Entschuldigung, dass ich den hiesigen Ringelpietz durch meine Anwesenheit so empfindlich gestört habe. Vielleicht trifft mich ja um 18:30 der Blitz (sic!) und ihr seid von mir erlöst.
Die Zukunft des HSP - Downloads/mp3 , Crowdfounding & Co
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Bei Sherloch Holmes laufen die Originalgeschichten von Doyle noch am besten.
Ich bin ja nur ein ganz normaler Marktbeobachter, aber das zweifle ich mehr als stark an und bin mir sicher, dass die "Neuen Fälle" von Romantruhe mit Abstand am besten laufen. Und zwar in einer ganz anderen Liga als all die "Wir machen Doyle weil es gratis ist"-Nummern. Und das völlig zurecht, da auch die mit Abstand stärkste Produktion am Markt ist. -
Trotz des schwachen Marktes kamen im letzten Jahr knapp rein kommerzielle 374 Produktionen* raus, in 2013 waren es 357.
*Das sind nur die rein kommerziellen, da sind keine Ko-Produktionen oder Zweitverwertungen von Radiohörspielen dabei.Letztlich sind die 374 natürlich die Zahl, die den Markt korrekt wiedergibt und sonst nix. Wobei es auch zu bedenken gibt, dass die Zweitverwertungen von Radiohörspielen ja auch dramatisch zugenommen hat in den letzten Jahren. Kann also gut sein, dass nie mehr Hörspiele veröffentlicht wurden als in 2014. So geht Krise also

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Apropos Glauben: Ich glaube an das wichtigste im Leben und das ist Jesus Christus.
Was hat das jetzt mit Fußball zu tun ?!Dort bete ich für Euch alle, die Hörspielforenwelt und deren User,
Aber bitte nicht für mich. Ich will damit nix zu tun haben. Danke.@Simeon: (was folgt ist keine Ironie, sondern ernst gemeint!)
Ich danke dir, dass du seit Jahren immer wieder bereit bist etwas aus dem Hintergrund nach vorne zu holen. Also aus der Szene. Auch wenn es da andere aus der Szene gibt, die meinen es befinde sich gereade alles dabei sich zu bereinigen und zu erholen, usw. Man muß halt mal festhalten: gehe zu 5 Ärzten und du bekommst 10 verschiedene Diagnosen. So wird es die macher gegebn, die mit dir voll einer Meinung sind, andere wiederum halten, warum auch immer, dagegen. Dies gibt es in jeder Branche und bei jedem Hobby, in der Politik und in der Wirtschaft, und und und. Und ich denke es spricht auch nichts dagene, dass man deine Ausführung (skeptisch) hinterfragt. Du hast Stellung bezogen und erklärt, mehr kannst du nicht tun.
Es hat immer schon Leute gegeben, die haben es vorher (besser) gewußt und wurden dafür immer belächelt und wenn es dan irgendwann eingetroffen ist, hat man von den Lächerlern nix mehr gehört oder sie können sich an nichts erinnern.
Das einzige was bleibt ist einfach abzuwarten ob und wann deine Apokalypse tatsächlich eintritt. Solange jedoch ein reichliches Angebot / Überangebot gibt, klingt es in anderen Augen und Ohren natürlich erstmal unglaubwürdig.Dieter Nuhr sagte mal: "Seit 30-40 Jahren wird "Panik" gemacht, dass die Wälder sterben und dass das Konzequenz für die Menschheit haben wird, aber wir leben immer noch fröhlich vor uns hin! Das hemmt ein wenig die Angst ..."
Nun, beide Seiten haben recht. Wer die Konsequenzen heute noch leugnet, will oder kann es nicht wahr haben. Dennoch aber wird es von vielen nicht ernst genommen und belächelt, obwohl es ernst ist !
HSP fallen zwar nicht unter "lebensnotwendig", aber das Prinzip "Bestehen oder Nichtbestehen" ist das gleiche. -
Ich bin ja nur ein ganz normaler Marktbeobachter, aber das zweifle ich mehr als stark an und bin mir sicher, dass die "Neuen Fälle" von Romantruhe mit Abstand am besten laufen. Und zwar in einer ganz anderen Liga als all die "Wir machen Doyle weil es gratis ist"-Nummern. Und das völlig zurecht, da auch die mit Abstand stärkste Produktion am Markt ist.Du vergisst sowohl die Massen an Fans, die solch "Pastiches" immer etwas kritisch gegenüber stehen. Egal jetzt ob sie gut oder schlecht sind.
