Warum so wenig Einzelhörspiele?

  • Bald kommt ja ein neuer Ohrenkneifer :)

    Ansonsten stimme ich dir zu - ausser abgeschlossene Geschichten in for. von Reihen wie Midnight Tales, Gruselkabinett, usw. gibt es fast keine Einzelhörspiel Veröffentlichungen mehr. Was gerade nachdem ich Roch gehört habe, wirklch schade ist. Parallel bin ich gerade bei den Phantastischen Geschichten, die mir auch wirklich Spass machen, aber genau da sehe ich was du meinst. Die Geschichten sind (fast) alles moderne Transportationen von Lovecraft Geschichten - sie sind teilweise richtig gut, aber sie folgen alle einem bestimmten Schemal, sind identisch produziert, man erkennt direkt Dörings Handschrift - und am Ende lassen sie mich alle ziemlich deprimiert zurück :P

    Mein Name ist Dorian Hunter, und ich bin der Sohn des Teufels. Ich war der Sohn des Teufels, denn ich habe ihn getötet! :evil:

  • Und ein neuer „WOLFY“ :D Aber trotzdem sind richtige Einzelhörspiele sehr rar gesät. Gerade die größeren Labels scheinen hier herum einen weiten Bogen zu machen. HOLYSOFT, CONTENDO, EUROPA, MARITIM, LÜBBE, TITANIA MEDIEN haben gefühlt noch nie oder seit Ewigkeiten kein Einzelhörspiel mehr gemacht. Dabei hätten gerade die die Ressourcen dazu. Die vermeintlich Kleineren waren da immer ein wenig kreativer und aktiver. Aber auch diese lassen hier scheinbar nach.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Die vermeintlich Kleineren waren da immer ein wenig kreativer und aktiver. Aber auch diese lassen hier scheinbar nach.


    Ohne eine "ist egal, wie viel das Ding einspielt"-Finanzierung (ö/r-Rundfunk) ist das eben ein Liebhaberprojekt oder ein Groschengrab.

    - Werbung: Jede Folge der Serie wirbt automatisch für die ganze Serie. Wenn jemand Folge 5 als erste hört und super findet, kauft er vielleicht auch noch Folgen 1 bis 4 nach. Somit kann ich selbst nach Jahren im Idealfall immer noch ein paar Scheiben der Folge 1 absetzen, während ein Einzelhörspiel halt auch schnell wieder in der Versenkung verschwindet. Gleichzeitig baue ich mir - wiederum im Idealfall - mit jeder Folge, die erscheint, mehr Stammkunden der Serie auf, so dass ich relativ gesichert kalkulieren kann, wie viele Exemplare der neuen Folge sich wohl verkaufen werden. Und Planungssicherheit lieben die Produzenten.


    Die Situation des Marktes zwingt kommerzielle Produzenten geradezu dazu, sich auf Reihen oder besser noch Serien zu konzentrieren. Es ist dem guten Draht zwischen Folgenreich und uns zu verdanken, dass "Das Nachtleben der Götter" dort (ohne ö/r-Vorfinanzierung wie bei Caiman Club oder The Cruise) als Einzelhörspiel ein Zuhause fand. Und neben dem fehlenden "andere Folgen werben auch für diese VÖ"-Effekt kommt noch die Frage dazu, ob ein Einzelstoff bzw. dessen Stil überhaupt Interesse weckt. Das "Nachtleben" hat jedenfalls keinen Anruf ausgelöst "macht ihr noch mehr in der Richtung?"

    Ich sehe nichts derzeit, was den Trend zum seriellen Veröffentlichen umkehren würde.

  • Absolut, man sieht ja wie es immer mehr in diese Richtung geht. Um so toller, bemerkenswerter und auch auch für mich unterstützungswürdiger sind Produktionen, die sich diesem Diktat nicht unterwerfen müssen/wollen/brauchen und Einzelhörspiele veröffentlichen. Lauscherlounge hat jetzt mit dem Einzelhörspiel Lufer-Haus nun auch ein Livehörspiel gemacht. Man sieht es gäbe also auch andere Optionen. Man muss bezüglich der Finanzierung aber sehr „kreativ“ sein, nicht nur beim eigentlichen Hörspiel :thumbup:

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Der Grund warum wir Einzelhörspiele oder nur kurze abgeschlossene Reihen machen; Wir wollen uns Genremäßig nicht binden und wollen auch keinen Druck eine Serie ständig fortführen zu müssen und regelmäßig veröffentlichen müssen haben. Wir wollen einfach das machen wonach uns ist ohne den Druck an etwas gebunden zu sein.

    Da wir davon nicht leben müssen, was wir auch gar nicht wollen (den Druck ständig veröffentlichen zu müssen, wollen wir einfach nicht), können wir uns das leisten. Uns reicht es wenn die Produktionen sich selbst finanzieren und es kein minus am Ende rauskommt. Heißt aber halt auch das wir bei jedem Hörspiel promotechnisch wieder bei null beginnen.

    Größere Verlage/Labels die Gewinnorientierte Firmen sind fahren mit der Schiene Serien besser. Sobald man eine IP etabliert hat benötigt man quasi keine Werbung mehr. Das spart Zeit und Geld. Man muss diese Serie halt regelmäßig füttern und auch wenn es oft abgeschlossene Einzeltitel sind, müssen sie vom Genre und Stil in die Serie passen.

  • Um so toller ist es, wenn es immer noch Labels wie Euch, @Wolfy-Office , gibt, die Einzelhörspiele machen. Sie machen für mich das Salz in der Suppe aus! „Ohne“ wäre es fade…

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Heute nach dem Hören von Die Schläfer habe ich mich gefragt zu welcher Zeit eigentlich die meisten Einzelhörspiele veröffentlicht worden sind. In den 70igern? Oder doch in den 10er Jahren?

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Unser „Nachtleben der Götter“ ist ein Einzelhörspiel, das wir als Reihe hätten erweitern können, wäre es ein Erfolg geworden. So steht es aber abgeschlossen statt abgebrochen; immerhin. Aber die von Wolfy-Office angesprochene Notwendigkeit, jedes Mal mit der Promotion bei 0 anzufangen, ist bei den kleinen Margen die Krux. Wirtschaftlich spricht alles für Serien und Reihen, genau deswegen.

  • Unser „Nachtleben der Götter“ ist ein Einzelhörspiel, das wir als Reihe hätten erweitern können, wäre es ein Erfolg geworden. So steht es aber abgeschlossen statt abgebrochen; immerhin. Aber die von Wolfy-Office angesprochene Notwendigkeit, jedes Mal mit der Promotion bei 0 anzufangen, ist bei den kleinen Margen die Krux. Wirtschaftlich spricht alles für Serien und Reihen, genau deswegen.

    dabei hat mir das Hörspiel gut gefallen... schade

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