatten anzulegen, wenn das gleiche Hörspiel beim einen hochbejubelt und beim anderen bitter verrissen wurde. Das gab ein paar unnötige Fehlkäufe.

    Schätze allerdings, ein paar Zeilen wie "ich geeke total aus, wenn es Zombies im Hörspiel gibt, mit langatmigen Psychospielen in Krimis brauchst du mir nicht zu kommen" oder "Ich suche in der Hauptsache nach sozialkritischen Inhalten, aber Liebesgeschichten sind mir suspekt" oder "Meine Lieblingsserien: .... / Weniger mag ich: ..." würden auf die Verfasser zu selbstlimitierend wirken.<rant mode off>

    Obiges geht gegen keine einzelne Reziseite, die ich im Auge hätte, das ist nur die Summe von Beobachtungen.

  • Da stimme ich dir zu, Krusenstern. Ich versuche, soweit ich daran denke, stets mit einzubauen was ich favorisiere und warum ich das so sehe - mit Einganssätzen wie "Eigentlich mag ich ja Sado-Maso-Hörspiele nicht, aber hier..." usw.. Ist aber schweirig daran zu denken. Gelingt mit heutzutage, wo ich wensentlich weniger verfasse als damals, leichter. Bei mir ist alles zu jeder Zeit subjektiv und ich mache für mich keinerlei Objektivität geltend. :)

  • Dann wäre es auch generell mal schön, wenn Rezis nach einer gewissen Zeit durch Nochmal Hören ggf. editiert oder gar neu geschrieben würden.

    Das wäre doch eine interessante Sache. :)

    . #

    Die einen kennen mich #winkewinke# - die anderen können mich#pokuss#

    " Ersteller des 1. Beitrages 2010,11+12 "

  • Nach 2 Jahren nur USA-Hörspiele sehe ich die ganzen Dinge der deutschen Hörspielszene nicht mehr so verbissen, wie noch zu meiner Zeit als Mitinhaber der Hörspiellobby. Die deutsche Hörspielszene, und deren Bevölkerung (Anwesende zu 98% ausgenommen), nimmt sich zu 75% selbst zu wichtig - wie ich mich damals leider auch - mich von dem Fakt auszuschliessen wäre Quatsch. Heute geht mir das relativ am Arsch vorbei und Produzenten, die ich für menschliche Arschlöcher halte - bedingt durch Real Life Kontakt, können mir nichts verkaufen. Der Markt ist noch groß genug und die Idioten erstaunlicherweise nur sehr wenige.


    Stimmt. Wie jede Sammelcommunity hält sich die Szene für ein bissel elitär. Das wäre nicht so schlimm, wenn ihre Lautstärke nicht manchmal rüberkäme als "wir sind das (Hörspiel-)Volk!"

    "Das Volk" hört DDF, ein paar auch Sinclair. Alle, die von Caine, Lady Bedfort, Mark Brandis oder Dorian Hunter auch nur gehört haben, scheitern beim Wahltag an der 5%-Hürde. So sieht die Realität aus.

  • Quote

    Das gab ein paar unnötige Fehlkäufe.

    @Krusensterne: Haben bei Dir Rezensionen einen so hohen Stellenwert, dass Du diese als Hauptkriterium für den Kauf von Hörspielen heran ziehst?

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