Bekannte Geschichten verkaufen sich einfach besser, weil sie jeder kennt. Deshalb wird sich der bekannte Doyle einfach besser verkaufen.
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Die Zahlen von Maritim zu den alten Holmes und die von Romantruhe zu den neuen werden wir nicht bekommen.
Aber ich hab da eine Zahl in der Hinterhand, 40.000 Hörer von "Der bibelfeste Mörder" auf Spoti. Simeon kann diese Zahl sicherlich gut einordnen.
Mein Verdacht ist auch, dass es den Hörern viel wichtiger ist, dass Rode und Groeger Holmes und Watson sprechen als ob die Geschichte von Doyle oder Masuth ist. Solange die Geschichte gut ist. Aber das ist wirklich nur ein Verdacht, aber die obige Zahl steht.
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Der folgende Artikel hat zwar nicht direkt was mit Hörspielen zu schaffen, zeigt aber mal die aktuelle Lage bei Music Streaming Diensten und bring die Vor- und Nachteile auf den Punkt.
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Nix Neues, aber dass Spoti von meinem Zehner im Monat nur 2,08 Euro behält, das ist schon krass.
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Entschuldigung, dass ich den hiesigen Ringelpietz durch meine Anwesenheit so empfindlich gestört habe. Vielleicht trifft mich ja um 18:30 der Blitz (sic!) und ihr seid von mir erlöst.
Wie es aussieht, hat es da mal kräftig eingeschlagen! Wie schlimm ist es denn

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Nix Neues, aber dass Spoti von meinem Zehner im Monat nur 2,08 Euro behält, das ist schon krass.
Wenn Hörspiele nicht als "one track streams" eingestellt werden, sondern als "ein Hörspiel = 10 tracks", ist die Marge zwar höher, aber die Abrufzahlen niedriger. In jedem Fall summieren sich die Zehntelcent nicht hoch genug.Skylla und Charybdis, wenn man so will.
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Wenn Hörspiele nicht als "one track streams" eingestellt werden, sondern als "ein Hörspiel = 10 tracks", ist die Marge zwar höher, aber die Abrufzahlen niedriger.
Mh, aber so richtig leuchtet mir nicht ein, warum das gerade beim Streaming so sein sollte?
Ich meine, wenn sich jemand für das Hörspiel interessiert, will er doch nicht nur den 1. Track hören, oder?
Und selbst wenn alle nur den 1. Track hören, warum sollte der weniger Zugriffszahlen haben, als wenn der 1. Track nur genau 1 Track ist? Das macht doch für die Leute, die das mal eben anklicken im ersten Moment doch gar keinen Unterschied, oder? -
Ich denke mal, das Problem liegt ganz woanders!
Ich habe es bei mir vor kurzem feststellen können. Ich hatte bereits das ein oder andere Hörspiel über Streaming mehrfach gehört und erst viel später merkte ich eigentlich: Man, die Produktion kennst du jetzt schon fast aus dem FF…wozu dann noch kaufen? Ich bin auch Sammler, aber genau diese Eingebung machte mich stutzig bzw. machte mir das Problem dahinter klar:
Du kannst jederzeit für 10 EUR in Monat eine unglaubliche Anzahl an (Musik, Hörbüchern und Hörspielen) werbefrei und legal konsumieren! Rechnet man das mal quer, dann ist dass der durchschnittliche Kaufpreis „EIINNEESSS“ Hörspiels!Für den Konsumenten und selbst als Sammler kann es keine bessere Alternative geben, da man ja das Produkt vollständig und in angemessener Qualität „Probehören“ kann. Es kann gut passieren, wie auch vereinzelt bei mir, dass es mich letztendlich vom Kauf abhalten hat, weil es mich insgesamt nicht vollkommen begeistern konnte.Das wäre ohne Streaming nicht möglich gewesen…ich hätte die CD gekauft und bei Nichtgefallen dann wohlmöglich weiterverkauft oder sogar verschenkt.
Das erklärt u.a. auch, dass DDF und Konsorten ihr eigenes Ding schieben. Man rechnet lieber einen illegalen Downloadanteil mit ein in die Kalkulation (sind zumeist eh keine potenziellen Kunden), anstatt einem viel größeren, zahlungswilligen Publikum eine legale Möglichkeit zu bieten, für praktisch“ lau“ die Folge zu hören. Das ist „Wirtschaftsdenken“! Einfach, aber effektiv! Wenn du im Vorfeld weißt, dass du hohe fünf- bis sechsstellige Abrufzahlen (alle kleinen Labels) nicht erreichst und somit keinen Mehrwert aus der Sache ziehst….dann lass es! Vergiss das Thema „Vergrößerung des Bekanntheitsgrads“ wenn dir dadurch Saldos entstehen, die du dann nicht mehr refinanzieren kannst!
Ich bin mir sicher, dass allein der vorherige Satz die meisten Produzenten im Hörspielbereich überfordert. Und genau da…fängt die Misere an!
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Du kannst jederzeit für 10 EUR in Monat eine unglaubliche Anzahl an (Musik, Hörbüchern und Hörspielen) werbefrei und legal konsumieren! Rechnet man das mal quer, dann ist dass der durchschnittliche Kaufpreis „EIINNEESSS“ Hörspiels!
Da sagst du was! Ich merke an mir selber, dass ich mit der Zeit auch immer mehr Hörspiele "nur" bei Napster konsumiere. Oft erscheinen die Streaming Versionen in Napster sogar pünktlich zum Erscheinungstag. Die Verlockung wird dadurch sogar noch größer.
QuoteFür den Konsumenten und selbst als Sammler kann es keine bessere Alternative geben, da man ja das Produkt vollständig und in angemessener Qualität „Probehören“ kann. Es kann gut passieren, wie auch vereinzelt bei mir, dass es mich letztendlich vom Kauf abhalten hat, weil es mich insgesamt nicht vollkommen begeistern konnte.Das wäre ohne Streaming nicht möglich gewesen…ich hätte die CD gekauft und bei Nichtgefallen dann wohlmöglich weiterverkauft oder sogar verschenkt.
Geht mir ganz genauso.
Auf der einen Seite habe ich das Streamen schätzen gelernt... der Preis ist immerhin sehr verlockend. Auf der anderen Seite finde ich die Entwicklung insgesamt erschreckend. Was, wenn die ersten Produkte kommen, die es NUR zum Streamen gibt? Ich muss auch sagen, dass ICH mir derzeit nicht vorstellen kann NUR auf Streaming zu setzen. Bestimmte Serien/Hörspiele werde ich mir auch weiterhin als Download oder auf CD kaufen. Mir ist einfach der Gedanke unsympathisch, dass der Anbieter jederzeit die Hörspiele aus der Streaming Platform entfernen kann und dann schaue ich in die Röhre, wenn ich es nochmals hören will.
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Ich bin mir sicher, dass allein der vorherige Satz die meisten Produzenten im Hörspielbereich überfordert. Und genau da…fängt die Misere an!
Ich denke mal, wenn man als Produzent das ganze nicht deuten kann, sollte man besser die Finger vom Hörspiel produzieren lassen und das ganze besser als Hobby betrachten

Sicherlich gibt es unter den vielen Hörspielproduzenten auch Kaufleute, aber wenn ich dann öfters lese, daß man in dem einem oder anderen Hörspiel sein ganzes Herzensblut einbringt, dann fange ich schon an zu lächeln.
Die aktuelle Markwirtschaft ist (leider) ein knallhartes Geschäft und hat momentan noch keinen Platz für Herzensblut!Ob sich die Lage noch irgendwann mal ändern wird, wage ich zu bezweifeln

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Ich kann es auch nicht verstehen. Ein Hörspiel/Hörbuch wird doch ganz anders konsumiert als ein Musikstück. Ein Mal in der Regel. Es gibt Musiktitel, die ich bereits hunderte Male gehört habe. Und jetzt kann man anfangen zu rechnen.
Hörspiele, die ich mir früher kaufen musste und die heute frei, legal und sofort in guter Qualität verfügbar sind, werden wirklich nur noch gekauft, wenn sie es wert sind. Und diese Zahl geht stetig bergab. Warum sollte ich noch einmal 10 Euro für etwas ausgeben, dass ich a) schon gehört habe und b) mir nicht so _wirklich_ gut gefällt? Eben! -
Ich gehe davon aus, dass der Preis der Hörspiele die Misere vorantreibt.
Otto-Normal-Bürger wird nicht lange rechnen müssen, um festzustellen, dass ein Hörspiel mittlerweile soviel kostet wie ein aktueller Film auf DVD.
Da wird dann halt schon sehr genau gerechnet, ob die 10€ in was audiovisuelles oder in ein reines Audio-Produkt investiert werden.
Wie man unschwer an den Abrufzahlen bei Spotify feststellen kann, werden immer noch reichlich Hörspiele konsumiert.Warum werden Die Drei ??? so massenhaft konsumiert, obwohl die meisten Folgen nicht wirklich bahnbrechend sind?
Warum geht bei den Drei ??? immer noch jedes 3. Hörspiel als MC über den Tresen?
Genau, weil eine vernünftige Infrastruktur geschaffen wurde, die Tonträger fast überall verfügbar sind und der Preis stimmt.Ich sehe es ja bei mir. Ich überlege seeeehr genau, ob ich mir für 10€ ein Hörspiel kaufe. Die neue ??? Folge, landet bei 4,99 einfach schneller im Einkaufswagen.
In jedem anderen Bereich (Filmindustrie, Videospiele, Musik etc.) ist es auch möglich, ein Produkt, welches den Gewinn schon eingefahren hat, nach einiger Zeit günstiger anzubieten. Bei Hörspielen nicht.
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In jedem anderen Bereich (Filmindustrie, Videospiele, Musik etc.) ist es auch möglich, ein Produkt, welches den Gewinn schon eingefahren hat, nach einiger Zeit günstiger anzubieten. Bei Hörspielen nicht.
...nur leider hindert das die Macher nicht, den gleichen Unsinn zu betreiben, wie die Filmleute. Also ein Hörspiel/Hörbuch rausbringen und relativ kurz dahinter irgendwelche Bundles für lau, was natürlich das Signal gibt: Wenn ich warte, spare ich Geld. Das ein 3er-Set irgendwann mal kommt ist prinzipiell schon in Ordnung, aber es muß schon etwas mehr Zeit vergehen, als nur 1 Jahr, oder weniger...
Die neue Flatrate-Kultur wird die Hörspiellandschaft weiter ausdünnen, denn wer glaubt, dass eine Flat für 9,95 für mehr Qualität sorgt, der irrt sich. Wie schon weiter oben richtig geschrieben: Die Flats, die jetzt in Mode kommen, haben den Preis EINER CD....
....ich finde diese Entwicklung sehr traurig und bedenklich. Viele Labels können nicht mal mit 8.95 klar komme, wo ja eh nur 3 oder 4 Euro ankommen, wie soll das mit diesen neuen Modellen klappen?! -
Eine sehr interessante und lebendige Produktion.
Für mich ist das interessanteste Problem meine Zeit. Ich verwende sie inzwischen für viele Dinge und höre unglaublich selten Hörspiele. Ich schaffe mich Einplanen vielleicht zwei pro Monat. Und irgendwie fange ich auch an mich von meiner Sammlung zu trennen. Derzeit gehen die viele CDs für 1 Euro bei ebay weg, was dem Sammlerherz weh tut, besonders bei den seltenen Indie-Produktionen, aber ich hoffe ja immer bei ebay, dass dann wenigstens andere Sammler zuschlagen und sich an dem Schnäppchen freuen. Und ich habe mehr Platz und schaffe es vielleicht irgendwann nur noch geniale Hörspiele zu haben (und bei Serien die Füllerfolgen, die aber wegen der Rahmenhandlung behalten werden oder der Optik). Da finde ich Streamingdienste schon sehr interessant. Mein Ansatz wäre, dass ich dann viel hören könnte - überall - und dann meine absoluten Lieblingshörspiele, also das was im Ohr bleibt und aus der Masse herausstickt, auf CD fürs Regal zu erwerben. So ungefähr wie Fernsehen und dann den Film aus DVD kaufen. Blöd, dass ich beides nicht mache. Und egal wie, die Konzepte scheinen mir für den Hörspielmarkt wenig förderlich, weil einfach die Interessentenmasse zu klein zu sein scheint. Für Back-Kataloge finde ich digitale Vertrieb toll. Also alles erstmal auf CD und wenn es das nicht mehr auf CD gibt, dann digital in Streaming-Diensten und dann wenigstens ein wenig Geld aus dem Altkatalog verdienen, was sonst nicht so ohne weitere möglich wäre. Das passiert auf dem Computerspielmarkt ja durch viele digitale Vertriebskanäle wie GOG auch. Dafür finde ich digital auch gut.
Wie gesagt, Flatrates etc. brauchen eine sehr große Masse um sich zu finanzieren. Die Mischkalkulation muss halt aufgehen.
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Wenn Hörspiele nicht als "one track streams" eingestellt werden, sondern als "ein Hörspiel = 10 tracks", ist die Marge zwar höher, aber die Abrufzahlen niedriger. In jedem Fall summieren sich die Zehntelcent nicht hoch genug.
Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz.
Um bei meinem Beispiel zu bleiben, wenn man "Der leise Trakt des Todes" mit 16 Track einstellt, dann mag die Abrufzahl des 16. Tracks marginal niedriger sein als bei einem "One Track Stream", aber insgesamt ist die Tantieme viel, viel höher. Es ist ja auch kein Zufall, dass die Hörspiele neuerdings 25 bis 30 Tracks haben. Und ob sich die "Zehntelcent" summieren oder nicht, das liegt ja einzig und alleine an der Anzahl der Hörer. Klar sind da für Mark Brandis nicht die 50.000 pro Folge der "Neuen Fälle" drin, aber ich glaube, Du wirst bald auch ein dankbarer Contentlieferant für Spoti, Napster und Co. werden. Genug Hörspiele hast Du ja, damit sich das rechnet, die einzige Frage ist die Sache mit Universal Musik, Folgenreich, etc., wer bekommt wie viel. Mal laienhaft dahingesagt
Das erklärt u.a. auch, dass DDF und Konsorten ihr eigenes Ding schieben.
Die schieben nicht in eigenes Ding, die rechnen täglich nach, wie sie die wertvollste Bombe der deutschen Hörspielgeschichte maximal verwerten können. Und da hat man bei Europa unterschiedliche Strategien und probiert viel aus. Bei "Fünf Freunde" ging man ja den rabiaten Weg, alles rauf auf Spoti und ordentlich Werbung reinballern. Das läuft gigantisch, 5.500 Follower, 105 Hörspiele, da klingelt die Kasse. Nur Peanuts im Vergleich zu DDF, vermutlich muss man da bei Sony jetzt erst einmal die Steuerabteilung paar Monate rechnen lassen, um die Millionen möglichst nicht 50:50 mit dem Staat teilen zu müssen. Vermutlich liegen die Streamingrechte eh schon bei Sony auf den Cayman Islands
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Chris: auch wenn ich glaube, dass ein Riese wie Sony mit den aktuellen Zahlen bei Spotify jetzt nicht in extreme Euphorie verfällt, so ist das ganze zumindest ein interessantes Beispiel.
Gerade nochmals bei den Fünf Freunde geschaut. Folge 105 ist ja im Gegensatz zu den anderen Folge mit 40 Tracks eingestellt. Geht man mal großzügig von einer Vergütung von 0,5ct pro Stream und Track aus, und nehmen wir mal einen Schnitt von 15.000 Streams für Folge 105 (ist eher konservativ geschätzt in dem Fall, geht ja schon eher an die 20.000), dann kommen wir auf:15000 * 40 * 0,005 EUR = 3000 EUR
für dieses Hörspiel.
Okay, jetzt etwas großzügiger geschätzt, dass die anderen 100 Folgen mit jeweils im Schnitt 10 Tracks auch auf 15.000 Hörer kommen, sind wir bei 75.000 EUR. Von den Millionen also durchaus noch ein Stück weg.
Hätten die Hörspiele jeweils 40 Tracks, wäre man allerdings schon bei 300.000 EUR - warum man sich diesen Differenzbetrag entgehen lässt, verstehe ich persönlich aber auch noch nicht so ganz.Wenn ich mir die Zugriffszahlen auf hoerspiel3 allein für die Spotify-Übersicht ansehe, dann ist da imho durchaus Potential vorhanden, wenn man langfristig denkt und einen guten Backkatalog hat, bei dem sich die Titel ohnehin schon refinanziert haben sollten. Ich persönlich nutze das Hörspiel-Angebot von Spotify ehrlich gesagt auch sehr ausgiebig (auch zahlenderweise). Aber dass man bei Sony aufgrund der Hörspiele schon die Millionen scheffelt halte ich dann doch für etwas realitätsfremd.
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